MINT LogoAm 23. und 24. Februar fand das Hauptstadtforum des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC im KOSMOS Berlin statt. 500 MINT-begeisterte Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte aller 267 MINT-EC-Schulen fluteten für zwei Tage die Hauptstadt und entdeckten MINT in Praxis und Theorie. Auch wir (Franziska Schelleis, Paula Usinger, Alexander Ruhrmann) flogen zusammen mit Herrn Reichelt nach Berlin.

Als wir am Donnerstagmittag am KOSMOS eintrafen, wurden wir mit einer warmen Mahlzeit begrüßt. Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Hostel und bezogen die von MINT-EC bereitgestellten Zimmer. Danach ging es wieder zurück zum KOSMOS, wo Wolfgang Gollub uns mit folgenden Worten begrüßte: „Neugier und Begeisterung für Mathematik, Naturwissenschaften und Technik und eine lebendige und offene Kultur des Dialogs sind die Zutaten dieser einzigartigen Veranstaltung. Unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen, welches Zukunftspotential in unseren Schulen heranwächst“. Außerdem wurden die MINT-EC Alumni vorgestellt, eine Gruppe von ehemaligen Schüler/-innen, die sich bei den zahlreichen MINT-Veranstaltungen engagieren.

Nach der Begrüßung hatten wir Gelegenheit, den Bildungsmarkt zu besuchen. Auf dem MINT400-Bildungsmarkt präsentierten 36 Aussteller aus Wirtschaft, Bildung und Forschung zahlreiche MINT-Studien- und Berufsmöglichkeiten sowie Ideen für einen innovativen und forschungsaktuellen Fachunterricht. Hier gab es die Möglichkeit, Fragen zu Studium und Beruf zu stellen und wichtige Kontakte für die Zukunft zu knüpfen.

Anschließend besuchten wir den Fachvortrag „Wie funktioniert GPS und was hat das mit Mathe zu tun?“ von Prof. Dr. Martin Frank, für den wir uns im Voraus aus einer Auswahl von Vorträgen, wie Zerstörungsfreie Materialprüfung, die Eigenheiten des Werkstoffs Magnesium oder Astroteilchenphysik, entschieden haben. Dr. Frank legte eindrucksvoll die vielen verschiedenen Faktoren dar, die zur Berechnung der Position per GPS berücksichtigt werden müssen, darunter Zeitabweichungen, die allgemeine und die spezifische Relativitätstheorie.

Nach dem Vortrag machten wir uns auf den Weg zu THE ROOM, einem Escape-Room. Dort wurden wir in einen Raum eingeschlossen und hatten 60 Minuten Zeit, um das Rätsel „Humboldt and the lost treasure“ zu lösen. Wir hatten sehr viel Spaß und konnten, dank guter Teamarbeit, mit 43 Minuten und 58 Sekunden fast eine neue Bestzeit für dieses Rätsel aufstellen. Danach haben wir den restlichen Abend genutzt, um Berlin zu besichtigen.

Am Freitag besuchte jeder von uns einen von über 40 Workshops, die von verschieden Institutionen in ganz Berlin angeboten wurden. Franzi und Alex besuchten den Vortrag „IoT Lab – Entdecke das Internet der Dinge!“, angeboten von der Cisco Networking Academy. Im Rahmen des Workshops konnten wir mithilfe von Raspberry Pi (ein Mini-Computer) und Arduino (ein Mikro-Controller) in Verbindung mit einigen Sensoren an einem eigenen kleinen IoT Projekt arbeiten. Paula nahm am Workshop „Wie funktioniert eigentlich Musikerkennung und was hat das mit Mathe zu tun?“ teil, der vom CAMMP der RWTH Aachen veranstaltet wurde. Bei diesem Workshop haben wir uns mit der App Shazam beschäftigt. Shazam ist eine Musikerkennungs-App, die markante Frequenzen der Teiltöne einer kurzen Aufnahme mit gespeicherten Frequenzen in einer Datenbank vergleicht und so den passenden Song erkennt.

Nach einem Tag voller Experimente und neuer Erfahrungen, fand die MINT400 im KOSMOS ihren feierlichen Höhepunkt: Im Rahmen der Abendveranstaltung, moderiert von Ralph Caspers (u.a. "Die Sendung mit der Maus" und "Wissen macht Ah!"), sprach Thomas Reiter, ESA Koordinator internationale Agenturen und Berater des Generaldirektors, als Europas erfahrenster Astronaut über seine Erlebnisse im All und seinen persönlichen Werdegang. Außerdem fand an dem Abend die Preisverleihung zum internationalen Chemiewettbewerb des Royal Australian Chemical Institute, in dem die MINT-EC-Schülerinnen und -Schüler Deutschland jährlich exklusiv vertreten, statt. Darüber hinaus entschied das Publikum über die Platzierungen der besten drei Beiträge im englischsprachigen MINT-EC SchoolSlam mit British Council.

Nach diesen interessanten, spannenden und unterhaltsamen Tagen flogen wir am Samstagmorgen wieder nach Bonn. Die MINT 400 hat uns dreien sehr viel Spaß gemacht. Bietet sich einem die Möglichkeit, in einem der nächsten Jahre daran teilzunehmen, würden wir sehr dazu raten, die Chance zu nutzen. Es lohnt sich!


Alexander Ruhrmann, Paula Usinger, Franziska Schelleis (Q1) und Benny Reichelt.

 

MINT400 2017 Kurs

 

Thomas Reiter und Ralph Caspers

 

Moderator Ralph Caspers (re) mit Astronaut Thomas Reiter

 

Thomas Reiter

 

 Thomas Reiter, ESA Koordinator internationale Agenturen bei seinem Vortrag

 

MINT400 2017 Schatzsucher

Unsere MINT-Teilnehmer mit gefundenem Schatz ( von re nach li: Paula Usinger, Franziska Schelleis, Alexander Ruhrmann, Benny Reichelt)

(Fotos: B. Reichelt)

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