Stufe EF

  • Istanbul 2018 Gruppenbild3Fünf Mädchen und fünf Jungen der EF hatten Anfang November die Gelegenheit zu einer besonderen Reise: Sie nahmen an einem Austauschprojekt des Auswärtigen Amtes zum Thema "Erster Weltkrieg" teil und reisten dafür nach Istanbul. Begleitet wurden sie von ihren Geschichtslehrern, Ruth Overländer und Stefan Knopke. Neben dem EMA waren zwei weitere deutsche und drei türkische Schulen beteiligt. Die EMA-Schüler arbeiteten mit Schülern der Deutschen Schule „Alman Lisesi“ Istanbul zusammen, erarbeiteten im Laufe der Woche Vorträge und präsentierten diese am 11. November im deutschen Generalkonsulat Istanbul. Untergebracht waren die Schülerinnen und Schüler bei den Familien ihrer Projektpartner. Für alle Beteiligten war dies eine besondere Erfahrung und sie hoffen, dass auf dieser Grundlage weitere Besuche folgen werden, wie der folgende Bericht von Lena Lublinski eindrucksvoll verdeutlicht.

    Ruth Overländer

     

    Wir wollen in Kontakt bleiben - Erfahrungen aus dem deutsch-türkischen Schulaustausch

    Istanbul 2018 GebäudeDie deutsch-türkische Projektarbeit in Istanbul zum ersten Weltkrieg war mit Abstand die beeindruckendste und interessanteste Reise, die ich je gemacht habe.
    Die Auseinandersetzung mit dem Ersten Weltkrieg war hoch interessant und lehrreich. Dieses Thema wird im gewöhnlichen Schulunterricht nur kurz und allgemein behandelt. In Istanbul habe ich durch meine eigene Recherche zum Thema „Das Leben und der Alltag eines einfachen Soldaten“ und das Feedback der Experten am Präsentationstag, einiges dazugelernt. Ebenso durch die Vorträge der anderen Gruppen.

    Unser Auftritt im Generalkonsulat vor 100 Zuhörern war für uns alle eine gute Gelegenheit, das Vortragen vor einem großen Publikum zu üben.
    Noch wichtiger aber war für mich die Verständigung zwischen uns deutschen Schülerinnen und Schülern und unseren türkischen Gastgebern.
    Mit meiner Gastschülerin habe ich mich von Anfang an sehr gut verstanden. Sie sprach so gut Deutsch, dass wir uns ohne Probleme verständigen konnten. Während meines Aufenthaltes hat sie sich sehr viel Mühe gegeben, mir die türkische Kultur zu vermitteln. Sie hat mir sogar ein paar einfache Wörter und Sätze auf Türkisch beigebracht.

    Für unsere Besichtigungen in Istanbul hat sie sich die Mühe gemacht, Informationen zu den Sehenswürdigkeiten auswendig zu lernen, um uns diese erklären zu können.
    Ein ganz besonderes Erlebnis war es für mich, abends mit ihr in der Küche zu sitzen und uns bei türkisch Kaffee oder Tee zu unterhalten – und nach alter türkischer Tradition den Kaffeesatz zu lesen.

    Die Eltern meiner Austauschpartnerin waren zunächst etwas zurückhaltend, doch je mehr wir uns kennen lernten und ich ihnen von mir erzählte (auf Englisch), desto herzlicher und offener wurden sie. Am Ende schenkte mir die Mutter sogar einen kleinen Glücksbringer aus ihrem Heimatdorf.

    Auch die anderen türkischen Schülerinnen und Schüler waren alle sehr nett und gastfreundlich. Die gemeinsame Arbeit an der Präsentation schweißte uns als Gruppe zusammen, sodass wir auch die Nachmittage alle gemeinsam verbrachten, um die Stadt zu besichtigten, Nachtische zu essen usw.
    Es ist nicht oft der Fall, dass sich eine Gruppe Jugendlicher aus zwei verschiedenen Ländern so gut verstehen, wie wir es taten und tun.Istanbul 2018 Gruppenarbeit

    Spätestens als wir uns nach fünf viel zu kurzen aber intensiven Tagen von einander verabschieden mussten, war uns allen klar, dass wir noch in Kontakt bleiben wollten.
    Ich wünsche mir nun, fühle mich sogar in gewisser Weise verpflichtet, meiner Austauschschülerin und den anderen türkischen Schülerinnen und Schülern meine Heimat zu zeigen und hoffe, dass ein Rückbesuch stattfinden kann.

    Ein solches Projekt sollte auf jeden Fall wiederholt werden. Es hat die deutsch-türkische Freundschaft zumindest im kleinen Rahmen verstärkt. Ich habe jetzt eine Vorstellung von Land und Leuten, kann es einordnen, und werde Türken anders begegnen als zuvor. Eine Freundin, die ebenfalls an dem Austausch teilgenommen hat, sagte mir nach unserer Rückkehr: „Wir sind irgendwie nicht mehr die Gleichen, wie vor der Reise.“ Eine andere Freundin, die zugehört hatte, schaute uns komisch an und lachte. Doch ich wusste genau, was gemeint war.

     

    Ich möchte mich noch einmal herzlich bei allen bedanken, die mir diese tolle Reise ermöglicht haben!

     

    Lena Lublinski (EF)

     

     

    Istanbul 2018 Gruppenbild2

     

     

    Istanbul 2018 Gruppenbild4

     

    (Fotos: R. Overländer)

  • Skifahrt EF 2018 Schueler Lehrer2Wie jedes Jahr ging die diesjährige Ski- und Snowboardfahrt nach Aschau im Zillertal (Österreich). Am 19.01 verließen wir mit 2 vollbesetzten EMA-Bussen und einem, nur zum Teil von uns gefüllten Bus, gegen 22:00 Bonn gen Österreich. Die scheinbar endlose Fahrt endete dann mit unserer Ankunft gegen 7 Uhr, als alle völlig übermüdet, von langen Unterhaltungen im Bus, im Gasthaus zum Löwen eintrafen. Nach einer Wartezeit auf Frühstück und Zimmer (wie deren Verteilung), wanderten wir nachmittags in den Nachbarort Zell, nachdem sich alle das benötigte Material (Ski/Snowboard, Schuhe) ausgeliehen hatten. Nach dem Abendessen fielen dann alle in ihre Betten.

    Der erste Tag war, vor allem für die Anfänger sehr aufregend, da viele zum ersten Mal im Schnee waren. Nachdem sich alle morgens nach dem Frühstück pünktlich um 8:15 am Skicontainer in ihren Gruppen gefunden hatten, ging es mit dem Ski-Bus auch schon los. Nach aufregenden ersten Stunden für alle, da auch die Fortgeschrittenen sich erst mal wieder einfahren mussten, trafen sich alle zur gemeinsamen Pause gegen 11:30 auf der Hütte. Nach der Pause fuhr man in seiner Gruppe bis ca. 15:30 weiter.

    Die weiteren Skitage hatten meist denselben Ablauf. Die Abende verbrachten wir beim Abendessen und danach im Aufenthaltsraum oder auf den Zimmern. Am Dienstag stand dann unser Bergfest an. Wir hatten die kleine Disco des Hotels gemietet und genossen einen netten Abend mit Musik und Tanz. Am Donnerstagabend feierten wir dann noch „etwas weiter“. Jede Gruppe, welche jeden Abend allerdings auch zum Teil neu gemischt wurden oder andere Lehrer bekamen, hatte den Auftrag, der Stufe und den Lehrern etwas kleines vorzustellen. Von lustigen Bremsvideos über „Lehrer an Merkmalen erraten“ bis zum Karnevalslieder-Singen mit Lehrern, hatten alle einen heiteren und gemeinschaftlichen Abend.

    Trotz einiger Verletzungen war es eine tolle Zeit, die die Stufe zusammenwachsen lassen hat. Schön war auch zu sehen, dass am Ende der Woche jeder Schüler, egal ob auf dem Ski oder auf dem Snowboard, eine Piste sicher herunterfahren konnte; aber auch die Fortgeschrittenen haben noch etwas dazugelernt.
    Insgesamt war es eine sehr schöne Zeit, die alle genossen haben und so schnell sicher nicht vergessen werden.

    Emilia Kempe, Kaspar Martini, Marian Zeidler

     

     

    Skifahrt EF 2018 Schueler Lehrer3

     

    Skifahrt EF 2018 Lehrer

     

    Skifahrt EF 2018 Schueler1

     

    Skifahrt EF 2018 Schueler Lehrer1

     

    (Fotos: S. Knopke)

  • DLR DUE WER 2016 RaketeAm 06.und 12.09.16 besuchten die beiden EF-Physikkurse von Udo Wernick und Daniela Düßdorf das School Lab im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln.


    Luftfahrt, Raumfahrt, Verkehr, Energie und Sicherheit sind die Forschungsfelder, die im DLR Köln in neun Forschungseinrichtungen bearbeitet werden. Auf dem 55 Hektar großen Gelände ist neben den Forschungs- und Zentraleinrichtungen des DLR auch das Astronautenzentrum EAC der Europäischen Weltraumbehörde ESA angesiedelt.

    In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich der modernste Windkanal Europas, der Europäische Transschall Windkanal (ETW) sowie der Flughafen Köln/Bonn. Auf dem Gelände herrscht Sicherheitsstufe 1 und so darf man es nur unter Vorlage seines Personalausweises und mit ausgestelltem Besucherausweis betreten. Fotografieren ist auf dem gesamten Gelände strengstens verboten, schon allein weil man von dort aus einen Blick auf die Kanzlermaschine auf dem benachbarten Bundeswehrflugplatz werfen kann.


    Das School Lab bietet Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, die faszinierende Welt der Forschung selbst zu entdecken. Im Stationsrundgang konnten die Schüler in gut betreuten Kleingruppen spannende Experimente zu den Themen Gravitationsbiologie, Schwerelosigkeit, Lärmkontrolle, Infrarotstrahlung und Brennstoffzellen selbst durchführen und zum Beispiel lernen, dass man Lärm mit Gegenlärm bekämpfen kann, wie sich eine Kerzenflamme in der der Schwerelosigkeit verhält, was Astronauten essen und woher Einzeller wissen, wo oben und unten ist (um nur einige Erkenntnisse zu nennen).


    Zu den einzelnen Stationen:


    Fossile Energien:

    Wenn es darum geht, Wasserstoff in elektrische Energie umzuwandeln, leisten Brennstoffzellen saubere Arbeit. Das macht sie zu einer wertvollen Technologie mit Zukunft. Mit aufwendigen, beeindruckenden Aufbauten, medial hervorragend unterstützt konnte die Funktionsweise einer Brennstoffzelle nachvollzogen werden.

    Infrarot:

    Die Schüler hatten die Möglichkeit die Welt durch eine Wärmebildkamera zu entdecken und erstaunliches festzustellen: Infrarotstrahlung geht durch Aluminium durch, aber nicht durch Glas oder Wasser. Das heißt gut sichtbares in der Realität wird durch die Infrarotkamera unsichtbar und andersherum. Gesuchte Verbrecher sind also gut beraten abzutauchen, wenn eine Wärmebildkamera zum Einsatz kommt.


    Schwerelosigkeit:

    Die Nachwuchsforscher finden mit Minifallturm und Zeitlupentechnik heraus, wie 0,6 Sekunden Schwerelosigkeit die Welt auf den Kopf stellen können. Die Schwerkraft beeinflusst viele physikalische, chemische und biologische Objekte und Prozesse und oftmals führen erst Experimente in Schwerelosigkeit zu einem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn.

    Lärmkontrolle:

    Lärm mit Lärm bekämpfen? Schwer vorstellbar! Aber das Prinzip ist einfach: Überlagert man zwei Schallwellen mit gleicher Tonfrequenz und gleicher Lautstärke so, dass die "Wellenberge" der einen Welle immer genau auf die "Wellentäler" der anderen Welle treffen, löschen sich die Schallwellen gegenseitig aus. Es wurde trompetet und richtig Lärm gemacht um dann mit entsprechenden Gegentönen den Schall faszinierender Weise komplett auszulöschen. Ein Heidenspaß!


    Gravitationsbiologie:

    Warum bilden sich die Knochen der Astronauten schon nach kurzem Aufenthalt in der Schwerelosigkeit dramatisch zurück? Weil unsere Zellen auf die Schwerelosigkeit reagieren. Aber wie „spüren“ Einzeller ob Gravitation vorliegt oder nicht?
    Am Beispiel der Pantoffeltierchen stellten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Hypothesen auf und testen sie mit Versuchen zum Schwimmverhalten der Pantoffeltierchen. Wohin und wie schnell die Einzeller schwimmen, zeichnen wir mit einer Videokamera auf und benutzen ein Computerprogramm zur Auswertung.

     

    Daniela Düßdorf

     

     DLR DUE WER 2016 Labor

     

    an den verschiedenen Stationen des School Lab

     

    DLR DUE WER 2016 Geraet

     

    Kleines ganz groß - Mikroskopie der Pantoffeltierchen

     

    DLR DUE WER 2016 Licht geht auf

     

    Funktion einer Brennstoffzelle

     

    DLR DUE WER 2016 NochNInstrument

     

    Auch komplizierte Schaltungen wurden von uns gemeistert.

     

    DLR DUE WER 2016 Vuvuzela im All

     

    ordentlich ins Horn blasen, um Lärm mit Gegenlärm zu bekämpfen

     

     

    DLR DUE WER 2016 Staunen

     

    beim Einführungsvortrag

     

    DLR DUE WER 2016 Sicher gelandet

     

    sicher gelandet - EMA-Physik-Kurs vor der Original Sojus-Kapsel, in der Alexander Gerst von der ISS auf die Erde zurückgekehrt ist

     

    (Fotos: D. Düßdorf, U. Wernick)

  • Lasker Buchcover downsized„Ihr sollt die Wahrheit erben“ - so heißt die Biographie der mittlerweile über 90-jährigen Anita Lasker-Wallfisch, einer deutsch-britischen Cellistin jüdischer Herkunft und einer der letzten Überlebenden des Mädchenorchesters des Konzentrationslagers Auschwitz. Damit die Wahrheit über die Gräueltaten des NS-Regimes nicht in Vergessenheit gerät, besuchte Frau Lasker-Wallfisch auf Einladung der Fachschaft Sozialwissenschaften in Kooperation mit der Bonner Buchhandlung Böttger am 27.01.2016 das EMA. An diesem Tag, gleichzeitig auch Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus‘, erzählte sie den Schülern der Oberstufe von ihrer Lebensgeschichte und ihren Erlebnissen in der NS-Diktatur.

    Frau Lasker-Wallfisch berichtete von der Deportation ihrer Eltern 1942, als sie gerade einmal 16 Jahre alt war, von der Zeit, in der sie mit ihrer Schwester Renate in einer Papierfabrik arbeiten musste, von ihrer Inhaftierung nach einem Fluchtversuch mit gefälschten Dokumenten sowie ihrer anschließenden Deportation in das Konzentrationslager Auschwitz.

    Dass sie das NS-Regime überhaupt überlebte, verdankt Frau Lasker-Wallfisch der Tatsache, dass sie Cello spielen konnte. Bei ihrer Ankunft in Auschwitz erwähnte sie dies mehr oder weniger beiläufig, woraufhin die Lagerinsassin, die ihr den Kopf schor und ihr die Häftlingsnummer eintätowierte, voller Begeisterung sagte: „Das ist ja wundervoll! Du wirst gerettet werden!“ Fortan spielte sie Cello im Häftlingsorchester und genoss dadurch einige Privilegien. Auch ihrer Schwester Renate blieb so der Tod erspart.

    Im November 1944 wurden beide Schwestern nach Bergen-Belsen gebracht, wo die Zustände noch schlechter waren als in Auschwitz. Doch auch diese Zeit überlebten die Schwestern und wurden am 15. April 1945 durch britische Truppen befreit. Frau Lasker-Wallfisch wanderte nach England aus und wurde dort erfolgreiche Cellistin im English Chamber Orchestra, das sie mitbegründete.

    Eigentlich nahm sie sich vor, nie wieder einen Fuß auf deutschen Boden zu setzen, bis sie eines Tages erkannte, dass sie einen immensen Beitrag leisten könne, um solche Schrecken in der Zukunft zu verhindern. So traf sie die Entscheidung, Vortragsreisen zu unternehmen und Schulen zu besuchen, um über die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten und ihr Leben zu erzählen - aus meiner Sicht eine Entscheidung, die für alle Oberstufenschüler des EMA eine unglaubliche Chance war, mit einer Zeitzeugin zu sprechen und aus erster Hand über diesen Abschnitt der Geschichte zu lernen.

    Im zweiten Teil der Veranstaltung konnten Schüler der Zeitzeugin Fragen stellen. Neben weiteren Fragen zu ihrem Leben und der Art und Weise, wie sie mit dem Leid, das sie erfahren hat, umgegangen ist, wurde auch eine Brücke zur aktuellen politischen Lage geschlagen. „Niemand ist mit einem Etikett wie Übermensch oder Untermensch auf die Welt gekommen. Die Etiketten haben wir erfunden.“

    Während der gesamten Veranstaltung gelang es Frau Lasker-Wallfisch eine deutlich spürbare Spannung in der Aula zu erzeugen. Gebannt folgte das Publikum ihren Erzählungen. Abgesehen von der ruhigen, aber dennoch fesselnden Stimme der Zeitzeugin und einem gelegentlichen Husten war es in der Aula vollkommen still. Frau Lasker-Wallfisch beeindruckte nicht nur durch ihre Lebensgeschichte, sondern auch durch ihre starke Persönlichkeit, ihr Selbstbewusstsein und die Aura, die sie ausstrahlte.

    Wie relevant die Kenntnis des düsteren Teils der deutschen Geschichte auch für die Gegenwart ist, betonte Frau Lasker-Wallfisch öfters. Eine Botschaft lag ihr besonders am Herzen: Sie erklärte den Schülern, dass es eine Unmöglichkeit sei, sich das Leid der verfolgten und unterdrückten Menschen zu Zeiten der NS-Diktatur vorzustellen. „Es ist aber auch nicht wichtig. Wichtig ist das Heute. Sprecht erst miteinander, bevor ihr einander tötet.“

     

    Felina Lottner (Q2)

     

     

    Lasker EMA 2016 Begruessung

    Stellvertretender Schulleiter Ulrich Breuker begrüßt Anita Lasker-Wallfisch in der voll besetzten EMA-Aula. Neben der gesamten Oberstufe waren auch zahlreiche interessierte Eltern und ehemalige Kolleginnen und Kollegen des EMA erschienen.

     

    Lasker Kernchen Musik

     

    Musikalisch eingestimmt und begleitet wurde Frau Lasker-Wallfischs Lesung von unseren Schülern Johannes Zipfel (Cello) und  Jan Taro Löhken (Flügel), die Igor Stravinskys "Suite Italienne" darboten.

     

    Lasker Kernchen Signieren

     

     

     Lasker Kernchen Lasker Titel

     

    Anita Lasker-Wallfisch (* 1925) las aus zunächst aus ihrem Buch "Ihr sollt die Wahrheit erben. Die Cellistin von Auschwitz. Erinnerungen", bevor sie mit dem Publikum ins Gespräch kam. Die abschließende Möglichkeit zur Signierung ihres Buches durch die Autorin selbst nahmen zahlreiche Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung wahr.

     

    (Abbildung d. Buchcovers von "Ihr sollt die Wahrheit erben" mit freundlicher Genehmigung des Rohwolt-Verlags)

    (Erstes Foto: J. Stiewe, übrige Fotos: Reinhard Kernchen)

     

    Eine Kopie des Printartikels im Bonner Generalanzeiger, vom 28.01.2016 finden Sie hier. 

     

    Stellvertretend für die Fachschaft Sozialwissenschaften sei an dieser Stelle Timo Wilhelm für seine Organisation, sowie dem Verein der Freunde und Ehemaligen des Ernst-Moritz-Arndt Gymnasiums e.V.  für die freundliche Unterstützung dieser Veranstaltung herzlich gedankt!

     

     

     

  • Am 23. und 24.11.2015 gastierte die „Hackedicht-Schultour“ der Knappschaft und des Deutschen Kinderschutzbundes am EMA. Dabei handelt es sich um ein bundesweites, von der Bundesregierung gefördertes Präventionsprojekt für weiterführende Schulen mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche nachhaltig auf die Gefahren und Risiken von Alkoholmissbrauch und Drogenkonsum aufmerksam zu machen.

    Die Auftaktveranstaltung bildete das unterhaltsame Bühnenprogramm „Hackedicht oder was?“ mit dem bekannten Schauspieler und Comedian Eisi Gulp, an dem alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 bis Jahrgangsstufe Q2 und deren Fachlehrer teilnahmen. Weniger mit erhobenem Zeigefinger als mit hochgezogenen Mundwinkeln und tiefsinnigen kabarettistischen Einlagen regte Eisi Gulp dabei nicht nur zum Lachen, sondern auch zum kritischen Nachdenken und Diskutieren über das Thema Drogenmissbrauch bei Jugendlichen an.

    Um eine nachhaltigen Wirkung des Programms sicherzustellen, nahmen am Nachmittag zwanzig Lehrerinnen und Lehrer des EMA an einer Fortbildung über interaktive Methoden zur Suchtprävention in der Schule und zur gezielten Nacharbeit mit jungen Menschen zum Kabarettprogramm von Eisi Gulp teil. Diese Fortbildung wurde von einem geschulten pädagogischen Expertenteam des Suchthilfevereins Condrobs e.V. geleitet.

    Am Abend erhielten schließlich auch noch interessierte Eltern die Möglichkeit zur Diskussion mit den Veranstaltern über diesen innovativen suchtpräventiven Ansatz. Erfreulicherweise nahmen zahlreiche Eltern diese Einladung zum Erfahrungsaustausch wahr.

    Einen weiteren Höhepunkt der Hackedicht-Schultour bildeten sicherlich die lebendigen Workshops mit den achten Klassen am Folgetag und die angeregte Evaluationsrunde mit allen interessierten Beteiligten zum Abschluss des Projektes.

    Schon jetzt zeigen zahlreiche engagierte Rückmeldungen von Schülern, Lehrern und Eltern, wie stark das Hackedicht-Projekt die persönliche Auseinandersetzung mit/und den Austausch über Formen von Suchtmittelmissbrauch und Suchtprävention am EMA beflügelt hat.

    Sachliche Informationen über Suchtmittel sind sicherlich eine wichtiger Bestandteil von Prävention, wertvoller noch erscheint jedoch vielfach die Auseinandersetzung mit sich selbst, der eigenen Meinung, den eigenen Erfahrungen und dem eigenen Verhalten. Dazu hat die Hackedicht-Schultour am EMA mit Sicherheit einen wesentlichen Beitrag geleistet, auf dem wir in Zukunft mit weiteren suchtpräventiven Projekten aufbauen wollen, um unsere Jugendlichen nachhaltig zum kritischen Nachdenken über Suchtmittel anzuregen und um sie stark zu machen, zum Drogenmissbrauch „Nein“ zu sagen.  

     

    Birgit Besser-Scholz

    (Beauftragte für Suchtprävention am EMA & Dipl.Psych.)

     

     Hackedicht EisiGulp Hackedicht

     

     Der Münchner Schauspieler und Kabarettist Eisi Gulp gibt sich hackedicht. Mit einem zweistündigen, Programm mimt er die extremen Seiten des "Volks-" oder "szenigen" Drogenkonsums.

     

    Hackedicht Voll Toll

     

     Gulps Figuren waren mindestens verstörend. Aber wer hackedicht ist, verstört auch. Mindestens.

     Hackedicht Technik

     

    Für die Schüler der EMA-Technik AG war die Zusammenarbeit mit Gulp sicherlich eine Herausforderung. Sicher gemeistert haben sie sie auch.

     

    Hackedicht Orga

     

    Machten das das Schulrojekt "Hackedicht" am EMA möglich (von links): Jana Liebert (Deutscher Kinderschutzbund), Susanne Heinrich (Knappschaft), Eisi Gulp, Schulleiter Thomas Harth und Birgit Besser-Scholz (EMA-Beauftragte für Suchtprävention)

     

    Hackedicht Publikum

     

     "Hackedicht" richtete sich an alle Schülerinnen und Schüler der Stufen 8 bis Q2. Dementsprechend war die Aula voll.

     

    Hackedicht Undjetzalle Titelbild

     

    Neben den EMA-Tontechnikern halfen viele Schülerinnen und Schüler aus der SV und zwei Lerngruppen von Birgit Besser-Scholz bei der organisatorischen Umsetzung der Großveranstaltung in der Aula. 

     

    (Fotos: R. Hillert)

     

Go to top