Schlagwörter Gesellschaftswissenschaften


Bericht über die Berlinfahrt von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium-Bonn auf Einladung des Auswärtigen Amtes der BRD zur Europa-Konferenz „Der Wert Europas“

von Jakob Schlottner und Till Krummel

Ativitäten:

Am Tag der Anreise (Sonntag 16.9.12) unternahmen wir nach dem verschließen der Koffer einen Spaziergang durch die Innenstadt von Berlin, inclusive einem Besuch an der Gedenkstätte „Berliner Mauer“.

Den zweiten Tag verbrachten wir mit einer Führung durch das Auswärtige Amt und Mauer 2012dem Gespräch mit einem wissenschaftlichen Mitarbeiter von Ullrich Kelber im Paul-Löwe-Haus. Wir konnten Fragen aller Art stellen die sich über die verschiedensten Themenbereiche erstreckten. Wir besuchten die Reichstagskuppel und einige politisch interessierte Schüler besuchten mit unseren Lehrern noch ein Kabarettstück.

Am Dienstag dem 18.09.2012 schließlich war nun der Tag der Europakonferenz, welche durch den Außenminister Guido Westerwelle eröffnet wurde. Es wurde über die verschiedensten Themen zum Bereich Europa diskutiert. Am Abend wurden wir noch von der Bertelsmann Stiftung empfangen, wurden mit Trinken und Essen versorgt und konnten uns in einige Gespräche mit Abgeordneten vertiefen.

Am Mittwoch war der Tag der Abreise zuvor waren wir aber noch in einem Museum über die Arbeit und die Opfer der Staatssicherheit der DDR.

 

Detaillierte Beschreibung des Tages Der Europa-Konferenz „Der Wert Europas“

Um 10 Uhr Morgens war es endlich so weit: Das Auswärtige Amt öffnete seine Türen für Die Konferenz der Wert Europas. Aber erst um 11 Uhr ging es richtig los.

Zunächst hielten Außenminister Dr. Guido Westerwelle sowie der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung Aart de Geus ihre Eröffnungsreden und gingen dabei näher darauf ein was der Anlass dieser Konferenz war und weshalb und welchen Wert Europa hat.

Um circa 11.30 Uhr begann dann die erste Podiumsdiskussion dieses Tages zum Thema „Europa als Wertegemeinschaft: Wofür stehen wir?“ Teilnehmer dieser Diskussion, unter Leitung von Andrea Fies vom Fernsehsender Arte und Birgit Wentzien vom Radiosender Deutschlandfunk, waren Shirin Ebadi, Friedensnobelpreisträgerin des Jahres 2003 für ihren Kampf für mehr Menschenrechte und Demokratie im Iran, Juliane Kokott, Generalanwältin am Europäischen Gerichtshof, und Peter Sloterdijk, Philosoph und Rektor der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Gerade weil die einzelnen Persönlichkeiten in dieser Podiumsdiskussion äußerst interessant waren, war es um so enttäuschender, dass leider nicht einen Diskussion sondern ein Monolog der einzelnen Personen zu Stande kam.

Als nächster gab es ein Buffet-Mittagessen bei dem es die Gelegenheit gab in Gespräche mit Vertretern aus Politik, Diplomatie, Wissenschaft und Wirtschaft zu kommen.

Um 13.30 Uhr begann dann die Podiumsdiskussion „Europa als Währungsgemeinschaft: welcher Weg?“ Teilnehmer dieser Diskussion, unter Leitung von Joachim Fritz-Vannahme von der Bertelsmann Stiftung, waren Jürgen Stark, Wirtschaftsberater und ehemaliger Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank, sowie Guntram Wolff, Stellvertretender Leiter der Denkfabrik Bruegel. Diese Diskussion brachte einem als Zuhörer zwar viel neues Wissen, dennoch kann man sie nicht wirklich als Diskussion bezeichnen, da es zu wenig Kontroversen zwischen den beiden Experten gab.

Die nächste Podiumsdiskussion um 14.15 Uhr ging um das Thema „Wirtschaftsmacht Europa: Wie bestehen wir im globalen Wettbewerb?“ Teilnehmer dieser Diskussion, unter Leitung von Quentin Peel von der britischen Ausgabe der Financial Times, waren Anne-Marie Le Gloannec, Politikwissenschaftlerin von Science Po, Michael Georg Link, Staatsminister im Auswärtigem Amt, Rene Obermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, und Beatrice Weder di Mauro, Wirtschaftswissenschaftlerin und ehemaliges Mitglied des Sachverständigenrates. Diese Diskussion zeichnete sich vor allem durch die Kompetenz des Moderators Quentin Peel, der es einerseits verstand, wenn die Diskussion abdriftete sie wieder in die richtige Richtung zu lenken, als auch sein eigenes Sachwissen und Meinung einzubringen.

Anschließend gab es eine Kaffee Pause, die wieder dazu genutzt werden konnte Gespräche mit anderen Teilnehmern der Konferenz zu tätigen.

Um 16:00 Uhr begann die Podiumsdiskussion zum Thema „Zukunftsprojekt Europa: Welches Europa wollen wir?“ Teilnehmer dieser Diskussion, unter Leitung von Thilo Kößler, waren junge Politiker aus verschieden europäischen Ländern. Aus Frankreich nahm Sandrine Belier, Mitglied des europäischen Parlaments, aus Polen nahm Sidonia Jedrzewska, Mitglied des europäischen Parlamentes, aus Deutschland nahm Johannes Vogel, Mitglied des Deutschen Bundestages, und aus Portugal nahm Pedro Delgardo, Mitglied der Nationalversammlung der Portugiesischen Republik, an der Diskussion teil. Diese Diskussion war, vermutlich gerade wegen des jungen Alters der Politiker, sehr lebhaft und am interessantesten, da es große Kontroversen in der Diskussion gab, die vom Moderator auch immer wieder gefördert und zusammengefasst wurden. Zudem wurden auch Fragen aus dem Publikum zugelassen die Die Diskussion passend ergänzten.

Die letzte Podiumsdiskussion begann um 17:00 Uhr mit dem Thema „Gestaltungskraft Europa: Welche Vision?“ Teilnehmer dieser Diskussion, unter Leitung von Aart de Geus dem Vorstandsvorsitzenden der Bertelsmann Stiftung, waren Paolo Portas, Minister für auswärtige Angelegenheiten der Portugiesischen Republik, und Guido Westerwelle, Bundesminister des Auswärtigen und Mitglied des Bundestages. Zunächst hielt Paolo Portas eine Rede in der er den Wert Europas herausstellte und die Bemühungen des Portugiesischem Staates zur Überwindung der Schuldenkrise darlegte. Darauf gab es eine Diskussion in der beide Politiker Einigkeit in der Frage welchen Wert Europa hat, einen hohen, und wie man die Schuldenkrise überwindet, wie es der Portugiesische Staat vor macht, zeigten .

Nach dieser Podiumsdiskussion war die Konferenz offiziell beendet, wir nutzen allerdings die Einladung der Bertelsmann Stiftung zu einer Europa-Lounge in der Bertelsmann Repräsentanz. Dieser Einladung folgten auch zahlreiche andere Teilnehmer der Konferenz, sodass sich interessante Gespräche ergaben. Da man bei diesen Gesprächen auch als Schüler seine Meinung und sein Wissen einbringen konnte war dies eigentlich der interessanteste Teil des Tages.        

 

Fazit der Berlinfahrt: Die Fahrt war für alle Schüler ein Ereignis mit hohem Bundestag 2012Stellenwert. Denn man konnte nicht nur das Tag- und Nachtleben der Stadt Berlin kennen lernen, sondern auch einige historische Ereignisse konnten hautnah nachvollzogen werden. Das für die meisten Interessanteste waren aber die verschiedenen Berührungspunkte mit dem politischen Geschehen in der Stadt. Hier wäre zum einem das Gespräche mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter von Ullrich Kelber zu nennen, als auch der Empfang in der Bertelsmann Stiftung. Unser Hauptanliegen, der Besuch der Konferenz, „Der Wert Europas“ war für uns natürlich das Highlight und wir wollen diese tolle Erfahrung nicht missen.


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