Physik

  • IMG_2167.jpgAm 26. August fand die feierliche Verleihung des Dr. Hans Riegel-Fachpreises in der Aula der Uni Bonn statt. Dabei wurden Facharbeiten in den Fächern Biologie, Mathematik, Geografie, Chemie, Physik und Informatik ausgezeichnet. Trotz der Einschränkungen durch Corona war es eine schöne und gut organisierte Veranstaltung. Da die Eltern der Preisverleihung nicht beiwohnen durften, wurde die Veranstaltung live übertragen. Nach einer Einführung von Frau Prof. Dr. Karin Holm-Müller, Prorektorin der Uni Bonn, und Herrn Dr. Reinhard Schneider, Vorstandsvorsitzender der Dr. Hans Riegel-Stiftung, wurde von einer Band begleitet durch den Nachmittag geführt. Die ausgezeichneten Facharbeiten wurden von den Laudator*innen thematisch vorgestellt. Besonders interessant waren dabei die zahlreichen Ideen und die Umsetzung der Arbeiten.

    Abschließend wurden noch einige Fotos aufgenommen und man hatte die Chance, sich mit den Laudator*innen auszutauschen. Dieses Jahr wurden trotz Corona 107 Facharbeiten eingereicht. Von den 18 ausgezeichneten Arbeiten haben sechs Schüler*innen vom EMA einen Preis gewonnen.

    Ein erfolgreiches Jahr!

    Pauline Liesenfeld, Q2

     

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  • Wäre es nicht toll, ein verändertes digitales Entschuldigungsverfahren für Fehlstunden in der Schule zu haben? Viele OberstufenschülerInnen, Eltern und LehrerInnen würden das unumwunden mit JA beantworten! Und so wundert es nicht, dass die Informatik-Facharbeit von Simon Knott, der sich genau mit diesem Problem beschäftigt, nicht nur in der Schule Gehör findet. Am 11. September 2018 wurde er nun dafür mit 1. Preis des Hans-Riegel-Fachpreis in Informatik ausgezeichnet. Ein zweiter Preis kann im Informatikkurs von Herrn Reichelt gefeiert werden: Justus Mairböck arbeitete in seiner Facharbeit zum Thema „Tracking von Mobilfunkgeräten“ an einem überaus aktuellen Thema. Er zeigte innerhalb der Schule mit selbst konfigurierter Hardware, wie Tracking erfolgt und welche Bewegungsmuster hierdurch abzubilden sind.

    Aber nicht nur die Informatik wurde mit einem der begehrten Preise der Dr. Hans-Riegel-Stiftung zur Begabtenförderung in MINT-Fächern und Geographieausgezeichnet. Das EMA konnte sich bei der feierlichen Preisverleihung im Festsaal der Bonner Universität auch über Auszeichnungen für Facharbeiten in Chemie, Geographie, Physik und Mathematik freuen. Die damit ausgezeichneten Arbeiten wurden in der Q1 erstellt und bedeuten eine erste wissenschaftliche Auseinandersetzung mit einer selbst erarbeiteten Fragestellung. Und genau diese Fragestellungen haben es bereits in sich. Die Preisverleihung zeigt, dass Schülerinnen und Schüler hier häufig ein sicheres Gespür für alltäglich relevante Probleme haben. Nicht selten entwickeln sie Fragestellungen, die unmittelbar nach der Abgabe der Arbeit auch in den öffentlichen Blickwinkel geraten.

    Ein Beispiel hierfür ist der erste Preis in Geographie. In dieser Arbeit setzte sich Lukas Reim intensiv mit der Umweltbilanz von Elektroautos auseinander. Lukas bemerkenswert umfassende Arbeitsweise und sein in der (von Herrn Frech betreuten) Arbeit deutlich werdendes hohes Maß an wissenschaftlicher Genauigkeit und Reflexionsvermögen wurden vom Laudator ausdrücklich hervorgehoben. Auch Anastasia Siebers griff in ihrer Facharbeit über den „No Poo“-Trend ein gesellschaftlich und ökologisch relevantes Problem auf. Dabei geht es um alternative Shampoos, die keine umweltschädlichen Tenside erhalten. Dem Preisgericht fiel dabei in besonderer Form ihr experimentelles Vorgehen ins Auge, was ihre Fachlehrerin, Frau Vianden, besonders freut, da Anastasia absolut eigenständig eine Methode entwickelte, um die Waschwirkung von Biershampoo und Co. mit schulischen Mitteln zu überprüfen.

    Zu einigem Schmunzeln und vielen Gesprächen über schöne Sommer-Erinnerungen führte die Physikfacharbeit von Benjamin Gundlach, in der er sich dem „Stone skipping“ widmete und physikalisch untersuchte, wie der optimale Wurf eines Steins über die Wasseroberfläche gelingt. Sein persönlicher Rekord von 20 Sprüngen mit dem von ihm selbst modellierten „Idealstein“ ließ ein Raunen durch den Festsaal gehen. Frau Wethkamp betreute Benjamin bei dieser Arbeit und stimmte dem Laudator, der die Rolle der Lehrerinnen und Lehrer als verantwortlich für das „bei der Stange halten“ beschreibt, uneingeschränkt zu. „Wir schaffen ein Klima, in dem die Schülerinnen und Schüler ihr Engagement und ihre Aktivitäten entwickeln können. Die wissenschaftliche Leistung aber erbringen die Schülerinnen und Schüler eigenständig“, ergänzte die MINT-Koordinatorin.

    Freilich verwundert es nicht, wenn einige Themen die Kenntnisse des Auditoriums bei der Preisverleihung sprengen, weil sie weit über den regulären Schulstoff hinausgehen. So wurde Jonathan Wassermann für seine mathematische Facharbeit zum Thema „Der Dualraum als Vektorraum“ ausgezeichnet, in der er den abstrakten und schwer greifbaren Begriff des Dualraums anschaulich interpretiert. Aber so ist es mit wissenschaftlichen Erkenntnissen: Nicht alle, die in den Blickwinkel der Öffentlichkeit geraten, werden von ihr sofort durchblickt.

    Eines blickt man aber auf der Liste der 18 Preisträgerinnen und Preisträgerauf Anhieb: Ein Drittel von ihnen besucht das Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium. Das ist schon auch eine Hausnummer, über die wir uns als Schule wirklich sehr freuen.

    Allen Haus- und natürlich auch allen anderen Preisträgerinnen und –trägern seien an dieser Stelle auch von unserer Seite herzliche Glückwünsche und unsere große Anerkennung ausgesprochen!

     

    Eva Vianden, Jens Liebreich, Jochen Stiewe

     

     

    Hans Riegel Fachpreistraeger Gruppenbild 2018

    Von links: Justus Mairböck, Lukas Reim, Benjamin Gundlach (hinten) und Jonathan Wassermann, Anastasia Siebers, Simon Knott (vorn)

    (Foto: E. Vianden)

  • Auch dieses Jahr gab es am 13. und 27. 11.2017 wieder zwei spannende „MINT 4 Kids-“ Nachmittage für interessierte Grundschulkinder am EMA. Insgesamt nahmen 80 Mädchen und Jungen aus der vierten Klasse der umliegenden Grundschulen daran teil. Sie konnten dieses Jahr in jeweils 45 Minuten-Blöcken in den Informatik- und den Physikunterricht „hereinschnuppern“.

    In Informatik konnten sie etwas über das Thema „Morsen“ erfahren.

    Unter der Anleitung von Herrn Dr. Bell und Herrn Saljoki und der Hilfe der Schülerinnen und Schüler aus der MINT-Leistungsgruppe der siebten Klasse programmierten die Viertklässler „Calliope-Mini“ in Morsegeräte um. Beim Calliope-Mini handelt es sich um einen Mikrokontroller, sozusagen einen programmierbaren „Mini-Computer“. Die Betreuung der Kinder durch die „großen“ Schülerinnen und Schüler machte die Veranstaltung sehr reizvoll.

    Die Schülerinnen und Schüler konnten die programmierten Calliope nutzen, um sich mit dem Morsecode vertraut zu machen und sich gegenseitig Nachrichten zu schicken. Zudem empfingen sie eine geheime Nachricht von verschollenen BND-Agenten und bekamen den Auftrag, ihren Aufenthaltsort herauszufinden. Mit Hilfe vorbereiteter Arbeitsblätter konnten die Schülerinnen und Schüler die Programmierung der Calliopes sicher bewältigen.

    In Physik ging es um das Thema „Leiter und Isolatoren“.

    Die Viertklässler hatten die Möglichkeit mit einer kleinen Prüfschaltung selbständig verschiedenste Materialien zu untersuchen. Sie entdeckten, dass Kaugummipapier auf der einen Seite den elektrischen Strom leitet, auf der anderen nicht. Auch Gegenstände aus dem Schulalltag wie Kreide, Radierer und Bleistifte wurden geprüft. Nur die Bleistiftmiene leitet den Strom. Auch Leitungswasser und gesalzenes Wasser wurden getestet. Je mehr Salz im Wasser aufgelöst wurde, desto besser war die Leitfähigkeit.Zum Abschluss untersuchten die Schülerinnen und Schüler, ob auch der menschliche Körper den elektrischen Strom leitet. Und tatsächlich, eine LED leuchtete in einem Stromkreis aus Schülerinnen und Schülern.

    Betreut wurden die Grundschulkinder in der Physik dieses Jahr von den MILeNa-Schülern aus der Q1. Das sind Schülerinnen und Schüler, die sich für den Lehrerberuf im MINT-Bereich interessieren und ein Projekt dazu am EMA in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen und der Universität Bonn durchführen.

    Im nächsten Jahr wird MINT 4 Kids wieder in den Fächer Biologie und Chemie durchgeführt und wir freuen uns schon auf viele interessierte Viertklässler.

    Vera Wethkamp und Nils van den Boom

    MINT 4 Kids Informatik 2

    MINT 4 Kids Informatik 1

    MILeNas als Bereuer bei MINT 4 Kids

    MINT 4 Kids Physik 1

    MINT 4 Kids Physik 2

  • Spaß am Experimentieren in den Fächern Physik und Informatik konnten interessierte Grundschulkinder am 23. und 30. 11. 2015 am EMA erleben. Unter dem Motto "MINT 4 Kids - Versuch´s doch mal!" experimentierten die insgesamt 80 Mädchen und Jungen in zwei Gruppen für jeweils 45 Minuten in je einem Physik- und einem Informatikmodul mit Strom und der Programmierung von Spielen am PC. Die individuelle Betreuung der Viertklässler übernahmen vor allem Schülerinnen und Schüler unserer aktuellen MINT-Leistungsgruppen der Jahrgangsstufe 7 unter der Leitung von Frau Düßdorf und Herrn Reichelt. Nach einer kurzen Abschlussbesprechung im Oberstufenraum endeten beide Veranstaltungen mit der Verteilung der Teilnehmerurkunden.

     Konzeptionell folgte die Veranstaltung in diesem Jahr dem Prinzip "Weniger ist mehr": Die Experimentiermodule wurden verlängert, der Fokus jedoch auf die beiden Fächer Physik und Informatik gelegt.

     Die MINT-Koordinatoren Dr. Vera Wethkamp und Nils van den Boom freuen sich schon auf die "MINT 4 Kids"-Tage 2016, die dann ganz im Zeichen der Fächer Biologie und Chemie stehen werden.

     

    Jochen Stiewe

     

      

     MINT 4 Kids 2015 2

     

    "MINT 4 Kids - Versuch´s doch mal!" - Zum Beispiel Spiele Programmieren am PC im Fach Informatik bei Benjamin Reichelt.

     

    MINT 4 Kids 2015 3

     

    ...oder Experimentieren mit elektrischem Strom im Fach Physik bei Daniela Düßdorf (vorn) und Vera Wethkamp (hinten).

     MINT 4 Kids 2015 Titel

     

    Die Betreuung der Viertklässler übernahmen Schülerinnen und Schüler der MINT-Leistungsgruppen der Stufe 7 (von D. Düßdorf und B. Reichelt).

     

    (Fotos: R. Hillert)