Wir, der Religionskurs der Klassen 6 c und d von Frau Dicks, haben uns in den letzten Wochen intensiv mit den Themen Judentum und Islam beschäftigt. Im Unterricht haben wir viel über die beiden Religionen gelernt, zum Beispiel über ihre heiligen Schriften, wichtige Feste und wie Gläubige ihren Glauben im Alltag leben. Damit wir uns das alles noch besser vorstellen können, haben wir die Synagoge in Köln und die Al-Muhajirin Moschee in Bonn besucht. Das war für uns alle ein ganz besonderes Erlebnis!

Unser erster Ausflug führte uns in die Synagoge in Köln. Das Gebäude ist von außen und innen sehr besonders. Wir wurden freundlich empfangen und konnten viele Dinge aus nächster Nähe sehen, die wir bisher nur aus dem Unterricht kannten. Besonders beeindruckend war die Thora, die heilige Schrift im Judentum. Sie wird in kunstvoll gestalteten Rollen aufbewahrt und liegt in einem besonderen Schrank, dem Toraschrein. Uns wurde erklärt, dass die Thora im Gottesdienst vorgelesen wird und eine sehr große Bedeutung für jüdische Menschen hat.

Außerdem haben wir gelernt, dass Männer in der Synagoge eine Kopfbedeckung, die Kippa, tragen. Auch einige von uns durften eine aufsetzen. Wir haben erfahren, wie ein Gottesdienst abläuft und welche Rolle der Rabbi spielt. Besonders spannend fanden wir auch das jüdische Fest Purim. Dabei wird die Geschichte von Esther erzählt, und es ist ein fröhliches Fest, bei dem sich viele Menschen verkleiden, Süßigkeiten verschenken und gemeinsam feiern.

Ein paar Wochen später besuchten wir die Al-Muhajirin Moschee in Bonn. Schon beim Betreten gab es etwas Neues zu beachten: Wir mussten unsere Schuhe ausziehen. Das war für viele ungewohnt, aber auch interessant. Innen war die Moschee sehr schön gestaltet, mit weichen Teppichen und vielen Verzierungen, aber ohne Bilder von Menschen.

Wir haben viel über das Gebet im Islam gelernt. Muslime beten fünfmal am Tag und richten sich dabei nach Mekka aus. In der Moschee gibt es dafür eine Gebetsnische, die die Richtung anzeigt. Besonders spannend war es, zu sehen, wie die Gebetshaltungen aussehen und welche Worte gesprochen werden. Außerdem haben wir noch einmal die fünf Säulen des Islam kennengelernt und verstanden, warum sie für Muslime so wichtig sind.

Besonders schön fanden wir auch die Gastfreundschaft in der Moschee. Wir wurden mit Kuchen, Datteln und Getränken verabschiedet. Das hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, Gäste freundlich zu behandeln.

Durch die Besuche konnten wir vieles aus dem Unterricht besser verstehen und uns ein eigenes Bild machen. Es war interessant zu sehen, wie unterschiedlich Religionen sein können, aber auch, dass es so viele Gemeinsamkeiten gibt, zum Beispiel den Glauben an einen Gott und feste Gebetszeiten.

Die Exkursionen haben uns allen viel Spaß gemacht und waren eine tolle Erfahrung. Wir haben nicht nur viel gelernt, sondern auch gesehen, wie wichtig Respekt und Offenheit gegenüber anderen Religionen sind. So ein Unterricht außerhalb des Klassenzimmers bleibt uns bestimmt noch lange in Erinnerung!

Bilder: A. Dicks