Die Veranstaltung MINT400 ist jedes Jahr eine Gelegenheit für interessierte Schüler und Lehrer, sich den Nachwuchstalenten der MINT-Welt zu widmen. Im Technologiepark Adlershof in Berlin trafen so vom 04.-06. Februar 400 Schülerinnen und Schüler auf rund 100 Fachlehrerinnen und -lehrer. Darunter auch wir, Herr Reichelt sowie wir Informatik-Leistungskurs-Schüler, Marc Sinner und Karl Rieländer. Unser Ziel war es, unser Wissen auf der dreitägigen Exkursion zu erweitern.

Vor der Fahrt standen wir vor der Wahl, welche Veranstaltungen wir besuchen wollten. Wir entschieden uns für den Fachvortrag “Unsere technisierte Welt ohne zerstörungsfreie Materialprüfung (ZfP)? Unvorstellbar!” sowie für einen Workshop des Vereins Deutscher Ingenieure. Herr Reichelt besuchte zwar den selben Vortrag, wählte aber einen Workshop zum Thema Optik, um neue und spannende Inhalte in seinem Physikunterricht in der Stufe 6 einbringen zu können.

Mit diesen Plänen flogen wir am Donnerstag, den 4. Februar, nach Berlin. Dort angekommen, konnten wir uns erst einmal auf einer Stadtrundfahrt davon überzeugen, wie sich die Kulisse Berlins über die Jahre veränderte, und wer daran maßgeblich beteiligt war. Man hatte dabei das Gefühl, dass sehr viel mehr Wert auf die Architekten selbst gelegt wurde, als auf deren Architektur und Orte von aktueller oder historischer Bedeutung eher in der Hintergrund rückten.

MINT400 begann dann für uns noch am selben Abend mit einigen Vorträgen, zum Beispiel den über die Vorstellung des biologisch abbaubaren Klebebands und eben auch den versprochenen Vortrag zur zerstörungsfreien Materialprüfung. Letzterer ging sehr weit in die Breite darüber, in welchen Bereichen ZfP benötigt wird. Dabei stellte sich heraus, dass alles, was nicht unerwartet kaputt gehen darf - also im Grunde alles - auf ZfP angewiesen ist. Vom Space Shuttle über den Öltanker zur Autobahnbrücke führt beispielsweise ein fühes Brechen eines tragenden Elements zu verheerenden Folgen. Diese Tatsache erklärte der Referent Dr. Mathial Puschke sehr breit gefächert, vermied es aber für unseren Geschmack leider, in die Tiefe zu gehen, weshalb es zu vielen Wiederholungen kam. Danach verbrachten wir unsere Zeit in einem so genannten Team Escape Room. Dort wird man in einem Raum eingeschlossen und muss durch Hinweise einen Kriminalfall in weniger als einer Stunde lösen, um schließlich den Weg nach draußen zu finden. Dabei hatten wir alle viel Spaß, obwohl wir den Fall nicht komplett in der vorgegebenen Zeit aufdecken konnten.

Auch am Freitag sollten wir durch eine reichhaltiges Programm gut unterhalten werden. Herr Reichelt besuchte den von ihm gewählten Optik-Workshop zum Thema "Der Photonics Explorer: Die Licht Experimentierkiste für die ganze Klasse", während wir Wissenswertes zur Ressourceneffizienz lernten. In einem Vortrag wurde dabei anfänglich vermittelt, dass auf die effiziente Nutzung von Ressourcen in der Produktion, dem Verbrauch und der Entsorgung geachtet werden muss. Mit diesen Kriterien konnten wir dann in eigener Arbeit Produkte, wie zum Beispiel verschiedene Fortbewegungsmittel, nach Ressourceneffizienz einstufen. Durch den Workshop wurden allen Teilnehmern die Augen geöffnet, um in der Zukunft achtsamer mit der Umwelt umgehen zu können.

Nachdem sich alle Mint400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder im Hauptstadtforum versammelt hatten, sorgten die Veranstallter mit der Band NOE, einer Moderatorin und unterhaltsamen Rednern für reichlich Abwechslung. Unter den Rednern befand sich Prof. Dr. Markus Roth, der prominente Technologien aus dem Science Fiction-Genre, wie das Beamen und den Warp-Antrieb vorstellte und deren Umsetzbarkeit in der Realität auf den Grund ging. Auch der British Council stellte mit drei Science Slams amüsante Vorträge über Wissenschaftliche Themen vor.

Nach diesen langen, spannenden und unterhaltsamen Tagen flog wir am Samstag wieder nach Bonn. Wir haben viel Spaß gehabt und die einmalige Chance, über 400 andere MINT-Schülerinnen und Schüler kennenzulernen, mit Freude genutzt.

 

Marc Sinner und Karl Rieländer (beide Q1)

 

 

MINT400 Bild3

 

Zeit für etwas Berlin-Historie war auch: die drei EMA-Informatiker am ehemaligen Checkpoint Charlie

 

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MINT-EC-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Gollub

 

MINT400 Bild1

 

 Prof. Dr. Markus Roth, Institut für Kernphysik, Technische Universität Darmstadt, referierte über prominente Science Fiction-Technologien aus "Star Trek und Co."

 

MINT400 Titelbild

 

Sherlocked-in and so close to escape - yet, not quite close enough... - Geholfen wurde ihnen dennoch: Benny Reichelt, Physik- und Informatiklehrer und seine Q1-Informatik-LK-Schüler Marc Sinner und Karl Rieländer

 

 (Fotos: Marc Sinner, Dirk Laessig)

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