wie klaue ich meinem Bruder das SpielzeugWir waren sofort begeistert, als Frau Düßdorf uns gegen Ende des Schuljahres ein ungewöhnliches Projekt vorschlug: in kleinen Gruppen eine physikalische Kettenreaktion ausdenken und bauen. Auf einer Fläche von einem Quadratmeter sollten möglichst viele verschiedene Reaktionen aufeinander folgen. Ziel war es, eine Kettenreaktion zu entwerfen und zu bauen, die aus phantasievollen Kombinationen möglichst vieler sich nacheinander auslösender unterschiedlicher physikalischer Effekte besteht. Die gesamte Anordnung musste auf der Grundfläche von 1 m² untergebracht werden. Um eine möglichst lange und kreative Kettenreaktion zu konstruieren, galt es bei den verschiedensten Energieumwandlungen möglichst wenig Energie durch Reibung oder Wärme zu verlieren. Wir sammelten Ideen, Pappe, Holz, Murmeln, altes Spielzeug und was uns sonst noch in die Finger kam. In den folgenden Unterrichtsstunden hieß es dann Pläne entwickeln und verbessern, schneiden, kleben und ausprobieren. In meinem Team hatten wir am Ende eine Kettenreaktion in 18 Schritten, die wie folgt ablief:

1. Ein Föhn wird von einer Schülerin eingeschaltet.
2. Die herausströmende Luft, bringt eine Murmel ins Rollen.
3. Die Murmel fällt durch eine Pappröhre auf eine Wippe.
4. Die Wippe kippt. Am anderen Ende der Wippe wird ein brennendes Teelicht in die Luft gehoben.
5. Die Flamme brennt eine Schnur durch, die eine Schlüsselanhänger-Figur zurückhält.
6. Die Figur rutscht eine Seilbahn herunter.
7. Sie stößt ein Spielzeugauto an, das von einer Anhöhe kippt.
8. Das Auto fällt auf eine Schere, so dass diese sich schließt und einen Faden zerschneidet.
9. Dieser Faden hatte ein zweites Auto mit Federantrieb zurück gehalten, das nun losfährt.
10. Das Auto bringt eine Murmel ins Rollen.
11. Die Murmel stößt einen Holzklotz an.
12. Der Holzklotz wiederum löst eine Tippkick-Figur aus.
13. Die Tippkick-Figur schießt eine Murmel in eine Röhre.
14. Die Murmel fällt auf den Einschaltknopf einer elektrischen Eisenbahn.
15. Die Bahn fährt ein Stück auf den Schienen und kippt dann einen Holzklotz um.
16. Ein Gewicht das auf dem Holzklotz lag, wird frei und hebt über einen Flaschenzug das hintere Ende einer Flasche an.
17. Die Flasche schenkt so von selbst ein Glas Wasser in einem Becher ein.
18. Nebenbei zerplatzt eine Nadel, die am hinteren Ende der Flasche befestigt ist, einen mit Konfetti gefüllten Ballon.

Auch wenn nicht jede Reaktion auf Anhieb geklappt hat, haben wir mehr zustande gebracht, als wir zunächst erwartet hatten. Ein gutes Projekt, um praktische Erfahrung mit mechanischen Vorgängen zu sammeln - aber auch um altes Spielzeug neu zu entdecken.

Lena Lublinski 8a

 

unterer Teil Klasse 9aIn den letzten Wochen vor den Sommerferien durften einige freiwillige Schülerinnen und Schüler der Klasse 9A im Physikunterricht ein Projekt zum Thema Kettenreaktionen durchführen.

Dazu brachten wir alle Materialien mit, die uns verwendbar erschienen. Als Erstes mussten Ideen gesammelt werden, was denn überhaupt in unserer Kettenreaktion passieren könnte. Voraussetzung war, dass wir nur am Anfang eingreifen durften, um die Kettenreaktion in Gang zu setzen. Danach musste immer ein Ereignis das andere auslösen.

Als die grobe Holzkonstruktion stand, entwickelten sich immer mehr Ideen und jeder wollte etwas mit einbringen. Nach einigen Überlegungen und immer neuen Vorschlägen, die aber auch wieder verworfen wurden, konnten wir anfangen zu bauen.

Schließlich startete unser Projekt mit einem platzenden Luftballon, aus dem eine Murmel fiel und Alles in Gang setzte. Dominosteine fielen um, ein Magnet wurde ausgelöst und ein selbstgebauter Stromkreislauf betätigte einen Propeller, durch den ein Tischtennisball die Ebene wechseln konnte.

Die Zeit wurde immer knapper und die Ideen mehr. Als schließlich unser Projekt der Klasse vorgestellt werden sollte, war es auch gleichzeitig der erste Probedurchlauf. Leider hat es nicht auf Anhieb geklappt und unsere Kettenreaktion lief nicht ab wie geplant. Die ganze Gruppe war nun aber ehrgeizig, wir alle wollten einen fehlerfreien Durchlauf sehen. Also trafen wir uns nochmal, bauten um und korrigierten kleinere Fehler.

Einige Schüler kamen auf die Idee, dass man im Kampf gegen die Energieverluste durchaus dem System auch wieder Energie zufügen konnte, indem zum Beispiel ein Schalter betätigt wurde, der einen Stromkreis schloss, welcher dann durch Ventilatoren, Föhns oder kleine Motoren der ganzen Reaktion wieder Schwung verlieh.

Wir gaben alles für den Erfolg unseres Projekts. Einer von uns nahm sogar tapfer Schnittwunden durch den Propeller in Kauf. Doch im Team zusammen und mit vielen helfenden Händen schafften wir es dann endlich. Als es dann zum zweiten Durchlauf kam, klappte fast alles. Einmal mussten wir nachhelfen, doch zufrieden waren wir trotzdem.

Das Projekt hat uns allen sehr gut gefallen und die durchgearbeiteten Pausen und Nachmittage waren es wert!

Leonie Kemmling 9a

 

altes Spielzeug neu verwendet

 

Beim Bau Klasse 8a

 

geschäftiges Werken Klasse 8a

 

Team Pappe Klasse 8a

 

Team Energie Klasse 8a

 

vom Groessenwahn gepackt Klasse 8a

 

stolzes Team Klasse 9a Titel

 

(Fotos: D. Düßdorf)

 

 


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