ipad klassen
GYOD-Pilotprojekt zur 1:1-iPad-Ausstattung am EMA
Bereits im Jahr 2021 startete am EMA das Pilotprojekt „iPad-Klasse“. Beginnend in Jahrgangsstufe 7 konnten Erfahrungen mit dem Einsatz digitaler Endgeräte im Unterricht gesammelt und kontinuierlich weiterentwickelt werden. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse, Evaluationen und Rückmeldungen aus der Schulgemeinschaft bilden die Grundlage für den nächsten Entwicklungsschritt:
Ab dem Schuljahr 2026/27 wird das bisherige Pilotprojekt „iPad-Klassen“ in das Pilotprojekt „GYOD-iPads“ („Get Your Own Device“) überführt. Grundlage hierfür ist ein Basiskonzept zur Einführung einer 1:1-Ausstattung mit iPads ab Jahrgangsstufe 9, das im Schuljahr 2025/26 von der Schulkonferenz beschlossen wurde. Dieses Konzept versteht sich ausdrücklich als lernendes Konzept, das im Rahmen der Unterrichts- und Schulentwicklung kontinuierlich weiterentwickelt und evaluiert wird.
Ziel des Projekts ist es, Schülerinnen und Schüler auf eine zunehmend digitale Lebens- und Arbeitswelt vorzubereiten und gleichzeitig bewährte Lern- und Arbeitsformen zu erhalten. Dabei geht es nicht um einen vollständigen Ersatz analoger Unterrichtsmethoden, sondern um einen sinnvollen Dialog zwischen digitalen und traditionellen Medien. Das Leitprinzip lautet dabei:
„Digital, wo es sinnvoll ist – analog, wo es notwendig ist.“
Die iPads sollen Lernprozesse unterstützen, individualisierte Lernwege ermöglichen und neue Formen des kollaborativen und produktorientierten Arbeitens eröffnen. Gleichzeitig bleiben grundlegende Kulturtechniken wie handschriftliches Schreiben, konzentriertes Lesen längerer Texte oder klassische Übungsformen weiterhin fester Bestandteil des Unterrichts.
Das Basiskonzept beschreibt eine schrittweise Weiterentwicklung des Unterrichts auf Grundlage des sogenannten SAMR-Modells. Dabei werden digitale Werkzeuge zunächst zur sinnvollen Ergänzung bestehender Arbeitsweisen genutzt und perspektivisch für neue Lernformate eingesetzt, um optimales Lernen zu ermöglichen und neue Möglichkeiten zu nutzen.
Besondere Bedeutung kommt dabei auch der Medienerziehung zu. Themen wie Datenschutz, Urheberrecht, verantwortungsvolle Kommunikation, Quellenbewertung und der reflektierte Umgang mit KI-Anwendungen werden verbindlich in die schulische Arbeit integriert. Ebenso spielen gesundheitliche Aspekte wie Medienbalance, Konzentration und ergonomisches Arbeiten eine wichtige Rolle. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten die schulisch eingebundenen Geräte, die eine zielgerichtete Mediennutzung ermöglichen und optimale Voraussetzungen für das digitale Lernen schaffen.
Die Einführung des GYOD-Modells erfolgt bewusst ab Jahrgangsstufe 9. In den Jahrgangsstufen 5 bis 8 werden digitale Kompetenzen weiterhin schrittweise mit schulischen Ausleihgeräten aufgebaut. Ab Klasse 9 ermöglicht die dauerhafte Verfügbarkeit eines eigenen iPads einen flexibleren und kontinuierlicheren Einsatz im Unterricht und bei schulischen Aufgaben. Familien, die kein eigenes Gerät anschaffen können, erhalten weiterhin die Möglichkeit, ein schulisches Leihgerät zu nutzen.
Das EMA versteht die Einführung der GYOD-iPads als langfristigen Schulentwicklungsprozess, an dem Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte gemeinsam beteiligt sind. Die Umsetzung wird regelmäßig evaluiert und an neue pädagogische sowie technische Entwicklungen angepasst.
Im Schuljahr 2026/27 beginnen wir zunächst mit der Ausstattung der Jahrgangsstufe 11 im GYOD-Projekt und setzen das Projekt in der Folge für die Jahrgänge 10 und 9 fort.
Weitere Informationen finden Sie im ausführlichen Basiskonzept zum Download am Ende dieser Seite.