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Not macht erfinderisch! Wie ermöglicht man es allen Schülerinnen und Schülern der Erprobungsstufe, den spannenden Lesebeiträgen von Sechstklässlern zu lauschen, ohne über einen Versammlungsort wie der Aula zu verfügen? Man macht es sich einfach in Halle G des EMA gemütlich.

So fand auch in diesem Jahr, am 14. November 2017 während der dritten und vierten Stunde, eine Sockenlesung in der Turnhalle statt. Sockenlesung deshalb, weil die Turnhalle nicht mit Straßenschuhen betreten werden darf und deshalb das Publikum zu Beginn der Veranstaltung das Schuhwerk ausziehen musste.

Nachdem alle bequem auf Bänken oder mit ihren Kissen auf Matten Platz genommen hatten, konnte der Wettstreit starten. Zunächst begeisterten uns die Sieger der sechsten Klassen jeweils drei Minuten mit von ihnen ausgewählten Texten. Greta Hubert (6a) las eine Textstelle aus dem Roman "Stichkopf und der Scheusalfinder" (Guy Bass) vor. Nina Albrecht aus der 6b schickte uns in die Zauberwelt des "Hobbits" (J. R. R. Tolkien). Der "Hund Müller" (Hilke Rosenboom) stand im Mittelpunkt ders Geschichtsauszugs, den Richard Adler (6c) vortrug. Über den ganz normalen Familienwahnsinn belustigte uns abschließend Paulina Sonnabend (6d), indem sie aus Andreas Steinhöfels Roman "Dirk und ich" vorlas. Sciherlich wird der ein oder die andere Nachschub in Sachen "Lesestoff" gefunden haben.

Das Publikum fieberte jeweils mit den Klassensiegern mit und würdigte jeden Beitrag mit angemessenem Applaus. Doch die noch größere Herausforderung wartete auf die vier Meisterleser. Sie mussten nämlich noch jeweils zwei Minuten einen ihnen fremden Text vorlesen. Dieser stammte aus Andreas Schlüters Jugendroman "Level 4 - Die Stadt der Kinder". Der Protagonist der Geschichte, Ben, probiert ein neues Computerspiel aus, doch ein plötzlicher Systemabsturz verändert die Realität, sodass alle Erwachsenen verschwunden sind.

Auch diese Hürde wurde bravourös gemeistert, sodass man nicht in der Haut der Jury, bestehend aus Zora Werner (Klasse 7d, Vorjahressiegerin), Frau Lutzer (Elternvertreterin) und Frau Helmholdt (Deutschlehrerin), stecken wollte, eine Entscheidung zu treffen.

Für die Siegerehrung nahm sich Frau Knittel Zeit. Auch sie fand beeindruckende Worte zur Bedeutung des Vorlesens, denn nur zu gerne erinnerte sie sich an Zeiten, in denen sie ihren Kindern, gerade in Monaten wie November und Dezember, eingekuschelt auf dem Sofa, vorgelesen hatte.
Als dann die Spannung kaum noch auszuhalten war, wurde die Siegerin, Paulina Sonnabend (Klasse 6d von Frau Krämer und Herrn Müller), verkündet. Sie erhielt eine Urkunde und einen Buchpreis.

 

Sockenlesung 2017 Gewinner

 

Nebenbei bemerkt: Die Veranstaltung in der Turnhalle kommt so gut an, dass nicht wenige dafür plädieren, den Vorlesewettbewerb weiterhin in der Turnhalle auszutragen. Nicht zuletzt sorgte unsere Technik-AG für einen reibungslosen Ablauf. Mal sehen, wo wir uns nächstes Jahr wiedersehen.

Dagmar Mautes

 

 

Sockenlesung 2017 Publikum2

 

Trotz gemütlichem Ambiente in der Sporthalle herrschte eine gespannte Atmosphäre im Publikum.

 

Sockenlesung 2017 Ansage

 

Wen würde die  Jury zum Sieger bzw zur Siegerin der diesjährigen Sockenlesung am EMA küren?

 

Sockenlesung 2017 Leserin

 

Paulina Sonnabend aus der 6d überzeugte schließlich mit einem Auszug aus Andreas Steinhöfels "Dirk und ich" am meisten und wird am Stadtentscheid teilnehmen. Herzlichen Glückwunsch ihr und allen anderen Leserinnen und Lesern für ihre tollen Leseleistungen!

 

Sockenlesung 2017 Publikum1

 

 

(Fotos: D. Mautes)

 

 

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