Romaustausch Rom 2017 Roma la lindaVom 20. bis 27. September fand der Gegenbesuch des von Frau Hillert und Frau Schaefer geleiteten Romaustausch mit der Scuo-la Media Lante Alfieri in Rom statt. Nach pünktlicher und problemloser Reise wurden wir traditionell mit großem Hallo und Willkommensschildern an der Schule empfangen. Danach ging es direkt in die Familien der Austauschpartner, die sich im Mai ja schon in Bonn kennen- und schätzen gelernt hatten.

Auf dem Programm stand eine Mischung aus den immer gleichen Highlights, die für Lateinschüler einfach unverzichtbar sind, und neuen Zielen und Besichtigungen. So durfte die Tour mit dem bus scoperto nicht fehlen, von der aus die Schüler bereits viele Wahrzeichen und Monumente erspähen (und fotografieren) konnten wie das Kolosseum, den Circus Maximus, den Palatin, den Petersdom, das Castel Sant’Angelo, die Kardinalskirche Santa Maria Maggiore, die wir später auch noch von innen besichtigten, u. v. m. In diesem Jahr kamen als besondere Ziele der Palazzo Massimo mit seiner unglaublichen Sammlung an gut erhaltenen Kunstwerken aus römischer Zeit wie Mosaiken, Statuen aus Marmor und Bronze, Fresken aus dem Haus der Livia und einer Abteilung zu Münzen und Handel, sowie die Galleria Borghese dazu. Diese sollten eigentlich alle Lateiner einmal besichtigen, begegnen ihnen dort doch oft in Übergröße Figuren aus den Metamorphosen Ovids, die in der EF in Auszügen auf dem Lektüreprogramm stehen. Wer einmal vor den glänzend weißen Marmorstatuen stand, dem werden die Sagen und Geschichten, die sie verkörpern, so eindrücklich, dass sie unvergessen bleiben. So die Statue der Daphne, der feinste Blättchen aus den Fingern wachsen, oder die des pius Aeneas, der bei der Flucht aus Troja seinen alten Vater Anchises mitsamt den Penaten (den Hausgöttern) auf den Schultern trägt, ehe er nach langen Irrfahrten in Latium landet.
Doch wollen wir den SchülerInnen, deren Tagesberichte im nächsten Jahresbericht abgedruckt werden, nicht alles vorwegnehmen. Sie freuten sich jedenfalls am Tag der offenen Tür vergangenen Samstag bereits, eine Auswahl an Fotos unterlegt mit italienischer Musik am Lateinstand zu sehen und in Erinnerungen zu schwelgen. Lesen hier nur eine kleine Auswahl an bereits eingegangenen Berichten. - Rita Hillert

Freitag, 22. September - unser 2. Tag in Rom

Romaustausch Rom 2017 kleines Bild einfuegen1Am Freitag, also am zweiten Tag unseres Austauschs, war ein Tagesausflug mit den Römern geplant. Es ging mit einemRomaustausch Rom 2017 kleines Bild einfuegen2 Bus etwa 1 ½ Stunden zu Katakomben außerhalb Roms. Katakomben sind unterirdische Massengräber der Christen. Als erstes wurden wir in zwei Gruppen geteilt, da nicht alle gleichzeitig die engen Gänge der Katakomben besichtigen konnten. Meine Gruppe fuhr zuerst etwas weiter nach Grottaferrata, wo wir eine interessante Führung durch eine schöne Kirche im griechischen Stil bekamen. Leider war es auf Dauer anstrengend dem Führer zu folgen, denn er sprach zwar gut Englisch, aber über einen längeren Zeitraum fiel es einem trotzdem schwer, dies im Kopf alles zu übertragen und zu behalten.

Nachdem die Kirche besichtigt war, wurde getauscht. Bei den Katakomben hatten wir das Glück, eine deutsche Führung zu haben - die Römer natürlich auf Italienisch -, weshalb man sich voll auf die Katakomben konzentrieren konnte, die wirklich sehr interessant waren. Nachdem wir alle Gänge erkundet hatten und wieder unter freiem Himmel standen, fuhren alle gemeinsam zu einem nahe gelegenen Restaurant. Dort wurden wir mit einem italienischen Drei-Gänge-Menü verwöhnt und hatten anschließend ein bisschen Freizeit, bevor es mit dem Bus zurückging.

Romaustausch Rom 2017 kleines Bild einfuegen3An der Schule wurden meine Austauschpartnerin Maria Giulia und ich von ihrer Mutter erwartet. Gemeinsam ging es dann direkt weiter zu Maria Giulias Tante, die auf der anderen Seite der Stadt wohnt. Dort angekommen gingenwir mit ihr und ihrer süßen einjährigen Tochter in einem schönen Park spazieren, wo mir ein original italienisches Eis spendiert wurde. Als wir nach reichlicher Verabschiedung die Rückreise antraten, war es schon so spät, dass es keine Zeit mehr zum Kochen gab. Deswegen trafen wir uns mit der restlichen Familie in einer Pizzeria. Nach dem ausgiebigen Abendessen flanierten wir noch ein bisschen durch das Zentrum und erklommen die spanische Treppe, bis wir von oben einen wunderbaren Ausblick über Rom bei Nacht hatten. Es war wunderschön. Als ich nach diesem langen Tang schließlich im Bett lag, war ich total müde und schlief sofort glücklich ein. - Paula K.

Das Wochenende wird stets von jeder Familie eigenständig geplant, so dass hier jeder etwas Anderes zu berichten hätte. Alle fuhren jedoch entweder am Samstag oder Sonntag auch ans Meer und hatten die Gelegenheit, im Meer zu baden - ein ganz besonderes Gefühl, wenn man sich vorstellt, wie die Klassenkameraden zur selben Zeit einen kühlen Herbsttag in Bonn verbringen:

Am Samstag bin ich mit meiner Austauschfamilie nach Sperlonga ans Meer gefahren. Dort besitzt die Familie ein kleines Holzhäuschen mit direktem Strandzugang. Wir badeten im Meer und sonnten uns im Sand. Mittags gab es eine leckere Lasagne im Häuschen, da draußen zu viele Fliegen gewesen wären. Nachmittags zeigte mir die Familie die Höhle, in die sich Tiberius bei Gefahr zurückzogen und ein Museum, in dem noch Fundstücke aus Tiberius‘ Villa ausgestellt waren. Abends sind wir durch das wunderschöne Sperlonga spaziert. Den Ausflug werde ich nie vergessen. Sperlonga, ich komme wieder! - Alexander

Romaustausch Rom 2017 kleines Bild einfuegen4Am Dienstag, dem 26. September, war schon der vorletzte Tag des Romaustausches. Nachdem die Römer in die Klassenräume der Schule gegangen waren, liefen wir nach Rom hinein. Es war ein schöner und sonniger Tag (wie eigentlich jeder in Rom). Wir besichtigten die sehr eindrucksvolle Basilika Santa Maria Maggiore mit mehreren schönen Mosaiken und Statuen. Danach liefen wir zum Trevi-Brunnen und konnten dort in Kleingruppen umhergehen und sich, wenn man wollte, ein Eis oder andere Souvenirs kaufen. Fast jeder warf noch eine Münze in den Brunnen. Denn nach altem Aberglauben garantiert dies, dass man nach Rom zurückkehrt. Danach teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Romaustausch Rom 2017 kleines Bild einfuegen5Die eine ging auf direktem Wege zum Pantheon, die andere schaute sich erst die Krypta Balbi an. Da die Krypta nicht allzu spannend war, wenn man kein Profi-Archäologe ist, gingen wir nach einer kurzen Besichtigung wieder hinaus in Richtung Pantheon. Auf dem Weg besichtigten wir noch kurz die Kirche Santa Maria Sopra Minerva, die eine eindrucksvolle Decke wie ein Sternenhimmel für uns bereithielt sowie einen von einem Elefanten getragenen Obelisken auf dem Vorplatz. Am Pantheon durften wir wieder zu dritt die Fußgängerzone erkunden. Alle besichtigten das Pantheon selbst, in dem sie die große Öffnung in der Decke bestaunten, und nutzten dann die Zeit, um etwas in den umliegenden Läden zu kaufen. Manche holten sich auch ein leckeres Eis aus einer der Eisdielen ganz in der Nähe.
Der Nachmittag war für die Jungen und ihre Austauschpartner anstrengend, da wir gegen die italienischen Jungs auf einem gemieteten Platz Fußball spielten. Wir kickten ca. eine Stunde. Es war ein spannendes Spiel, aber am Ende gewannen die Deutschen mit 5:4. Danach spielten wir noch Elfmeterschießen, bis wir schließlich nach Hause fuhren, um uns für die Abschiedsparty fertig zu machen. Am Abend kamen dann alle zu der Party in der Schule der Italiener. Dort standen draußen wunderschöne Tische mit Fliesenmosaiken, und es gab ein leckeres Buffet mit einer sehr leckeren Lasagne, Mozzarella und Getränken. Später tanzten viele in der so gennannten Aula Magna, ein größerer Raum in der Schule, zur Musik eines DJ. Die anderen unterhielten sich draußen im Hof oder spielten Kicker. Es war ein sehr schöner Abend und eine gelungene Abschiedsparty. - Benedikt

 

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Romaustausch Rom 2017 angerannt

 

Romaustausch Rom 2017 Gruppe mit SCA

 

Romaustausch Rom 2017 nochmal angerannt

 

Romaustausch Rom 2017 Willkommen

 

Romaustausch Rom 2017 Titelbild

 

Romaustausch Rom 2017 Kollosseum

 

(Fotos: Rita Hillert)

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