Wäre es nicht toll, ein verändertes digitales Entschuldigungsverfahren für Fehlstunden in der Schule zu haben? Viele OberstufenschülerInnen, Eltern und LehrerInnen würden das unumwunden mit JA beantworten! Und so wundert es nicht, dass die Informatik-Facharbeit von Simon Knott, der sich genau mit diesem Problem beschäftigt, nicht nur in der Schule Gehör findet. Am 11. September 2018 wurde er nun dafür mit 1. Preis des Hans-Riegel-Fachpreis in Informatik ausgezeichnet. Ein zweiter Preis kann im Informatikkurs von Herrn Reichelt gefeiert werden: Justus Mairböck arbeitete in seiner Facharbeit zum Thema „Tracking von Mobilfunkgeräten“ an einem überaus aktuellen Thema. Er zeigte innerhalb der Schule mit selbst konfigurierter Hardware, wie Tracking erfolgt und welche Bewegungsmuster hierdurch abzubilden sind.

Aber nicht nur die Informatik wurde mit einem der begehrten Preise der Dr. Hans-Riegel-Stiftung zur Begabtenförderung in MINT-Fächern und Geographie ausgezeichnet. Das EMA konnte sich bei der feierlichen Preisverleihung im Festsaal der Bonner Universität auch über Auszeichnungen für Facharbeiten in Chemie, Geographie, Physik und Mathematik freuen. Die damit ausgezeichneten Arbeiten wurden in der Q1 erstellt und bedeuten eine erste wissenschaftliche Auseinandersetzung mit einer selbst erarbeiteten Fragestellung. Und genau diese Fragestellungen haben es bereits in sich. Die Preisverleihung zeigt, dass Schülerinnen und Schüler hier häufig ein sicheres Gespür für alltäglich relevante Probleme haben. Nicht selten entwickeln sie Fragestellungen, die unmittelbar nach der Abgabe der Arbeit auch in den öffentlichen Blickwinkel geraten.

Ein Beispiel hierfür ist der erste Preis in Geographie. In dieser Arbeit setzte sich Lukas Reim intensiv mit der Umweltbilanz von Elektroautos auseinander. Lukas bemerkenswert umfassende Arbeitsweise und sein in der (von Herrn Frech betreuten) Arbeit deutlich werdendes hohes Maß an wissenschaftlicher Genauigkeit und Reflexionsvermögen wurden vom Laudator ausdrücklich hervorgehoben. Auch Anastasia Siebers griff in ihrer Facharbeit über den „No Poo“-Trend ein gesellschaftlich und ökologisch relevantes Problem auf. Dabei geht es um alternative Shampoos, die keine umweltschädlichen Tenside erhalten. Dem Preisgericht fiel dabei in besonderer Form ihr experimentelles Vorgehen ins Auge, was ihre Fachlehrerin, Frau Vianden, besonders freut, da Anastasia absolut eigenständig eine Methode entwickelte, um die Waschwirkung von Biershampoo und Co. mit schulischen Mitteln zu überprüfen.

Zu einigem Schmunzeln und vielen Gesprächen über schöne Sommer-Erinnerungen führte die Physikfacharbeit von Benjamin Gundlach, in der er sich dem „Stone skipping“ widmete und physikalisch untersuchte, wie der optimale Wurf eines Steins über die Wasseroberfläche gelingt. Sein persönlicher Rekord von 20 Sprüngen mit dem von ihm selbst modellierten „Idealstein“ ließ ein Raunen durch den Festsaal gehen. Frau Wethkamp betreute Benjamin bei dieser Arbeit und stimmte dem Laudator, der die Rolle der Lehrerinnen und Lehrer als verantwortlich für das „bei der Stange halten“ beschreibt, uneingeschränkt zu. „Wir schaffen ein Klima, in dem die Schülerinnen und Schüler ihr Engagement und ihre Aktivitäten entwickeln können. Die wissenschaftliche Leistung aber erbringen die Schülerinnen und Schüler eigenständig“, ergänzte die MINT-Koordinatorin.

Freilich verwundert es nicht, wenn einige Themen die Kenntnisse des Auditoriums bei der Preisverleihung sprengen, weil sie weit über den regulären Schulstoff hinausgehen. So wurde Jonathan Wassermann für seine mathematische Facharbeit zum Thema „Der Dualraum als Vektorraum“ ausgezeichnet, in der er den abstrakten und schwer greifbaren Begriff des Dualraums anschaulich interpretiert. Aber so ist es mit wissenschaftlichen Erkenntnissen: Nicht alle, die in den Blickwinkel der Öffentlichkeit geraten, werden von ihr sofort durchblickt.

Eines blickt man aber auf der Liste der 18 Preisträgerinnen und Preisträger auf Anhieb: Ein Drittel von ihnen besucht das Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium. Das ist schon auch eine Hausnummer, über die wir uns als Schule wirklich sehr freuen.

Allen Haus- und natürlich auch allen anderen Preisträgerinnen und –trägern seien an dieser Stelle auch von unserer Seite herzliche Glückwünsche und unsere große Anerkennung ausgesprochen!

 

Eva Vianden, Jens Liebreich, Jochen Stiewe

 

 

Hans Riegel Fachpreistraeger Gruppenbild 2018

Von links: Justus Mairböck, Lukas Reim, Benjamin Gundlach (hinten) und Jonathan Wassermann, Anastasia Siebers, Simon Knott (vorn)

(Foto: E. Vianden)


European Quality Label„Herzlichen Glückwunsch! Ihre Schule wurde mit dem Europäischen Qualitätssiegel für die herausragende Arbeit im Rahmen des eTwinning-Projekts „Il était une fois ... / Es war einmal ... “ ausgezeichnet. Es zeigt, dass Ihre Arbeit, die Arbeit Ihrer SchülerInnen und Ihrer Schule auf höchster europäischer Ebene anerkannt wurde.“

So lautete es in der Mail der eTwinning-Koordinationsstelle in Brüssel, die Ende Oktober in meiner Mailbox ankam. Diese Auszeichnung bezieht sich auf ein eTwinning-Projekt, das im Fach Französisch in der zweiten Hälfte des letzten Schuljahres in meinem jetzigen Q2-Kurs zusammen mit einer Schülergruppe aus La Réunion durchgeführt wurde. Ein paar Tagen vorher wurde das Projekt auch schon mit dem nationalen eTwinning-Qualitätssiegel ausgezeichnet.

Gemeinsam wurden deutsch-französische Weitererzählgeschichten zum Thema Mythen und Helden in der jeweiligen Fremdsprache angefangen, ausgetauscht und weitererzählt. Die Schülergruppen haben in den jeweiligen Ländern die Geschichten illustriert und vertont. Aus dem Material haben sie gemeinsam ein digitales Sammelwerk mit allen Geschichten erstellt, die Geschichten vertont und verfilmt und daraus digitale Fotostories produziert.

Als Belohnung gibt es ein 300-Euro Wertgutschein bei einem bekannten Online-Shop zur Unterstützung der weiteren eTwinning-Arbeit sowie Urkunden wie hochwertige Sachpreisen für alle Beteiligten. Wir freuen uns sehr auf das Päckchen… und auf die automatische Teilnahme am Wettbewerb um den Deutschen eTwinning-Preis, der Anfang des kommenden Jahres auf der DIDACTA verliehen wird. Ob wir uns eventuell auf einen weiteren Preis freuen dürfen?....

Mit ganz vielen Ideen für neue Projekte und Dank an alle Projektbeteiligte für die sehr engagierte Zusammenarbeit zwischen La Réunion und Bonn,

Christiane Brieger

Die Werke der SchülerInnen können hier betrachtet werden:

Magazine créé avec Madmagz.

Der verzauberte Spiegel Version 1 from Bri on Vimeo.

Le don de Luna from Bri on Vimeo.

Mister H from Bri on Vimeo.

Nett oder böse from Bri on Vimeo.

Der verzauberte Spiegel Version 2 from Bri on Vimeo.

Grafik QS 50x34mm

(Grafiken nach Rücksprache mit der eTwinning-Koordinationsstelle zur Verfügung gestellt von C. Brieger)