R(h)Einblick 2026 – Forschend den Rhein entdecken

Am 16. und 17. März 2026 fand an unserer Schule das Projekt R(h)Einblick statt. Im Mittelpunkt standen diesmal das forschende Lernen und das Projektlernen, bei denen die Schülerinnen und Schüler eigenständig Fragestellungen entwickelten und untersuchten.
Spannende Einblicke in die Welt der Vermessung
Der Projekttag begann mit einem anregenden Vortrag im Klassenraum, der spannende Einblicke in das Studium der Geodäsie und in den Beruf des Vermessers vermittelte. Aus Fachkreisen erfuhren wir, dass im Vermessungswesen derzeit starker Nachwuchsmangel herrscht, da dieses Berufsfeld vielen kaum bekannt ist.
Besonders überraschend war für viele Schülerinnen und Schüler, wie vielfältig Vermessung eingesetzt wird:
So gibt es bei der Polizei beispielsweise Tatortvermesser, auch das Wachstum von Pflanzen kann vermessen werden, um wichtige Beiträge zur Weiterentwicklung der Landwirtschaft zu leisten. Mit Messrobotern, Drohnen und Satelliten lassen sich zudem selbst entlegenste Winkel der Welt erfassen. Schnell wurde deutlich: Vermessung ist alles andere als ein reiner Schreibtischjob.
Im Anschluss beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage, wie man gute Forscherfragen entwickelt.
Lernen am Rhein – trotz wechselhaften Wetters
Danach machten sich die Klassen 7b und 7c auf den Weg zum Rhein, am Dienstag folgten die Klassen 7a und 7d. Das Wetter zeigte sich leider von seiner wechselhaften Seite – neben trockenen Phasen gab es auch immer wieder Regen. Dennoch ließen sich die Schülerinnen und Schüler die gute Stimmung nicht verderben.






Mathematikunterricht unter freiem Himmel
Ein Schwerpunkt lag im Fach Mathematik auf der Frage:
Wie breit ist der Rhein?
Wie schon im vergangenen Jahr wurde der Mathematikunterricht kurzerhand nach draußen verlegt. Die reale Problemstellung musste zunächst in ein mathematisches Modell übersetzt werden, um anschließend Lösungen zu entwickeln.
Dabei wurde deutlich: Die Ergebnisse sind in der Praxis oft nicht so „glatt“ wie im Schulbuch – dafür aber umso spannender. Gerade das Arbeiten mit echten Messdaten machte den Schülerinnen und Schülern sichtbar, wie Mathematik außerhalb des Klassenraums angewendet wird.
Geographische Forscherfragen entwickeln
Ein zweiter Schwerpunkt kam aus dem Fach Geographie. Anknüpfend an den Einstiegsvortrag am Morgen entwickelten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen eigene geografische Forscherfragen zum Thema:
„Nutzung und Einschränkung des Rheins in Bonn“
Abschließend wurden zwei besonders interessante Forscherfragen ausgewählt, die im weiteren Unterricht vertieft bearbeitet werden. Ergänzt wurde der geografische Teil durch einen Kurzvortrag zum Rhein sowie Wahrnehmungsübungen vor Ort.
Moderne Technik am Rheinufer
Wie bereits im Vorjahr erhielten wir Unterstützung durch das Institut für Geodäsie und Geoinformation der Universität Bonn, das spannende Einblicke in das Berufsfeld der Vermessung gab.
Besonders beeindruckend war der Einsatz moderner Technik direkt am Rheinufer: Trotz Regens konnten die Schülerinnen und Schüler mit professionellen Messgeräten arbeiten und eigene Messungen durchführen.
Dabei zeigte sich erneut: Neben technischem Verständnis waren vor allem Teamarbeit, Kreativität und Durchhaltevermögen gefragt – nicht zuletzt, um die Messdaten trotz der Wetterbedingungen sicher festzuhalten.
Lernen mit echten Fragestellungen
Das Projekt machte deutlich, wie gewinnbringend es ist, Unterricht mit realen Fragestellungen zu verbinden. Die Schülerinnen und Schüler konnten eigenständig forschen, Zusammenhänge erkennen und ihre Ergebnisse reflektieren – ganz im Sinne modernen und nachhaltigen Lernens.