blickIn der Woche vor den Osterferien wurde der Mathematikunterricht der siebten Klassen ans Rheinufer verlegt. Ziel war die Bestimmung der Rheinbreite.

Das reale Problem musste zunächst mathematisiert werden um zu einer Lösung zu gelangen. Diese Erkundung außerhalb des Klassenzimmers leistete also einen wesentlichen Beitrag zum mathematischen Modellieren (eine Kernkompetenz im Mathematikunterricht). Und obwohl hier die Ergebnisse nicht so schön „glatt“ wie im Mathebuch waren, hatte diese Outdoor-Aufgabe einen wesentlich größeren Aufforderungscharakter. Weiter waren Kreativität und Teamgeist bei der Durchführung der Messung gefordert.fähre

Unterstützung erhielten wir durch das Vermessungs- und Katasteramt Bonn, welches uns moderne Theodoliten auslieh, mit denen wir genauste Winkelmessungen vornehmen konnten. So wurde auch das Studium der Geodäsie und der Beruf des Vermessers vorgestellt. Aus Fachkreisen erfuhren wir, dass im Vermessungswesen starker Nachwuchsmangel herrscht, da dies wohl ein recht unbekanntes Berufsfeld sei.

Ein weiteres Highlight war die Überfahrt mit der Bonner Rheinnixe, auf der uns der Kapitän sein Radargerät erklärte und den Schülern zeigte, wie er täglich damit ganz genau die Rheinbreite bestimmt. So konnten wir unseren selbst bestimmten Wert überprüfen. Zur Feier unserer guten Messung spendierte uns der Kapitän, dann weitere Überfahrten, auf denen so mancher Schüler das Steuer auch selbst in die Hand nehmen durfte.

Daniela Düßdorf

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