DLR Exkursion DUE 2018Am Donnerstag, den 03.05.2018, waren wir, die Klasse 9A, mit unserer Physiklehrerin Frau Düßdorf auf einer Exkursion ins DLR – das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt – in Köln.

Der Tag startete am Beueler Bahnhof, von wo aus wir mit Bus und Bahn zum DLR fuhren. Dort erhielten wir am Eingang unsere Besucherausweise, mit welchem wir das gesicherte Gelände betreten konnten. Daraufhin ging es über das große Gelände zum sogenannten DLR-School-Lab, das sich in einer Halle befand. In dieser war ehemalig eine Zentrifuge in Funktion, welche jedoch durch Neuere ersetzt wurde und so nun still liegt. Dort waren nun verschiedene Experimente und Stationen aufgebaut.

Nach einer Begrüßung durch Dr. Richard Breuker, den Leiter des School-Labs, und einer kurzen Sicherheitseinweisung stellte uns dieser das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt vor. Wie wir erfuhren, beschäftigt sich das DLR hauptsächlich mit den Themen Luftfahrt, Raumfahrt, Verkehr und Energie.

Dann hörten wir einen Vortrag über das Thema „Mensch und Weltraum“, in welchem unter anderem erklärt wurde, wie die Astronauten mit der Schwerelosigkeit klarkommen und wie sich aus auf der Erde so natürlichen Dingen wie zum Beispiel Körperhygiene oder Nahrungszunahme in der Schwerelosigkeit Probleme ergeben.
Nach dem gemeinsamen Teil wurden wir in Gruppen aufgeteilt, die jeweils an die Stationen gingen. Die Themen von diesen waren Galvanik, Schwerelosigkeit, Infrarot, Lärmunterdrückung und Muskelphysiologie. Die Stationen wurden von Studenten präsentiert.

Besonders die Station zum Thema Schwerelosigkeit hat allen sehr gut gefallen, was besonders an der Versuchsanzahl lag. So wurde uns unter anderem gezeigt, wie sich Wasser und Sauerstoff (Flüssigkeiten und Gase) zusammen in einem abgeschlossenen Behälter in der Schwerelosigkeit verhalten. Um dies zu simulieren, wurde ein sogenannter Fallturm genutzt, welcher eigens für das School-Lab gebaut wurde.

Auch die Infrarotstation war sehr beliebt. Während am Anfang noch viel Theorie besprochen wurde, liefen wir später mit zwei Wärmelichtkameras durch die große Halle und haben diese auf alles Mögliche draufgehalten, um so die jeweilige Wärme zu ermitteln.

Zwischendurch besuchten wir auch das Kontrollzentrum, in dem unter anderem die ISS und Experimente im Europäischen Modul Columbus überwacht werden. Jedoch wurden uns vorher noch ein paar Missionen aus naher Vergangenheit und Zukunft vorgestellt. Im Kontrollraum war aber leider nicht viel los, da dort hauptsächlich nachts gearbeitet wird.

Nach diesem kleinen „Zwischenausflug“ ging es dann wieder zurück zu den Stationen. Am Ende unseres Aufenthaltes hatte jede Gruppe drei von ihnen besucht.

In der Abschlussrunde zeigte sich, dass allen der Tag sehr gut gefallen hat. Besonders wurde die Vielfallt und Abwechslung der Stationen gelobt. Ein Besuch, der klar weiter zu empfehlen ist!

Moritz Nolden, Julius Schlüter u.a.

 

Station: Muskelphysiologie

DLR Exkursion DUE 2018 MuskelnBei der Station zur Muskelphysiologie wurde uns erst einmal der Aufbau eines Muskels erklärt. Dieser besteht aus vielen Muskelfaserbündeln, die wiederum viele Muskelfasern enthalten, die wiederum aus ganz vielen winzig kleinen Myosin- und Actin-Kettchen bestehen. Diese greifen so ineinander, dass der Muskel sich auf Befehl zusammenzieht. Um den Muskel wieder zu entspannen, wird nun Energie benötigt, die Actin und Myosin wieder voneinander trennt.

Ganz interessant, aber warum ist das wichtig für einen Astronauten?

Wie wahrscheinlich alle wissen, sind Astronauten auf der International Space Station (ISS) der Schwerelosigkeit ausgesetzt. In diesem Zustand benötigen sie die Muskeln nicht mehr, um ihr eigenes Körpergewicht zu transportieren, wie wir auf der Erde. Dadurch werden die Muskeln weniger belastet und bauen sich ab. Bei den ersten langen Weltraumausflügen hat man dies nicht beachtet und die Astronauten mussten erst wieder gehen lernen.

Damit das nicht passiert, wird auf der Erde ein Sportprogramm für jeden einzelnen Astronauten erstellt. Dabei wird mit Messgeräten, die Puls und Sauerstoffsättigung im Blut überprüfen, herausgefunden, welche Übungen am wirksamsten sind. Auch wir durften das mal ausprobieren. Für Simon zum Beispiel war das Auf-Die-Zehenspitzen-Stellen sehr sinnvoll und für mich das Hantelstemmen.

Auf der ISS sind mittlerweile viele Sportgeräte installiert worden. Einige davon sind ein Laufband, oder eine Maschine, in der man mit den Armen Gummibänder dehnen muss. Das ist quasi ein Ersatz für Hanteln, denn in der Schwerelosigkeit könnte sogar ich eine 50-Kilo Hantel stemmen.

Julius N.

 

An der Station „Lärmkontrolle“ haben wir gelernt, wie man Lärm mit Lärm bekämpft.

DLR Exkursion DUE 2018 LaermkontrolleUm erst einmal herauszufinden, was Lärm genau ist, haben wir uns ein Modell angeschaut, das Schallwellen simuliert. Wenn man es leicht anstupst, bewegt es sich wie eine Welle.

Als nächstes sind wir dazu übergegangen, selbst Lärm zu machen. Dafür standen uns eine Stimmgabel, eine Blockflöte, ein Glockenspiel, eine Rassel, eine Vuvuzela und unsere eigenen Stimmen zur Verfügung. All diese „Instrumente“ haben wir getestet und dabei die Tonfrequenz gemessen. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass die Stimmgabel die niedrigste Frequenz hat und die Vuvuzela die höchste.

Aber der eigentliche Sinn der Station war es ja, Lärm zu reduzieren, und nicht welchen herzustellen. Also hat unser Stationsleiter erklärt, wie das funktionieren soll.

Bei Schallwellen gibt es genau wie im Meer sogenannte „Wellenberge“ und „Wellentäler“. Man kann zwei Schallwellen der gleichen Frequenz so überlagern, dass die „Wellenberge“ der einen Welle und die „Wellentäler“ der anderen Welle treffen. Somit löschen die Schallwellen sich gegenseitig aus.

Diese Technik kann man auch in Kopfhörer einbauen, sodass man keine Außengeräusche mehr wahrnimmt. Das gilt allerdings nur bei gleichmäßigen Geräuschen, wenn jemand redet, hört man ihn ganz normal. So tragen Piloten oder eben Astronauten der ISS diese Kopfhörer häufig, um penetrantem Maschinenlärm zu entgehen.

Florian

 

An der Station "Infrarotstrahlung" empfing uns der Projektleiter Andreas Hänselmann mit der Frage: " Infrarotstrahlung, was ist das und was wisst ihr darüber? " Wir alle konnten uns natürlich etwas darunter vorstellen, aber unser Wissen beschränkte sich doch (noch) darauf, dass man diese Strahlung mit dem bloßen Auge nicht sehen kann, dass sie auch in unserem Alltag verwendet wird und dass sie eine Verbindung zur Wärme hat .

DLR Exkursion DUE 2018 WaermekameraAlso erklärte Herr Hänselmann uns als Erstes, dass die Infrarotstrahlung um 1800 vom Deutsch-Britischen Astronomen, Techniker und Musiker Friedrich Wilhelm Herschel entdeckt wurde. Er ließ das Sonnenlicht durch ein Prisma fallen und hielt ein Thermometer in die dadurch entstehenden verschiedenen Farbbereiche. Bei seinem Experiment bemerkte er, dass jenseits des roten Farbbereiches, also dort wo er keine Farbe mehr sehen konnte, die Temperatur am höchsten war. Also kam er zu der zutreffenden Ansicht, dass sich das Sonnenspektrum jenseits des roten Spektrums fortsetzt.

Danach durften wir selbst Geräte ausprobieren, die diese Wärmestrahlung sichtbar machen. Also Wärmekameras. So konnten wir auf interessante Weise erfahren, was Ursprung und Eigenschaften des infraroten Lichts sind. Also konnten wir uns damit Fragen beantworten. Wir fanden Antworten darauf, ob Infrarotstrahlung reflektiert wird, welche Stoffe die Wärmestrahlung durchlassen und welche Stoffe sie hemmen und welche Probleme mit der Strahlung gelöst werden können. Es war ein sehr informatives Projekt, bei dem wir alle gleichzeitig Spaß hatten und viel Neues gelernt haben.

Faisal Azami, Mathilda Fink

 

 

DLR Exkursion DUE 2018 im All

 

(Fotos: D. Düßdorf)


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