BONN. Die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland steigt. Auch in Bonn kommen viele Flüchtlinge an, weshalb sich SchülerInnen des Ernst-Moritz-Arndt Gymnasiums dazu entschlossen haben, ihnen zu helfen.

Nach den Winterferien wies Herr Zielinski in einer Durchsage auf die Möglichkeit hin, jugendlichen Flüchtlingen zu helfen. Dies sollte im Rahmen der Menschenrechts-AG in Zusammenarbeit mit den Leitern der Flüchtlingshilfe in der katholischen Pfarrei St.Antonius in Dransdorf geschehen. In einer gemeinsamen Sitzung wurde über verschiedene Möglichkeiten der Hilfe durch die SchülerInnen des EMA nachgedacht.

Gemeinsam beschlossensie, Kleidung und Rucksäcke für die jugendlichen Flüchtlinge zu sammeln, da diese sehr knapp sind. Es gibt nämlich viele Sachen für Kinder und Erwachsene, aber nur wenige für Jugendliche. Auch Rucksäcke sind kaum vorhanden. Viele Flüchtlingskinder und -jugendliche müssen das Klischee erfüllen und mit Plastiktaschen zur Schule gehen.

Also stellten die SchülerInnen ihr Projekt mittels eines Flyers in den Klassen vor. In der ersten Märzwoche konnten die SchülerInnen des EMA dann in den Pausen Kleidung und Rücksäcke abgeben. Auch wenn das Projekt erst langsam anlief und verlängert werden musste, gab es nach einer Rundmail des EMA-Newsletters sehr viel Kleiderspenden. Die unerwartete Menge an Spenden machte es notwendig, dass die Kleider, noch bevor sie nach Dransdorf gebracht wurden, sortiert werden mussten.

Vergangenen Samstag trafen sich die SchülerInnen dann erneut, um die Kleider nach Dransdorf zu bringen und dort auszulegen, sodass sich die Flüchtlinge gezielt Sachen aussuchen konnten. Das Angebot wurde freudig angenommen und die Flüchtlinge kamen am Samstagvormittag, um sich mit Kleidung einzudecken. Sie waren sehr höflich und dankbar. Viele haben am Ende noch geholfen, die übrig gebliebenen Sachen zu falten und in den Keller zu bringen, damit sich andere Flüchtlinge am vergangenen Dienstag beim Flüchtlingscafé noch einmal umschauen können.

Jedoch ist dies nicht die einzige Aktion, die die SchülerInnen geplant haben. So wird nach den Osterferien Nachhilfe in Deutsch für gleichaltrige Flüchtlinge angeboten.

Eine weitere Schülergruppe steht bereit, um nach den Osterferien an zwei Nachmittagen die Möglichkeit zum gemeinsamen Sporttreiben anzubieten.

 

Anais Siebers

 

 

MenschenrechtsAG Kleider3 Fluechtlingshilfe 2016

 

 MenschenrechtsAG Kleider2 Fluechtlingshilfe 2016

 

MenschenrechtsAG Kleider Fluechtlingshilfe 2016

(Fotos: M. Zielinski)

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