Ford LogoAm 15. Juni fand die Exkursion des Informatik LK von Herrn Reichelt zu den Ford-Werken statt. Zunächst mussten wir uns am Eingang der Werke Besucherausweise für den Tag besorgen. Mit diesen hatten wir Zugang zum Fortbildungsbereich. Dort verbrachten wir den Tag.


Am Anfang haben wir einen Vortrag über den Aufbau der Ford-Werke gehört. Die Ford-Werke sind in viele verschiedene Bereiche aufgeteilt. Einen extra Bereich für IT gibt es nicht. Jeder Bereich hat eine eigene IT-Abteilung, die für ihn arbeitet. In diesen verschiedenen Bereichen gibt es Projektmanager die Aufträge an die Programmierer vergeben. Doch diese sind keine IT-Fachkräfte und können ihre Aufträge nicht so effektiv übermitteln. Dafür gibt es so genannte Business Analysten, welche ausschließlich die Aufgabe haben, zwischen dem Projektleiter bzw. den internen Kunden und den Programmierern zu vermitteln. Dieser Teil ist sehr schwierig, da man auf zwei Gruppen angewiesen ist, die unterschiedlich denken und unterschiedliche Ziele haben.


Die Programmierer sind in drei Gruppen unterteilt. Es gibt die Business IT, das Application Development and Maintenance und die IT Operations. Zwischen diesen Gruppen kann man einfach wechseln, damit die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei Ford Abwechslung in ihrem Beruf haben. Außerdem wurde uns während des Vortrags erzählt, dass ein Großteil der IT nicht an Computern statt findet. Weiterhin haben uns die Vortragenden darüber informiert was für Fertigkeiten man braucht. Neben den IT Kenntnissen ist soziale Interaktion sehr wichtig, da viele Menschen mit unterschiedliche Zielen und Kenntnissen in einem Bereich und dem Unternehmen zusammen arbeiten.


Dann haben wir eine kleine Simulation zu den Aufgaben der Business-Analytiker durchgeführt. Zunächst wurden wir in zwei Gruppen unterteilt. In diesen Gruppen gab es dann einen Business-Analytiker, mehrere Projektleiter aus dem Fachbereich und mehrere Programmierer. Der Fachbereich bekam einen Bauplan, auf dem eine Figur aus Lego zu sehen war. Die Programmierer hatten verschiedene Legosteine. Nun hatte der Business-Analytiker die Aufgabe, sich die Figur von den Projektleitern beschreiben zu lassen. Er durfte den Bauplan nicht sehen. Dann musste er zu den Programmierern gehen und diese Beschreibung übermitteln, so dass die Programmierer die Figur bauen können. Auch wenn diese Aufgabe sehr einfach klingt, war sie das nicht. Keine Gruppe hatte auf Anhieb alles richtig. Meist wurden Angaben wie z.B. die Winkel, in denen die Steine zu einander stehen, nicht richtig vermittelt. Nachdem wir diese Simulation zweimal durchgeführt hatten, machten wir eine Mittagspause.


Im zweiten Teil beschäftigten wir uns mit der Softwareentwicklung. Zuerst erklärten uns zwei Softwareentwickler, wie komplex die Softwareentwicklung ist. Die Implementierung beginnt erst nach Planung und Analyse der technischen Umsetzung der Software. Doch jetzt muss diese erst noch ausreichend getestet werden, bevor sie fertig ist. Die Softwareentwicklung geschieht in Gruppenarbeit und ist sehr kundennah. Die Entwicklergruppe arbeitet gemeinsam in zweiwöchigen Phasen bestimmte Punkte der Software ab.


Nun wurde uns ein Video über den Traumberuf Programmierer gezeigt, in dem Ford-Mitarbeiter über ihren Beruf sprachen. Nach dieser Einführung sollten wir nun selbst ein Projekt umsetzen. Unsere Aufgabe war es, eine Website mit HTML zu erstellen, die ein Navigationsgerät simulieren sollte. Auf dieser Seite hatte der Benutzer verschiedene Möglichkeiten, wie zu Beispiel die Auswahl seines Transportmittels oder die Ortung seines Standortes. Zusätzlich sollten wir auch noch JavaScript verwenden. Dies stellte ein kleines Problem für unseren Kurs dar. Doch mit der Hilfe der Programmierer und Google (wir sollten sogar googeln!) schafften wir es, das Projekt zu bearbeiten.
Am Schluss wurde uns noch das duale Studium bei Ford vorgestellt, aber dann war unser Ausflug zu den Ford-Werken zu Ende.

 

Robert Bitterling (Q1)

 

(Foto: J. Stiewe)

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