MINT400 Impressionen Bildungsmarkt 2Vom 22. - 24. Februar 2018 besuchten wir, zwei Schüler des Informatik-LKs (Stufe Q1), die MINT400 in Berlin, ein Treffen aller MINT-Schulen, das es ermöglichen soll, Einblicke in die verschiedenen Wissenschaftsbereiche zu erlangen. Dies wird u.a. durch einen Bildungsmarkt ermöglicht, auf dem verschiedene Aussteller aus Wirtschaft und Wissenschaft Studien- und Berufsperspektiven vorstellen, sowie Impulse für die Unterrichtsgestaltung aufzeigen. Zusätzlich wählen die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer einen Fachvortrag und einen Workshop aus den verschiedensten Bereichen, wie zum Beispiel Neurobiologie oder Mikrocontrollerprogrammierung.

So hörten wir einen spannenden Vortrag über ein Projekt, in dem mehr Menschen das Programmieren auf intuitiver Ebene nähergebracht werden soll. Dazu wurde eine erweiterte Version von „Scratch“, das ja auch am EMA für den Einstieg in die Informatik verwendet wird, entwickelt. Diese Programmiersprache basiert ausschließlich auf Blöcken, die nach einem sehr logischen System zu ganzen Programmen zusammengesetzt werden und damit die von außen schwer verständlichen Textbefehle gängiger Programmiersprachen ersetzen. Der Vortrag beschäftigte sich auch umfassend mit der Frage, wie man das Programmieren Kindern beibringen kann, ohne von den komplexen, aufwändigen Textbefehlen Gebrauch zu machen.

Die Workshops sollen den Teilnehmern verschiedene Themen näherbringen. So gibt es im Workshop zum Thema Big Data eine Rallye, die eben dieses Thema behandelt. Big Data beschreibt eine Menge an Daten, die zu groß ist, um sie mit herkömmlichen Mitteln auszuwerten. In unserer Zeit werden immer mehr Daten über uns gesammelt, wovon wir immer weniger mitbekommen. Sei es durch soziale Netzwerke, Kameras oder Einkäufe. Das Ziel der Firmen ist es natürlich, aus diesen Daten den größtmöglichen Profit zu ziehen. So gibt es bereits Supermärkte, die ihren Kunden – ohne deren Wissen – personalisierte Angebote für ihre Produkte machen. Durch all die Daten, die wir hinterlassen, kann mittlerweile die Schwangerschaft einer Frau schon in einem recht frühen Stadium anhand ihrer entsprechenden Internetsuchen und Einkäufe festgestellt werden, ohne sie auch nur einmal gesehen zu haben. Dadurch werden Daten ein wertvolles Gut, dass sich Facebook & Co. teuer bezahlen lassen. Gleichzeitig gibt es den Konzernen aber immer mehr Kontrolle über die Menschen, ohne dass diese zustimmen müssen. Diese Umstände werden aktuell immer relevanter und ein bewusster Umgang mit ihnen wichtiger.

Zudem gab es auch Workshops, die verschiedene Berufsperspektiven anregen sollten. Unter anderem der Workshop I2GEO sollte die nicht sehr bekannten Berufe der Geodäsie und des Markscheidewesens speziell im Bergbau präsentieren. Dort durften die Schülerinnen und Schüler anschaulich mit einem Laserscanner die Umgebung vermessen und sie digital modellieren und minimale Veränderungen der Umgebung entdecken, was zum Beispiel im Bergbau Leben rettet. Das Ziel war es, Nachwuchs in weniger populären Branchen der Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern.
Für Schülerinnen und Schüler ist es interessant, um entweder einen Weg für die Zukunft zu finden, oder, sollte dieser schon gewählt sein, sich in diesem zu bestätigen oder ihn zu korrigieren. Lehrerinnen und Lehrern wird dagegen eine Weiterbildung und eine Weiterentwicklung der Unterrichtsgestaltung geboten, um die MINT-Fächer in Schulen zu fördern.

Neben diesen fachlichen Aspekten steht aber auch der Austausch aller Beteiligten im Mittelpunkt. Zwischen den einzelnen Veranstaltungspunkten gibt es bewusst größere Zeiträume, die genau zu diesem Zweck genutzt werden sollen und auch werden. So kamen auch wir schnell in Kontakt mit anderen Schülerinnen und Schülern. Schon bald wurden Telefonnummern ausgetauscht und ein kleines Netzwerk an wissenschaftlich interessierten Schülerinnen und Schülern entstand. Die spannenden Gespräche untereinander rundeten die ohnehin sehr kurzweiligen und informativen Workshops und Vorträge ab. Die Teilnahme an der MINT400 sei jedem Interessierten, der einmal die Möglichkeit bekommen sollte, dort teilzunehmen, sehr empfohlen, um seinen Horizont wissenschaftlich zu erweitern, die Möglichkeiten seines beruflichen Werdeganges zu erkennen oder um einfach neue Freunde aus ganz Deutschland und darüber hinaus zu finden.

 

Justus Mairböck und Benedikt Ermert

(Informatik Leistungskurs in der Q1 bei Herrn Reichelt)

 

 

MINT400 2018 Gollub Vorstandsvorsitzender MINT EC

 

Wolfgang Gollub, Vorstandsvorsitzender von MINT-EC, bei seiner Eröffnungsrede

 

MINT400 Impressionen Bildungsmarkt Glaesernes Labor

 

Impressionen vom Bildungsmarkt der MINT400, hier im Gläsernen Labor

 

MINT400 2018 Impressionen Bildungsmarkt TU Bergakademie Freiberg2

 

Impressionen vom Bildungsmarkt der MINT400, hier vom Workshop I2GEO der TU Bergakademie Freiberg

 

(Fotos: MINT-EC)


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