Über ein neues interaktives Groß-Display freut sich das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium (EMA). Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe (BWINF) konnten den u.a. dafür nötigen Betrag von 5.000 Euro im Rahmen des von Google.org geförderten Projekts „CS First und JwInf“ zur Verfügung stellen. Bundesweit wurden 21 Schulen mit insgesamt 60.000 Euro unterstützt, das EMA ist als einzige Bonner Schule dabei.

„Wir konnten von dem Geld ein modernes digitales Display, zwei Dokumentenkameras zur Präsentation von Schülerlösungen und zwei Empfänger zur kabellosen Bildübertragung kaufen“ berichtet EMA-Informatiklehrer Benjamin Reichelt. Die neue Technik schaffe beste Voraussetzungen u.a. für Programmierkurse mit dem Kursmaterial CS First (Computer Science First). „Das Material passt sehr gut in unseren schulinternen Lehrplan, da die Schülerinnen und Schüler im MINT-Unterricht der 7. Klasse ohnehin mit der Programmierumgebung Scratch arbeiten, die auch in den Kursen zum Einsatz kommt.“

„CS First wurde von Bildungsexperten bei Google entwickelt, um den Einstieg ins Programmieren für die Lehrkräfte unkompliziert und für die Schülerinnen und Schüler attraktiv zu gestalten“, erklärt Dr. Wolfgang Pohl, Leiter der in Bonn ansässigen BWINF-Geschäftsstelle. „Nicht zuletzt lernen die jungen Leute dabei alles, was sie zur Teilnahme an unserem neuesten Wettbewerb brauchen.“ Die Förderung durch Google.org, den gemeinnützigen Arm des Internetriesen, gebe BWINF die Möglichkeit, das Engagement von Lehrern und Schulen beim Thema Programmiereinstieg zu unterstützen.

Dass das EMA mit seinem Konzept überzeugen konnte, kommt für Pohl nicht überraschend. Das Bonner Gymnasium mit Schwerpunkten in MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) und Musik nimmt seit vielen Jahren erfolgreich an den BWINF-Wettbewerben Informatik-Biber und Bundeswettbewerb Informatik teil, und seit 2017 auch am neuen Jugendwettbewerb Informatik (JwInf), der sich besonders an Programmieranfänger wendet.

Die Attraktivität von CS First für die Schülerinnen und Schüler kann Benjamin Reichelt bestätigen: „Insbesondere der Kurs mit dem Thema ‚Game Design‘ hat alle besonders motiviert, die gestellten Aufgaben zu lösen und sich auch darüber hinaus mit den selbst erstellten Programmen zu beschäftigen. Insgesamt absolvierten alle Schülerinnen und Schüler die acht Kurs-Kapitel erfolgreich“, erzählt Reichelt stolz.

Im nächsten Jahr nimmt das EMA am Modellprojekt Informatik in der Erprobungsstufe teil. Im Rahmen dieses Projektes wird in einer Klasse eine Stunde Informatikunterricht in den Jahrgängen 5 und 6 erteilt. Ziel des Projektes ist es, dass sich bereits Kinder der 5. und 6. Klasse im Umgang mit Informatiksystemen und deren Programmierung beschäftigen. Auch dabei soll CS First zum Einsatz kommen – und natürlich das neue Display.

Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe mit Sitz in Bonn haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Interesse an Informatik und am Programmieren zu wecken und Talente zu entdecken und zu fördern. Jährlich nehmen mehr als 350.000 Schülerinnen und Schüler an den BWINF-Wettbewerben teil. Träger von BWINF sind die Gesellschaft für Informatik mit Sitz in Bonn, der Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie, dem auch die Fraunhofer-Institute in Wachtberg und Schloss Birlinghoven angehören, und das Max-Planck-Institut für Informatik. BWINF wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Benny Reichelt

 

 

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Über eine großzügige Finanzspritze, die zugleich eine Auszeichnung für das nimmermüde Engagement unserer Fachschaft Informatik am EMA ist, freuen sich (v.l. Schulleiter Lutz Hasbach, BWINF-Geschäftsleiter in Bonn, Dr. Wolfgang Pohl und Benny Reichelt, Informatiklehrer am EMA.

 

(Foto: T. Bell)


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