Das Konzept der Streitschlichtung am EMAStreitschlichter-Logo

Die Erfahrung von Streit, Konflikt und Auseinandersetzung gehört genauso zum Schulalltag wie Lernen, Üben und Wissen. Nicht nur die schwerwiegenden,  auch die „kleinen“ Konflikte sind es oft, die den Schulmorgen belasten. Streit stellt Selbstverständliches in Frage, weil Widerspruch erlebt wird. Insofern ist Streit auch eine Chance, neue verbindende Lösungen zu finden. Solches Streiten kann gelernt werden und ist ein Erziehungsziel unserer Schule.

Unser Streitschlichtungskonzept will Wege zu einer konstruktiven Streitform aufzeigen und einüben. Ziel aller Streitschlichtung ist es, eine Lösung zu finden, die die Streitenden selber entwickeln, eine Lösung ohne Sieger und Verlierer.

In einem regelgeleiteten Verfahren kann jeder der Streitenden seine jeweilige Sicht auf den Konflikt darlegen. Er kann seine Betroffenheit äußern und muss seinerseits wahrnehmen, was den anderen verletzt hat. Unter diesen Voraussetzungen haben die Streitenden eine gute Chance, gemeinsam eine Lösung zu finden, die jedem der Beteiligten gerecht wird, indem sie offen austauschen, was der einzelne erwartet und was er bereit ist zu tun.

Mitten im Streit aber sind solche Gespräche schwer. Leichter fallen sie, wenn ein unparteiischer Vermittler sie moderiert, wobei nicht Lehrer solche Gesprächsleiter sind, sondern Schüler der 10. Klassen, die als Streitschlichter ausgebildet wurden.

Das gesamte Kollegium des EMA hat sich 2003 in dieses Konzept „Streitschlichtung durch Schüler“ einführen lassen, 15 Kollegen und Kolleginnen haben eine Ausbildung durchlaufen, die sie zur Ausbildung von Streitschlichtern befähigt. Im Wechsel bilden jährlich jeweils zwei von ihnen eine neue Gruppe von Schülern aus.


Streit schlichten will gelernt sein

Die Ausbildung zum Streitschlichter wird als zweistündige AG den Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen angeboten.

Der Lehrgang umfasst 20 Doppelstunden, beginnt nach den Herbstferien und schließt mit einer Kompaktveranstaltung am Ende des Schuljahres ab.

Vorausgesetzt werden Engagement, Verantwortungsbereitschaft, Ernsthaftigkeit sowie die Verpflichtung, in Klasse 10 aktiv im Streitschlichter-team mitzuarbeiten.

Die Ausbildung gliedert sich in zwei Teile. Zunächst erproben die Schüler und Schülerinnen in Gruppenarbeit und Rollenspielen, wie Kommunikation gelingen kann und analysieren, was diese oft erschwert. Sie reflektieren, wie sich Stimmungen verbal oder in Körpersprache niederschlagen und üben sich darin, aktiv und genau zuzuhören.

Der zweite Teil der Ausbildung ist das Training des Schlichtungsprozesses. Die einzelnen Schritte einer Streitschlichtung werden wiederholt in Rollenspielen trainiert, die Spieler reflektieren ihr eigenes Verhalten, erhalten Rückmeldungen der Mitspieler und der beobachtenden Ausbilder, so dass am Ende der Ausbildung alle angehenden Streitschlichter die einzelnen Schritte sicher beherrschen und souverän durchführen können.

Nach dieser Ausbildung bilden die Teilnehmer im folgenden Schuljahr das neue Streitschlichter-Team des EMA und helfen dabei, ein gewaltfreies und gutes soziales Klima an unserer Schule zu fördern.

In jeder zweiten großen Pause sind zwei der ausgebildeten Schüler in Raum A 201-202 erreichbar. Auch gesonderte Termine können entweder dort oder per Mail abgesprochen werden:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Anders Streiten will auch gelernt sein

Nur wenn die Idee des konstruktiven Streitens im gesamten Schulumfeld präsent ist, kann die Institution der Streitschlichtung langfristig etwas bewirken.

Deshalb stellen sich bereits in den ersten zwei Wochen des Schuljahrs die neuen Streitschlichter in den fünften und sechsten Klassen vor.

Zudem wird das Thema „Anders streiten“ im Religionsunterricht der 5. Klassen behandelt.

Dabei erleben die Schülerinnen und Schüler die Streitschlichtung im Rollenspiel und lernen dabei gleichzeitig die amtierenden Streitschlichter  näher kennen.

Ziel des gesamten Konzeptes ist es, eine konstruktive Konfliktkultur am EMA zu verankern, die von Lehrern und Schülern getragen ist und Erfahrungen vermittelt, die auch außerhalb der Schule hilfreich und orientierend sind.

Schüler, die in der Schule lernen, dass sie Konflikte eigenständig und gewaltfrei regeln können, werden diese positive Erfahrung auch später in anderem Rahmen selbstbewusst und konstruktiv nutzen können.

Streitschlichter1

Streitschlichter2

Streitschlichter3

 

Streitschlichter4

Streitende sollten wissen, dass nie einer ganz recht hat und der andere ganz unrecht.

- Kurt Tucholsky –

Ablauf einer Streitschlichtung 

  1. Schlichtung einleiten
  2. Sachverhalt klären. Anteile am Streit finden
  3. Lösungen suchen, Verständigung festhalten
  4. Vereinbarungen notieren

Streitschlichtung am EMA bedeutet:

Schüler und Schülerinnen lernen, auch im Streit konstruktiv und lösungsorientiert zu denken, so dass auch im Konflikt die Würde jedes Einzelnen respektiert wird.  

 Aktuelle Informationen hängen

auch im Informationskasten

in der Pausenhalle beim Treppenaufgang aus. 

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

http://www.ema-bonn.de/

 

Koordination: Frau Grützmacher und Herr Ursin

Die Deutsche Nationalstiftung (begründet von Helmut Schmidt in Verbindung mit der ZEIT-Stiftung) hatte 2002 erstmalig vier Leistungskurse der Stufe 12 eingeladen, eine internationale Begegnungswoche in Weimar alsSchulBrücke" im Rahmen des Weimarer Dreiecks (Frankreich-Polen-Deutschland) durchzuführen.

 

Die Schüler der Deutschen Schule Paris, des John-Lennon-Gymnasiums Berlin-Mitte, der Willy-Brandt-Schule Warschau und des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums aus Bonn (quasi als Vertreter Westdeutschlands) waren dazu eingeladen worden. Die Schülerinnen und Schüler des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums Bonn nehmen jährlich gerne an der „SchulBrücke Weimar" teil, weil dieses einwöchige Seminar eine willkommene und fruchtbare Abwechslung zum schulischen Lernen darstellt.


Die interessanten und anspruchsvollen Themen aus den Bereichen Geschichte, Philosophie und Literatur der Klassik und Romantik motivieren die Teilnehmer in hohem Maße zu Selbstständigkeit, Kreativität und großem persönlichen Engagement. Reizvoll ist darüber hinaus die Tatsache, dass junge Menschen aus verschiedenen Städten und Ländern zusammenkommen, um an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten. Die Teilnehmer der Herbst-SchulBrücke kommen außer von unserer Schule aus Bozen, Hummené (Ostslowakei), Leipzig und von den deutschen Schulen Paris und Warschau. Neben der niveauvollen Auseinandersetzung mit historischen, kulturellen oder politischen Sachthemen ist die internationale Begegnung (Weimarer Dreieck) ein besonders wertvoller Bestandteil des Projekts. Denn dadurch bietet sich den Teilnehmern eine seltene und wichtige Gelegenheit, sich im Prozess des gemeinsamen Lebens und Arbeitens mit Gleichaltrigen zu öffnen. Dies kann einen entscheidenden Beitrag zu ihrer Persönlichkeitsfindung leisten. Wenn Sie weitere Fragen zur "SchulBrücke Weimar" haben können Sie sich an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden, oder sich über folgenden Link informieren: http://www.nationalstiftung.de/schulbruecke_weimar.php

Fahrtenkonzept – Internationaler Austausch

I. Austauschangebote

Stufen

Name

Partner am EMA

EMA beim Partner

Dauer

Verkehrs-

mittel

Kosten

Anzahl

Koordination

7 (8)

Latein

Scambio Culturale Roma - Bonn

Frühling zw.

03/05

Herbst zw.

09/11

je 7 T.

Flug

Flug + max. 200 €

20-28

Hillert und Schaefer

8

Frz. ab 6

Échange franco-allemand Barentin

Fühling/

Sommer

Fühling/

Sommer

je 10 T.

Bus

ca. 250 €

ca. 25

Fachschaft F

EF

Josef-Pilsudski-Lyzeum, Gdynia/Polen

Mi. bis Mi. vor Osterferien

Mi. bis Mi. vor Herbstferien

je 8 T.

Flug

230 €

15-20

Strempel und Altmann

EF

USA (bisher nicht im Schulprogramm)

Fühling/

Sommer

Fühling/

Sommer

je 3 W.

Flug

1000 €

ca. 25

Fachschaft E

6-Q2

Musiker

Italien, Citadella, Musikensembles

unregelmäßig

         

Schüller

 

(England: Es wird eine Partnerschule gesucht!)

wünschenswert!

           

Auslandsfahrten mit dem Ziel der kulturellen Begegnung verstehen sich als besondere pädagogische Angebote der Schule, auf die kein Anspruch besteht. Ein jährliches Zustandekommen kann nicht garantiert werden. Wenn sich mehr Interessenten für eine Fahrt melden, als berücksichtigt werden können, richtet sich die Auswahl nach folgenden Kriterien:

II. Teilnahmekriterien für Fahrten mit Familienunterkunft

Melden sich mehr Interessenten für eine Fahrt, als teilnehmen können, richtet sich die Auswahl nach folgenden Kriterien:

1. Gutes Sozialverhalten

Es beinhaltet u. a.:

  • Der begleitende Lehrer muss sich auf den Austauschteilnehmer jederzeit verlassen können.
  • Der Austauschschüler sollte sich als Botschafter verstehen.
  • Der Austauschschüler sollte sich als verantwortungsvoll, engagiert, hilfsbereit und teamfähig erweisen haben.

2. Prinzipielle Bereitschaft, Motivation und Flexibilität

  • Der Austauschschüler muss bereit sein, sich flexibel und offen auf einen Austauschpartner, dessen Familie und ein neues kulturelles Umfeld einzulassen, von seinen Gewohnheiten Abstriche zu machen und eigene Bedürfnisse auch einmal zurückzustecken.
  • Der Bewerber sollte bei der Anmeldung eine kurze Begründung seines Teilnahmewunsches verfassen.

3. Angemessene allgemeine Leistungen sowie Interesse für das jeweilige Fach bzw. eine entsprechende musikalische Vorbereitung

  • Der Austauschschüler sollte insgesamt stabile Leistungen zeigen, da er Unterrichtsausfall und versäumten Stoff eigenständig nacharbeiten muss.
  • Eine schlechte Note im Fach, das dem Austausch zugrunde liegt, ist nicht automatisch ein Ausschlussgrund.
  • Der Austauschschüler sollte ein besonderes Interesse an der Kultur und Sprache des Gastlandes bzw. am Thema des Austauschs zeigen.

4. Möglichst proportionale Berücksichtigung von Jungen und Mädchen

Das Verhältnis der Anzahl von Jungen und Mädchen muss den Möglichkeiten des Gastlandes entsprechen und soll sich ansonsten möglichst nach dem Verhältnis der angemeldeten Mädchen und Jungen richten.

5. Möglichst proportionale Berücksichtigung nach den Anmeldungen aus Parallelklassen (außer EF und Ensembles)

Dieses Kriterium ist nachrangig zu 1. - 4.

Die Reihenfolge der Kriterien entspricht einer Rangordnung, von der in Einzelfällen in Verantwortung der begleitenden Lehrkräfte abgewichen werden kann. Über die Eignung der angemeldeten Schüler entscheiden die Koordinatoren in Absprache mit Fach- und Klassenlehrern. Bleiben nach Berücksichtigung dieser Kriterien mehr Bewerber als freie Plätze, entscheidet das Los.

III. Rahmenbedingungen

1. Schüler und Familien

  • Die Austauschschüler und ihre Familien verpflichten sich, ihren Gast wie ein zusätzliches Familienmitglied zu integrieren, zu verpflegen und ihm Einblicke in die deutsche Kultur und deutsche Lebensweise zu ermöglichen.
  • Die Teilnehmer verpflichten sich, versäumte Unterrichtsinhalte eigenständig nachzuholen. Sie müssen damit rechnen, dass zeitnah nach dem Austausch Arbeiten und Tests geschrieben werden.
  • In der Regel gibt es keine Reiserücktrittsversicherung. Kann ein angemeldeter Schüler aus gesundheitlichen oder persönlichen Gründen (oder beim Rom-Austausch wegen Nichtversetzung) nicht teilnehmen, kann man versuchen, einen Ersatz zu finden, es muss jedoch damit gerechnet werden, dass Kosten nicht oder nicht voll erstattet werden können.
  • Die Eltern sind damit einverstanden, dass sich ihr Kind zeitweise in einer Kleingruppe in begrenztem Rahmen ohne Aufsicht aufhält.
  • Die Teilnehmer verfassen bis 2 Wochen nach Abschluss des Austauschs einen Bericht.
  • Die Austauschschüler verpflichten sich, an evtl. stattfindenden Vorbereitungstreffen teilzunehmen.

2. Schulbetrieb

  • Koordinatoren des Austauschs stellen gemäß Vertretungskonzept für die Zeit ihrer Abwesenheiten Vertretungsaufgaben für alle ihre Kurse.
  • Kollegen vermeiden es, während des Austauschs Arbeiten und Tests zu schreiben.
  • Fehlt in Kursen ein großer Prozentsatz an Schülern, plant der Fachlehrer eine Wiederholung des Unterrichtsstoffs ein bzw. verzichtet auf die Einführung eines neuen komplizierten Lernstoffes.
  • Die Daten des Austauschs, Namen und Klassen der Teilnehmer müssen frühzeitig publik gemacht und per Mail ans Kollegium geschickt werden.
  • Der Austausch sollte den allgemeinen Unterricht möglichst wenig stören.
  • Gastschüler sollten max. zu 3 - 4 am Unterricht teilnehmen, aber nicht in Kursen, deren Sprache sie nicht verstehen. Die Fachkollegen sind über den Besuch frühzeitig zu informieren.
  • Die Schüler sollten einen Raum als Treffpunkt zugewiesen bekommen, damit sie sich nicht lange in Pausenhalle oder Gängen aufhalten müssen.
  • Der Austausch wird von den Verantwortlichen der Fahrt in die Übersicht über die Klassenarbeiten eingetragen, sobald die Daten feststehen.
  • Um die Akzeptanz und das Kennenlernen zu fördern, wäre es nett, zu Abschiedsveranstaltungen Fachschaftskollegen oder andere interessierte Kollegen, Schüler oder Eltern einzuladen.

(Stand 2014)

Go to top