Verkehrserziehung 2018 Achtung aufgepasstWie in jedem Herbst besuchte Polizeihauptkommissar Peter Küpper von der Bonner Polizei unsere 6. Klassen, diesmal sogar an vier aufeinander folgenden Tagen, um die Sinne dafür zu schärfen, wie wichtig eine gute Vorbereitung auf den Schulweg und Konzentration währenddessen für ein unfallfreies Ankommen am EMA und zuhause sind. Vor allem für diejenigen, die mit dem Fahrrad zur Schule gelangen, beginnt die Vorbereitung damit, dass man sich hinreichend Zeit für den Weg im Verkehr mitnimmt. Auf den Kopf gehört in jedem Falle der Fahrradhelm, in den Kopf hingegen das Bewusstsein für das Zusammenspiel von Geschwindigkeit, Schrecksekunde und Bremsweg, für die toten Winkel im Verkehr, und vor allem dafür, was einem unvorsichtigen Radfahrer oder Fußgänger widerfahren kann, wenn es erst einmal geknallt hat. Aber auch die andere Seite der Verkehrsteilnahme kam nicht zu kurz: Dass auch richtig Anschnallen als Mitfahrer im PKW nicht von allein kommt und der Blick nach hinten vor dem Öffnen der Tür schlimme Unfälle mit Radfahrern verhindern kann – dafür sorgten die praktischen Demonstrationen am Sportgelände mit dem mitgebrachten Polizeifahrzeug.

Wie schon im letzten Jahr, machte die Verkehrspädagogik des Polizeibeamten, den viele Kinder schon jahrelang aus Kindergarten- und Grundschulzeit kennen, mit seiner tollen Mischung aus klarer, humorvoller und eindringlicher Ansprache großen Eindruck, wie die folgende Auswahl an Schülerinnen- und Schülerfeedbacks zeigt:

Als ich bei der Unfallsimulation noch auf dem Rad saß, war´s noch lustig. Als ich dann ein paar Sekunden später auf der Motorhaube lag, aber nicht mehr. (Till, 6a)

Ich fand den Unterricht sehr spannend und interessant. (Franziska, 6a)

Mit ist nochmal klar geworden, dass länger warten im Verkehr in jedem Fall besser ist. So einen Unfall, wie den, den wir nachgespielt haben, möchte man nicht erleiden. (Luise, 6a)

Mir war nicht klar, dass in Deutschland so viele Unfälle am Tag passieren. Auch, dass es mir so schwer fiel, die Geschwindigkeiten ihres Autos einzuschätzen, hätte ich nicht gedacht. (Emilia, 6a)

Die Zebrastreifen-Regel: „Anhalten, Absteigen, Gucken, Rüberschieben“! (Sina, 6a)

Jetzt weiß ich, dass Autofahrer nicht sofort bremsen, sondern erst immer eine Schrecksekunde haben, bevor sie bremsen. (Melina, 6c)

Und die Formel zur Berechnung des Bremsweges mit der Schrecksekunde kenne ich jetzt auch: gefahrene Geschwindigkeit x 3 : 10. Funktioniert aber nur, wenn man die Geschwindigkeit auch gut einschätzen kann, was aber gar nicht so einfach ist. Besser ist: Warten, bis das Auto vorbei ist und auf Nummer Sicher gehen. (Hendrik, 6c)

Wir werden in Zukunft sicher viel sicherer durch den Verkehr gehen. Vielen Dank dafür! (Johannes, 6c)

Jetzt weiß ich, wie lebensrettend ein guter Helm und ein verkehrssicheres Fahrrad sein können. (Johanna, 6c)

Bei mir zuhause in der Straße Am Botanischen Garten müsste mal geblitzt werden. Da ist 30er-Zone, und die meisten Autos fahren mit 50 durch. (Fiete, 6c)

Das mit dem toten Winkel kannte ich eigentlich schon, hatte es aber wieder vergessen, wie so einiges andere, was Herr Küpper uns gesagt hat, auch. Ich habe gemerkt, dass Wiederholung gut ist. (Anton, 6c)

In der Hoffnung, dass unsere Sechstklässlerinnen und Sechstklässler nun also als Multiplikatoren dessen, was sie in der Verkehrserziehung gelernt haben, zuhause und anderswo wirken und allzeit sicher und heil durch den Verkehr gelangen, heißt es: Danke, Herr Küpper und bis zum nächsten Jahr!

Jochen Stiewe, Daniela Düßdorf

 

 

Verkehrserziehung 2018 Vorsicht beim Aussteigen

 

Gefahrenzone "Parken am Radweg": Richtiges Aussteigen aus dem Auto will geübt sein. Erst schauen, dann Tür öffnen! Ist tatsächlich gar nicht so einfach...

 

Verkehrserziehung 2018 Schafft er es noch

 

Da denkt man, man schafft das Auto noch, und dann das: Vollbremsung! Nochmal Glück gehabt...?

 

Verkehrserziehung 2018 Schrecksekunde

 

Leider nein, denn: Vor der Bremsung kommt die Schrecksekunde. Und in der fährt das Auto weiter...

 

Verkehrserziehung 2018 Fahrrad fliegt

 

Hat es erst einmal gekracht, sieht es gar nicht gut aus - Herr Küpper zeigt´s im Flugsimulator.

 

Verkehrserziehung 2018 Kind fliegt auch

 

Die praktischen Demonstrationen von real erlebten Unfallhergängen, draußen am Sportplatz, waren für viele Kinder sicher der eindrucksvollste Teil.

 

Verkehrserziehung 2018 Nicht geschafft

 

Natürlich war (hier) alles nur gespielt.

 

Verkehrserziehung 2018 Fahrradkontrolle

 

Vor dem Verkehrsunterricht in den Klassen stand die unangekündigte Fahrradsicherheitskontrolle am frühen Morgen. Hier herrscht schon mal Zufriedenheit beim Gesetzeshüter, denn: Schulleiter Lutz Hasbach (li) kommt nicht nur mit einem sicheren Rad, sondern auch mit Helm. Vorbildlich!

 

Verkehrserziehung 2018 Unterricht draussen

 

(Fotos: D. Düßdorf, J. Stiewe)

 

 

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