Radkontrolle 2018Viele Bonner Schülerinnen und Schüler fahren auch bei winterlichem Wetter mit dem Fahrrad. Da ist Sehen und Gesehen werden gerade an den dunklen Morgen besonders wichtig. Um darauf aufmerksam zu machen, kontrollierte die Bonner Polizei unter der Leitung von Polizeihauptkommissar Gräf mit 14 Kollegen am 13. November in den frühen Morgenstunden fast 200 Fahrräder. Auch Vertreter der SV, Eltern und Lehrer unterstützten diese Aktion. Denn ein unfallfreies Ankommen am EMA und zuhause ist ein Anliegen der gesamten Schulgemeinschaft. Von Schülern und Eltern mitgebrachte Süßigkeiten trugen dazu bei, vorbildliches Verhalten, wie z.B. das Tragen eines Fahrradhelmes, zu honorieren. Aber auch die Polizei hatte kleine Präsente dabei, wie Kugelschreiber, Fahrradklingeln, Schreibblöcke und reflektierende Klickbänder. Die freundlichen Polizeibeamten machten deutlich, dass das Ziel der Kontrolle nicht der Tadel war, sondern vielmehr die Förderung der Sicherheit der Schülerinnen und Schüler im Straßenverkehr durch positive Verstärkung. Es wurde auf folgende wichtige Punkte hingewiesen:

  • Tragt Fahrradhelme und am besten auch noch reflektierende Westen!
  • Schaltet das Licht auch schon bei Dämmerung ein!
  • Kontrolliert regelmäßig eure Bremsen und die Beleuchtung!
  • Auch die Vollständigkeit der Reflektoren - vorne weiß, hinten rot – und zwei je Pedal und zwei je Laufrad ist wichtig! (Alternativ: reflektierende Streifen auf den Reifenmänteln oder/ und reflektierende Speichenhülsen auf jeder Speiche)

Schon im September 2018 im Rahmen der Verkehrserziehung der sechsten Klassen führten Polizeihauptkommissar Küpper und Frau Düßdorf eine Stichprobenkontrolle der radfahrenden Schülerschaft vor Unterrichtsbeginn durch. Hierbei fiel auf, dass viele Schülerinnen und Schüler in der Dämmerung noch keine Fahrradbeleuchtung angeschaltet hatten. Die weit verbreitete Meinung, „Ich kann ohne Licht im Zwielicht sehen, also müssen die Autofahrer mich auch schon sehen können“, galt es zu revidieren, denn Autofahrer haben in ihrem Scheinwerferlicht einen anderen Blick auf die Umgebung. Die Nachhaltigkeit dieser Aufklärungsaktion wurde nun durch die große Kontrolle gestärkt.

Am Ende der großen Kontrolle war die Bonner Polizei sehr erfreut, dass eine „Helmquote“ von fast 70% erreicht wurde. Das ist ein außergewöhnlich gutes Ergebnis und damit auch der Spitzenwert bei den diesjährigen Kontrollaktionen an weiterführenden Bonner Schulen. Grundsätzlich ist diese Quote von Schülerinnen und Schülern der Erprobungsstufe dominiert: Die fünfte und sechste Jahrgangsstufe lag bei sensationellen 100%, die Stufen 7 und 8 verfehlten nur knapp dieses Traumergebnis. Auch wenn bei der Oberstufe lediglich 30% der Schülerschaft den Fahrradhelm trägt, so ist das jedoch im Vergleich zu den anderen Schulen schon ein Wert, der hoffen lässt, dass auch in diesen Altersstufen das Sicherheitsbewusstsein ansteigt. Überwiegend feststellbar war aber, dass es bei der Einstellung des Sitzes der Fahrradhelme noch Optimierungsbedarf gibt.

Auch bei vielen kontrollierten Rädern konnte ein Lob ausgesprochen werden, da diese komplett verkehrssicher waren. 76%, und damit auch Spitzenwert 2018, war die Quote der verkehrssicheren Fahrräder, die mit einer Plakette „geadelt“ wurden.

Einige Fahrräder wiesen geringfügige Mängel, wie fehlende Klingeln oder Reflektoren auf.
Die Notwendigkeit der Kontrolle wurde allerdings dadurch deutlich, dass an drei Fahrrädern erhebliche Mängel an den Bremsen vorzufinden waren. Hier musste aus vorsorglichen Gründen die Weiterfahrt untersagt werden. Für die kleineren Reparaturen waren freundlicher Weise unsere guten Hausmeister in der Pause zur Stelle. Freundschaftlich und mit handwerklichem Geschick wurde somit die sichere Heimfahrt ermöglicht.
Alle Eltern wurden mittels Elternbrief über das Ergebnis der Kontrolle informiert.

Zum Abschluss bedankte sich Schulleiter Lutz Hasbach bei allen Protagonisten und äußerte den Wunsch nach einer Wiederholung der Maßnahme im kommenden Jahr. Polizeipräsidentin Brohl-Sowa zeigte sich auf einen Brief unserer Schulpflegschaftsvorsitzenden Astrid Bodenschatz hin erfreut über die positive Resonanz der Arbeit des Fachkommissariats Verkehrsunfallprävention/Opferschutz unter der Leitung der beiden Polizeihauptkommissare Gräff und Küpper und zeigte sich zuversichtlich, dieser Bitte auch im nächsten Jahr nachkommen zu können.

Daniela Düßdorf

 

(Foto: J. Stiewe)

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