Chemie

  • IMG_2167.jpgAm 26. August fand die feierliche Verleihung des Dr. Hans Riegel-Fachpreises in der Aula der Uni Bonn statt. Dabei wurden Facharbeiten in den Fächern Biologie, Mathematik, Geografie, Chemie, Physik und Informatik ausgezeichnet. Trotz der Einschränkungen durch Corona war es eine schöne und gut organisierte Veranstaltung. Da die Eltern der Preisverleihung nicht beiwohnen durften, wurde die Veranstaltung live übertragen. Nach einer Einführung von Frau Prof. Dr. Karin Holm-Müller, Prorektorin der Uni Bonn, und Herrn Dr. Reinhard Schneider, Vorstandsvorsitzender der Dr. Hans Riegel-Stiftung, wurde von einer Band begleitet durch den Nachmittag geführt. Die ausgezeichneten Facharbeiten wurden von den Laudator*innen thematisch vorgestellt. Besonders interessant waren dabei die zahlreichen Ideen und die Umsetzung der Arbeiten.

    Abschließend wurden noch einige Fotos aufgenommen und man hatte die Chance, sich mit den Laudator*innen auszutauschen. Dieses Jahr wurden trotz Corona 107 Facharbeiten eingereicht. Von den 18 ausgezeichneten Arbeiten haben sechs Schüler*innen vom EMA einen Preis gewonnen.

    Ein erfolgreiches Jahr!

    Pauline Liesenfeld, Q2

     

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  • Jedes Jahr erstellen Schülerinnen und Schüler der Q1 Facharbeiten im Grund- oder Leistungskurs Chemie. Beispielhaft möchten wir drei Facharbeiten vorstellen:

    Facharbeit: Synthese und Untersuchung der Eigenschaften von biologisch abbaubaren Kunststoffen am Beispiel von Polymilchsäure (PLA)

    In meiner Facharbeit habe ich mich mit biologisch abbaubaren Kunststoffen und den chemischen Prozessen dahinter auseinandergesetzt. Denn für die verbreitete Herstellung von konventionellen Kunststoffen werden fossile Rohstoffe verbraucht und große Mengen an Plastik gelangen in die Ozeane. Der biologisch abbaubare Kunststoff PLA beziehungsweise Polymilchsäure ist sehr vielversprechend und auch heute schon frei verkäuflich. Aus diesem Grund habe ich mir die Herstellungsmethode dieses Biokunststoffes genauer angeschaut. Im praktischen Teil habe ich dann versucht, Polymilchsäure auf verschiedenen Synthesewegen selbst herzustellen. Die Produkte habe ich auf ihre Eigenschaften, wie die Säurebeständigkeit oder den Schmelzpunkt, untersucht. Dabei habe ich festgestellt, dass sich diese Eigenschaften durch das Hinzufügen von verschiedenen Katalysatoren verändern können. Die Verwendung eines geeigneten Katalysators hat positive Auswirkungen auf die Produkteigenschaften von PLA. Das gilt zum Beispiel für den Katalysator Schwefelsäure. Wenn der Ausgangsstoff Milchsäure für längere Zeit bei niedriger Temperatur erhitzt wird, entsteht ein beständigeres Produkt. Heutzutage findet der Kunststoff Polymilchsäure beispielsweise Anwendung in der Verpackungsindustrie und in der Medizin für Nahtmaterial oder Implantate.

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    Text u. Bild: M. Usinger