Am Freitag, den 7.2.2020, machte sich ein Reisebus mit dem Französischkurs der Q1 von Herrn Halm, sowie Frau Rüth als weitere Begleitpersonen, schon um 4:30 Uhr morgens auf den Weg nach Paris. Die siebenstündige Fahrt verlief reibungslos, und gegen 11:30 setzte der Bus uns vor der Jugendherberge MIJE, einem großen Jugendstil-Gebäude mit zauberhaftem Innenhof mitten im Zentrum von Paris, ab. Nachdem das Gepäck in der Jugendherberge deponiert wurde, ging es bei wolkenlosem Himmel und strahlendem Sonnenschein auch schon direkt los auf unsere Paris-Erkundungstour. Herr Halm hatte sich für uns ein straffes Sightseeing-Programm überlegt. Jede Sehenswürdigkeit, die wir uns anschauten, wurde von einer Schülerin oder einem Schüler des Kurses vorgestellt, natürlich auf Französisch. Unser erstes Ziel war die Pont Neuf an der Seine, von da aus ging es weiter zum Louvre, wo wir vor der berühmten Glaspyramide für unser erstes Gruppenfoto posierten.

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Danach hatten wir ein bisschen Freizeit, in der man sich etwas zum Mittagessen kaufen oder einfach durch den Jardin des Tuileries und über die Champs-Elysées spazieren konnte. Schließlich sammelten wir uns im Zentrum eines riesigen Kreisverkehrs unter dem Arc de Triomphe, von wo aus wir mit der Métro zur Opéra Garnier fuhren. Wir besichtigten das bekannte Pariser Kaufhaus Galeries Lafayette, von dessen Dach wir einen grandiosen Ausblick über ganz Paris hatten. Unsere Tour ging weiter über Les Halles zum Kunst- und Kulturzentrum Centre Pompidou, wo wir noch einmal etwas Freizeit, um Essen oder Souvenirs zu kaufen, hatten. Als es schon dunkel war, liefen wir wieder zurück zur Jugendherberge. Nach dem Abendessen durften wir noch in kleinen Gruppen in der Umgebung der Jugendherberge Paris erkunden, einige gingen an der Seine spazieren. Schließlich fielen wir alle sehr müde und voller neuer Eindrücke nach diesem langen Tag in die Betten.

Am Samstag setzten wir nach dem Frühstück schon um kurz nach acht unsere Paris-Erkundungstour fort. Wir gingen über die Île Saint-Louis und die Île de la cité zu Notre-Dame. Allerdings ist Notre-Dame seit dem Brand im letzten Jahr großräumig abgesperrt – wir wären auch gerne hinein gegangen. Die Restaurierungsarbeiten werden in einer Fotoausstellung am Zaun dokumentiert. Anschließend durften wir uns nach einer Sicherheitskontrolle die Sainte Chapelle anschauen, eine Kapelle voller bunt verzierter Fenster. Von dort aus gingen wir weiter durch das Studentenviertel Quartier Latin zur Kirche Saint-Germain-des-Prés. Unser nächstes Ziel war das Musée d’Orsay, ein alter Bahnhof, der jetzt ein riesiges Kunstmuseum ist. Da alle Europäer unter 26 Jahren freien Eintritt in allen Pariser Museen haben, verbrachten wir eine Stunde dort und saßen anschließend noch bei wunderbarer Atmosphäre mit Pariser Straßenmusik auf den Treppenstufen vor dem Museum. Wir gingen weiter an der Seine entlang bis zum Highlight – dem Eiffelturm. Dort entschied jeder selbst, ob er oder sie auch bis zur zweiten Plattform die Treppen hinaufsteigen oder lieber unten bleiben wollte. Wenn man bis dahin noch kein Souvenir gekauft hatte, konnte man spätestens jetzt einen kleinen Eiffelturm der zahlreichen afrikanischen Straßenhändler erwerben. Wir gingen weiter über eine Brücke nach Trocadéro, von wo aus wir nochmal einen guten Ausblick auf den Eiffelturm hatten. Leider fing es an zu regnen und der graue Himmel drückte auch ein wenig auf die allgemeine Stimmung. Aber in Herrn Halms gut durchdachtem Paris-Programm fehlte noch das Montmartre Viertel, und so fuhren wir mit der Métro dorthin und stiegen die Stufen zu Sacré-Coeur hinauf. Zunächst war der Himmel über Paris noch grau und verregnet, doch plötzlich zeigten sich ein paar Sonnenstrahlen. Ein wenig später erschien ein wunderschöner doppelter Regenbogen und wir genossen einen einzigartigen Ausblick auf ein von der Sonne erleuchtetes Paris.

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Nachdem alle diesen besonderen Moment ausgiebig für Fotos genutzt hatten, gingen wir weiter zum Place du Tertre mit den vielen Malern und hatten dort etwas Freizeit. Als es schon wieder dunkel war, liefen wir den Berg wieder hinunter ins Vergnügungsviertel Pigalle, wo wir auch die Moulin Rouge entdeckten. Von dort aus fuhren wir schließlich in einer ziemlich überfüllten Métro, in der man vor lauter Menschen gar nicht umfallen konnte, wieder zurück zur Jugendherberge. Nach ein wenig Wartezeit holte uns der Busfahrer gegen 21:30 Uhr wieder ab und fuhr uns ruhig nach Bonn zurück. Dort konnten die Eltern dann am Sonntag um 4:00 Uhr morgens ihre sehr müden, aber von ganz vielen wunderbaren Eindrücken erfüllten Kinder wieder abholen. Insgesamt war diese Parisfahrt kurz, aber knackig – in nur weniger als 48 Stunden mit mehr als 50 000 Schritten hat Herr Halm uns alle wichtigen Sehenswürdigkeiten von Paris gezeigt, was uns allen sicherlich noch lange in guter Erinnerung bleiben wird! Danke!

Johanna Wasmuth Q1

Fotos: Henning Halm

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