Premiere in der neuen Beethovenhalle

Schon seit vielen Jahren findet in Bonn das Beethovenfest statt. In diesem Rahmen wird traditionell immer an einem Samstag Einzelkünstlern und Ensembles, Kindern und Erwachsenen, Anfängern und Fortgeschrittenen die Gelegenheit geboten, von ihnen erarbeitete Werke der Öffentlichkeit zu Gehör zu bringen, in diesem Jahr zum ersten Mal in den elegant gestalteten Räumlichkeiten der wiedereröffneten Beethovenhalle.

90 FHG-Musiker:innen im Großen Saal

Auch das EMA-, pardon: Felix Hausdorff-Gymnasium war dabei am 12. September. Den Anfang machten Musiker/innen von Junior-Orchester, Junior-Bigband und Sinfonieorchester, die Filmmusik aus „Der 13te Krieger“und den Cantina Band-Song aus „Star Wars“ präsentierten, und zwar im GroßenSaal, wo sonst die „Profis“ des Beethoven Orchesters konzertieren –  ein prächtiger Auftrittsort für das Gemeinschaftsprojekt bestehend aus etwa 90 Musiker/innen unserer Schule, die auch dementsprechend „professionell“ musizierten und unter der Leitung von Andreas Herkenrath und Juri Eckhoff von ganz feinen, zarten Tönen bis zum gewaltigen Tutti und von getragenen, melancholischen Passagen bis zum rasenden, flirrenden Finale das Publikum mit einer großen musikalischen Bandbreite begeisterte.

Bigband-Sound und ein besonderer Gast

Es folgte im s.g. Studio unsere Junior-Bigband, welche dieses Mal überwiegend Kompositionen darbot, die sich Bandmitglieder gewünscht haben, etwa die Klassiker Sing Sing Sing und Tequila. Mit Thilo Kühn von „Jedöns“ konnte Bandleader Juri Eckhoff einen hochkarätigen Gaststar als Sänger für den „Tower of Power“-Hit Diggin On James Brown gewinnen – wahrscheinlich der Höhepunkt des Auftritts.

Starke Stimmen zum Abschluss

Den Abschluss machte die von Annemie Lehmann geleitete FHG-Bigband. Wer eine so ausdrucksstarke Sängerin wie Jeanne Dicka in seinen Reihen hat, der legt verständlicherweise den Schwerpunkt auf Songs mit Gesang; Titel wie Respect, Roots To Grow und Hallelujah, I Love Her So wurden gefühlvoll interpretiert und kultiviert präsentiert.

Ein besonderer Ort für junge Musik

Es ist zu hoffen, dass es auch nächstes Jahr wieder „Halle frei für Beethoven“ heißt: Zum Einen, weil in diesen Räumlichkeiten und dieser Akustik spielen zu können eine ganz besonders eindringliche und motivierende Erfahrung für die Musik/innen ist. Zum Anderen, weil die Beethovenhalle dadurch hoffentlich noch bekannter wird, stärker demokratisiert, einen größeren Stellenwert für das Kulturleben unserer Stadt erhält und dadurch auch kultur- bzw. finanzpolitisch an Legitimation gewinnt.