Am heutigen 21. Dezember 2020 begeht unser langjährige Hausmeister Herr Gregor Baur seinen letzten aktiven Arbeitstag.

Bild1Am Freitag, nach dem Unterricht, wurde er vorerst im kleinen Kreis der Schulgemeinschaft von Frau Dr. Wethkamp, einer kleinen Lehrergruppe vor Ort und mir am EMA verabschiedet. In Zeiten von Corona musste das übrige Lehrerkollegium, die Schüler- und Elternvertreter per Videokonferenz zugeschaltet werden.

Vor dem festlich geschmückten Weihnachtsbaum wurde er in einer kurzen Ansprache begrüßt und dann, auf geheimen Wegen, zu dem Ort geleitet, an dem er vor 32 Jahren und einem Monat und um der Ewigkeit gerecht zu werden, vor 1.009.238.400 Sekunden, seinen Dienst für die Stadt Bonn und damit für das EMA begann.

Bild2Herr Baur war seit dem 15.03.1989 Hausmeister am Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium in Bonn und wurde von Schüler*innen, von Eltern und Kolleg*innen sehr geschätzt.

Das EMA war nicht nur sein Arbeitsplatz, sondern sein „zu Hause“ und wie ich schon in meiner kleinen Rede am Freitag erwähnte, eigentlich „seine Schule“, was sicher so mancher Schulleiter vor mir bestätigen kann.

Herr Baur hat am EMA nicht nur seinen Dienst verrichtet, sondern dieser Schule ein Gesicht gegeben. Er kennt jeden Winkel dieser Schule. Scheinbar nur er weiß, woher welche Leitung wohin führt und vieles, vieles mehr. Theater, Kunstausstellungen, Konzerte konnten in der Größenordnung nur mit Herrn Baur durchgeführt werden.

Jede Sekunde, jede Minute, jede Stunde und jeden Tag war Herr Baur bereit, was auch immer für das EMA zu tun: ob zu streichen, zu bauen, Strippen zu ziehen, Ruderboote zu fahren, den Aremberg zu sanieren, Material zu besorgen, Schülerinnen und Schüler von der Heizung zu jagen, für Ordnung bei Ankunft auf dem Schulgelände zu sorgen, …
Der Einsatz Herrn Baurs schien schier unermüdlich.

Daher möchten wir ihn auch nur ungern ziehen lassen. Doch selbst durch einen Kniefall der Schulleitung ließ sich Herr Baur nicht beirren, hier auf der Bühne, wo er 1989 in die Schule eingeführt wurde, wollte und sollte er auch seine letzten offiziellen Schritte am EMA tätigen.

Bild3In der Weihnachtszeit nicht wegzudenken war das Dezernat 06/12. Der Nikolaus alias Herr Stiewe hatte die „FC-Hymne“ lobend auf Herrn Baur umgedichtet.

Er ehrte ihn für 32 Jahre Huusmeisterei mit Worten wie: „Keiner hät weit un breit he esu viel Vergangenheit“, „met Hätz un met Siel, ja de Schull verdank ich viel“, „Ohne ding helfende Häng, gab et am EMA kei event“, „Mir danke dir – Gregor Baur“, „Un gehst de hück och dürch der Döör, en unseren Hätze blievst de he“, „Setze he a Denkmal dir, Gregor Baur.“

Unser sich derzeit im Sabbatjahr befindliche Kollege Herr Schüller rundete als langjähriger Weggefährte Herrn Baurs, v.a. was die musikalischen Veranstaltungen am EMA betrifft, die kleine Abschiedsrunde mit einer Hommage an die EMA-Aula, die seit vielen Jahren geschlossen ist und in sehr naher Zukunft niedergelegt werden wird, ab.

Am Ende heißt es Abschied nehmen von zwei EMA-Urgesteinen: Ade, liebe EMA- Aula und Auf wiedersehen, lieber Herr Baur.

Zusammenfassend bleibt von uns allen festzuhalten: Herr Baur war ein Glücksfall für unser EMA!

Er hinterlässt große Fußspuren, die sicherlich nicht leicht zu füllen sind.

Wir freuen uns für ihn, sind aber, ebenso wie Herr Baur, auch traurig, Abschied nehmen zu müssen.

Die Schulgemeinschaft wünscht Herrn Gregor Baur für seinen verdienten Ruhestand alles erdenklich Gute und hofft auf ein baldiges Wiedersehen spätestens im Sommer, wenn wir diesen Ruhestand in größerer Runde gebührend feiern möchten.

Simone Bröcker, Schulleiterin