
AUFFÜHRUNG: 19 Uhr 25.06.2026, LVR-Museum Bonn
Karten: https://www.shop.landesmuseum-bonn.lvr.de/ Museumskasse
Erwachsene: 8€ – Kinder/Jugendliche: 6€
„In der Schule lerne ich, wie ich eine Funktion ableite und werde dann mit einer
Punktzahl beschrieben. Auf Social Media werde ich durch Storylikes bewertet. Auf dem Fußballplatz hängt mein Wert daran, wie wenige Fehler ich mache. Zuhause werde ich anhand meiner Produktivität bewertet und daran, wie gut ich mein Leben im Griff habe. Ich muss den Erwartungen der aktuellen Mode gerecht werden, ich muss dem Schönheitsideal entsprechen, ich muss freundlich sein. Denn was denken sie sonst über mich? Wer bin ich ohne alle diese Bewertungen von außen?“

Noten, Likes und Leistungsdruck – Alltag einer Generation
Schulischer Leistungsdruck und der ständige Vergleich auf Social Media gehören für fast alle von uns zum Alltag. Oft fühlt es sich so an, als ob unsere Zukunft längst von anderen verplant ist und jeder Fehler sofort als Scheitern gilt. Doch wo bleibt Raum für unsere Kreativität und Individualität? Wer unterstützt uns dabei, uns abseits von Noten und Erwartungsdruck persönlich zu entfalten?

Die Welton Academy: Erfolg um jeden Preis
Genau vor dieser Herausforderung stehen auch die Schülerinnen der Welton Academy – einer strengen Elite-Mädchenschule, an der Konformität und Leistung nicht nur erwartet, sondern gnadenlos eingefordert werden.
Ihr Alltag ist eintönig, geprägt von stumpfem Auswendiglernen, Lerngruppen und dem Druck der nächsten Klausur. Bis ein neuer Lehrer, Mr. Keating, die Klasse übernimmt und das engstirnige System komplett auf den Kopf stellt. Stück für Stück entdecken die Schülerinnen, welche Talente tief in ihnen schlummern und was es bedeutet, wirklich selbstbestimmt zu leben. Doch der Widerstand lässt nicht lange auf sich warten: Eltern und Lehrerschaft sehen die neue Freiheit kritisch und versuchen, die Jugendlichen von diesen „Ablenkungen“ fernzuhalten. Ein Konflikt mit ungeahnten, dramatischen Konsequenzen …

Ein Filmklassiker im modernen Gewand
In dieser packenden Aufführung der Literatur- und Theaterprojektkurse erwacht der Filmklassiker „Club der toten Dichter“ (1989, Regie: Peter Weir) in einem modernen Setting zu neuem Leben. Angereichert mit eigenen Ideen der Schüler*innen ist eine zutiefst persönliche Inszenierung entstanden, die das Publikum berührt. Das Stück hinterfragt die individuelle Freiheit in einer leistungsorientierten Gesellschaft und regt dazu an, den eigenen Lebensweg mutig selbst zu gestalten.

Lena Kühnemann (Q1)