2020 03 01 Taxonomie10 Schülerinnen und Schüler des EMA werden seit 2018 am Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig (ZFMK) im Rahmen der „Leibniz-Taxonomie-Werkstatt“ zu Artenkennerinnen und Artenkennern ausgebildet. Unter der gemeinsamen Anleitung von Fachexpertinnen und Fachexperten erlernen sie die Grundlagen des Artenbestimmens, denn Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt gelingen nur, wenn wir die verschiedenen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten sowie die Voraussetzungen, die sie zum Überleben brauchen, genau kennen.

Damit dies gelingen kann bestimmen sie wöchentlich Schmetterlinge, Spinnen, Käfer, Libellen, Fledermäuse, Pflanzen, Bäume, Flechten und Pilze.

Auch die Interessen der Schülerinnen und Schüler fließen in die Planung und Themenauswahl der Workshops, Ferienprogramme, Exkursionen und Forscherwochenenden ein. So wurden Bat-Detektoren gebaut und während einer Fledermausexkursion getestet, das biologische Zeichnen vertieft und Frühblüher bestimmt. Momentan wird den Haien und Rochen genauer auf den Zahn gefühlt.

Das Projekt „Taxonomie-Werkstatt: Natur erkennen, benennen und verstehen“ wurde am Dienstag, dem 11.Februar 2020, als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Hörsaal des Museums ausgezeichnet. Dr. Tumbrinck, Leiter der Unterabteilung Naturschutz des Bundesministeriums für Umwelt (BMU), überreichte die offizielle Urkunde, das Auszeichnungsschild und den „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die Naturvielfalt steht. Nach der Preisverleihung stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Taxonomie-Werkstatt den interessierten Besuchern ihre Arbeiten und Projekte vor.

 

Text u. Bild: A. Strempel

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