Stufe Q2

  • „EMAzon“ meldet: Abiturjahrgang 2017 wurde am Freitag, 30.06.17 endgültig versendet

    Abi 2017 HoersaalSpätvorlesungen sind immer gut besucht – so auch am vergangenen Freitag um 15 Uhr im Wolfgang-Paul Hörsaal der Universität Bonn – dem EMA unmittelbar benachbart und derzeit einer von mehreren Ausweichorten für Schul-Großveranstaltungen, die im vergangenen Jahr noch in der Aula stattfinden konnten. Legeres StudentInnen-Outfit sah man jedoch (fast) nirgends – klar, bei der Verabschiedung der Abiturientinnen und Abiturienten ist Schale angesagt. Festlich gekleidet und gestimmt ging es also in den letzten Akt an der Alma Mater der 125 jungen Damen und Herren, die mit ihren Reifezeugnissen ins Leben nach der Schule entlassen werden sollten.

    Das Stufen-Motto gab dann auch – erwartungsgemäß eigentlich – Thema, Takt und Ton der Abschiedsreden von Schulleiter Thomas Harth, der Elternvertreterinnen, Frau Schlutius und Frau Gerschlauer und Stufenleiter Thilo Kühn vor, deren sehr humor- und stellenweise kabarettistisch gehaltvolle (Chapeau, Monsieur Kühn!) Beiträge die jungen Leute durchweg als „sorgfältig ausgewählt“, „qualitätsmäßig optimiert“, „geprüft“, „zwischengelagert“, „endkontrolliert“ und „erfolgreich zur Versendung freigegeben“ würdigten, dabei aber nicht vergaßen, die Paketinhalte an den nun notwendig werdenden Akt der ‚Wiedermenschwerdung‘ angesichts des Eintritts in das Leben jenseits von „EMAzon“ zu erinnern: Bleibt närrisch, phantasievoll und träumt eure Träume – so die sinngemäße Botschaft der Mütter und Väter; und Thilo Kühn orderte für sein Abschiedspaket an seine ihm hörbar ans Herz gewachsene Stufe alle „Soft Skills“, die man sich als reifer Mensch so wünschen kann.

    Vielleicht war es als Signal dafür zu verstehen, dass die Abiturientinnen und Abiturienten die Motto- und damit die Schulphase bereits innerlich verabschiedet hatten. Die sehr gute Abschlussrede ihrer beiden Vertreterinnen (Jana Gerschlauer, Clara Beckenkamp) jedenfalls nahm die Schulwoche als Motiv für einen ebenso humorvollen, wie ernsthaften und auch von etwas Wehmut geprägten Rückblick auf einen Lebensabschnitt, der vom mit Spannung und etwas Furcht erwarteten Montag des Eintritts in die Erprobungsstufe, über den vor Kraft und Saft ebenso strotzenden wie selbiges fordernden Dienstag der Mittelstufe in die letzten drei Schuljahre einmündete, deren Intensität einen ganzen Mittwoch, Donnerstag und Freitag verdiente – mit allen Höhen und Tiefen, die die Werkwochenendzeit gewöhnlich mit sich bringt. Nun, am Freitagnachmittag, war es im wahrsten Sinne des Wortes vollbracht: Schulwoche und Schulzeit sind für die EMA-Abiturientia 2017 endgültig vorbei, und das Wochenende steht vor der Tür. In der von ihr gewählten Metapher entsprächen Samstag und Sonntag eigentlich dem Leben nach der Schule. Aber allen war und ist klar: Das Leben draußen wird kein Wochenende sein. Samstag und Sonntag sind, was sie hoffentlich für alle meistens bleiben werden: Eine Zeit zum Ausspannen, zum Feiern und zum Regenerieren. Ins FSJ, in die Ausbildung oder zur Vorlesung in den Wolfgang-Paul-Hörsaal aber geht es am Montag danach. Und weil alle im Hörsaal Anwesenden – auch unsere prachtvollen Ex-Schülerinnen und Schüler in den ersten Reihen – wussten und wissen, dass es diese Woche wesentlich mehr in sich haben wird, als eine zwölfjährige solche bei „EMAzon“, herrschte bei allen neben großer Freude über das bestandene Abitur auch ein klein wenig Abschieds-Melancholie, als es schließlich, nachdem alle Zeugnisse und Ehrungen verteilt waren, hieß: „EMAzon – Nach 12 Jahren nicht mehr auf Lager“.

    Allen Schülerinnen und Schülern des Abiturjahrgangs 2017 – insbesondere auch denen, die bei mir schriftliche und mündliche Abiturprüfungen abgelegt haben und denen ich am Freitag leider nicht mehr persönlich gratulieren konnte – seien an dieser Stelle noch einmal die herzlichsten Glückwünsche zur vollendeten Reifeprüfung, Gottes Segen und alles Gute für das Leben nach der Schule gewünscht, das nun endgültig begonnen hat.

    Es ist nun wieder Montag. Auf ein Neues.

    Jochen Stiewe

     

    Folgende Schülerinnen und Schüler der Stufe Q2 am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium erwarben in diesem Jahr ihr Abitur:

    Deniz Altiner
    Soren Antebi
    Yannik Arndt
    Ege Ateslioglu
    Annan Azami
    Hanna Bach
    Lorenz Baues
    Luca Leonardo Bauz
    Clara Beckenkamp
    Sadina Besic
    Robert Bitterling
    Philipp Bobinski
    Felix Bork
    Fausto Bradke
    Franziska Brenner
    Peter Busch
    Rebecca Dupré
    Sanja Durasevic
    Justus Einig
    Clara Ellerkmann
    Alpay Attila Eryigit
    Carlotta Fischer
    Marie-Theres Flohr
    Lisa Fuchs
    Anna Sophie Geiger
    Levi Gensheimer
    Laura Gergeleit
    Jana Gerschlauer
    Pia Gerschlauer
    Friederike Sophie Gimbel
    Annika Glatter
    Janick Gootz
    Anton Gothe
    Calogero Granatella
    Lola Grote
    Lena Grouls
    Fabian Grützner
    Johannes Gundlach
    Dennis Günther
    Eva Marie Hack
    Benedikt Markus Heister
    Linnea Illies
    Lea Jelinek
    Daniel Jiang
    Alexander Jmatchinski
    Linda Johannsen
    Hannes Juretzka
    Indra Kaesemann
    Anna Kaiser
    Finn Kemmling
    Paulina Kempkens
    Alexander Kinzig
    Anno Felix Kleiss
    Franka Antonia Klippert
    Joshua Koch
    Mira Kohlwey
    Nicolas Kolanus
    Rania Konstantini
    Simon Krebs
    Klara Leineweber
    Rebecca Lewalter
    Franziska Luckas
    Ben Matuschek
    Leon Mauritius
    Jonathan Menzel
    Vera Merker
    Panhathai Meyer
    Tobias Meyer
    Raufu Miah
    Jan-Gustav Michnia
    Kai Benedict Muttelsee
    Maximilian Neu
    Patrick Steffen Niehüsener
    Fabian Nießen
    Franka Nußbaum
    Julia Nußbaum
    Julius Ost
    Justus Overbeck
    Alyssa Rachel Paletta
    Theresa Pantelouris
    Angelina Pennavaria
    Janelle Pfeifer
    Lara Pietrek
    Leon Poser
    Charlien Powitz
    Jonathan Pungel
    Lawand Rachid
    Julian Rätz
    Leonie Reuter
    Jonas Richarz
    Karl Rieländer
    Daniel Röthgen
    Lucia Schlottner
    Felix Schlüsener
    Oskar Schlutius
    Christina Schmehl
    Fabius Schmitz
    Jakob Schmitz
    Ben Seggewiss
    Ricarda Seifert
    Jofina Sichoongwe
    Marc-Alexander Sinner
    Niklas Spallek
    Paula Spengler
    Lena Steinbrügge
    Amelie Storch
    Niantong Tang
    Marisa Tappert
    Nils Tauchert
    Laurens Terhoeven
    Leonard Tietz
    Marie Luise Tietze
    Kira Trittermann
    Leon Turmann
    Mayda-Anna Vayvalakian
    Paul Veltman
    Clemens Vetter
    Mark Voß
    Nils Wappenschmidt
    Sofia Will
    Luisa Winterstein
    Christoph Wolff
    Marcel Wolff
    Dominik Wrobel
    Dominykas Zobakas


    Abi 2017 Ege grinst

    Ich hab' da was im Gesicht heut' das da gar nicht mehr weg gehen will... - Ege Ateslioglu eröffnet den Festakt mit der Ankündigung des ersten musikalischen Beitrages...

     

    Abi 2017 Musik Intro

     

    Begleitet von Ege Ateslioglu am E-Piano sang Janick Gootz "Time of our lives" - eine Schmonzette, ohne Frage. Aber zweifellos auch eine, die dem Anlass passte, wie die Anzüge den jungen Kerls. (Und nachdem ich den Text mal geyoutubt habe, frage ich mich: Hat Tyrone Wells das eigens für Schulabschlussfeiern geschrieben?)

     

    Abi 2017 HAR

     

    Hatte sichtlich Spaß an seiner (leider Gottes letzten) Abitur-Rede am EMA: Schulleiter Thomas Harth machte es wieder einmal knackig kurz, ebenso humorvoll und mit seinem Schlussatz im doppelten Sinne - "Es lebe das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium!" - auch ein wenig bewegend für die, die wussten, wie´s gemeint war. (Wer immer ihm nachfolgen wird: die Latte für Abi-Reden liegt hoch.)

     

     

    Abi 2017 Eltern

     

    Ebenso feinfühlig wie humorvoll (obwohl die Technik lange bockte): die Elternvertreterinnen, Frau Schlutius und Frau Gerschlauer

     

    Abi 2017 Clara und Jana

     

    Clara Beckenkamp und Jana Gerschlauer sprachen für die Abiturientia - und das richtig gut.

     

    Abi 2017 KUE

     

    Stufenleiter Thilo "der Boss" Kühn verabschiedete sich mit einer gelungenen Stand-up-Einlage vom "EMAzon"-Jahrgang 2017, der nach 12jähriger Lagerzeit mit vielen guten Wünschen im allerletzten Päckchen ins Leben nach der Schule entlassen wurde.

     

    Abi 2017 Chorensemble

     

    Das Abitur ist weder der Zenit, noch folgt ihm der Abgrund - aber Zeit zu gehen war es nun wohl. So wie im gleichnamigen Song von "Unheilig" - mit Piano-Begleitung gesungen vom Chorensemble der Q2. Ein guter vokalischer Abschluss.

     

    Abi 2017 MINT Ehren

     

    MINT-Koordinatorin Dr. Vera Wethkamp ehrte diejenigen Schülerinnen und Schüler der Q2, die neben MINT-Zertifikaten durch besondere Lernleistungen in verschiedenen mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereichen Auszeichnungen erhalten hatten. (Quiz this: Where´s the Big-Bang-theory-come-alive-physics-wizkid?)

     

    Abi 2017 Musik Ehren

     

    Verdiente und in ihren Ensembles schmerzhaft vermisste Musikerinnen und Musiker wurden anschließend von Toni Schüller als Koordinator des musischen Schwerpunktes des EMA geehrt und ausgezeichnet.

     

    Abi 2017 Musik Ehren2

     

    Danke für die vielen schönen Aufführungen und Konzerte und die Freude, die ihr uns damit gemacht habt!

     

    Abi 2017 Abiturientia groß1

     

    EMA-Abiturientia 2017 in groß, zum ersten...

     

    Abi 2017 Abiturientia groß2

     

    ...und zum zweiten...

     

    ...zum dritten...

     

    Abi 2017 Abiturientia groß3

     

    ...zum vierten...

     

    Abi 2017 Abiturientia groß4

     

    Abi 2017 Abiturientia groß5

     

    ...mit Stufenleiter Kühn (gaaanz rechts) zum fünften...

     

    ...und dann nochmal in aller Herrlichkeit zum sechsten und letzten Mal:

     

    Abi 2017 Abiturientia2017 Titel

     

    "Emazon" hat ausgeliefert: Den Jahrgang 2017 gibt es jetzt nicht mehr auf Lager. Wer ihn will, muss ihn nun im richtigen Leben suchen.

    Auf Wiedersehen und viel Erfolg und Glück darin!

     

    (Fotos: Rita Hillert)

     

     

     

  • Emazon - nach 12 Jahren nur noch wenige Wochen auf Lager

    Der Abiturjahrgang 2017 ist leider nicht mehr lange verfügbar, doch noch gibt es ein Spezialangebot. Die Q2 lädt ganz herzlich zum Stufenkonzert am 26.3. um 18 Uhr (Einlass ab 17:30 Uhr) in die Aula des Clara-Schumann-Gymnasiums (Loestraße 14, 53115 Bonn) ein!

    Natürlich ist der Eintrittstarif kostenfrei - ebenso wie unser Flyer zum Dowonload. Um ein Porto in Form von Spenden wird gebeten.

    EmazonMusic - jetzt auch live! Es wird ein toller Abend voll von Gesang, Tanz, Orchester, Poetry Slam und Schauspiel. Das alles und noch mehr steckt im großen Paket, das die Q2 zum Abschied versenden möchte!

    Wir freuen uns auf Euch!

     

    Stufenkonzert 2017 Plakat

  • Stufenkonzert der Q2 – Ein eindrucksvoller Abschluss!

     Am vergangenen Sonntag, den 28.02.2016, fand das Stufenkonzert der diesjährigen Abiturienten statt, welches über die Jahre zur Tradition geworden ist. Das diesjährige Motto lautete „Thank you for the music“, um sich für die tolle Unterstützung im musikalischen Bereich mit prägenden Erfahrungen in den vielen schönen Konzerten während unserer acht Jahre hier zu bedanken. Das Konzert wurde von Johanna Bihler und Lennart Komp organisiert.

    Den Rahmen bildete der Stufenchor, der freundlicherweise von Herrn Schüller geleitet wurde, und sich extra für das Konzert gebildet hatte. Das weitere Programm war vielfältig und enthielt Beiträge von Klassik über Pop zu Jazz, Breakdance und einem eigens komponierten Rap. Stimmungsmäßig war die Breakdance-Show von Niko Kontaxes und seinen Freunden ein absolutes Highlight, wobei die anderen Beiträge - wie beispielsweise die Schumannlieder von Nayeb Behbahani oder die Chopin Ballade in g-moll von Nina Stirner - dem in nichts nachstanden. Die beiden Moderatoren Paula Kirsch und Christopher Bülte leiteten amüsant und mit kleinen Anekdoten aus unserer Schulzeit durch das Konzert. Das zahlreich erschienene Publikum war den ganzen Abend (der etwas länger wurde als eigentlich gedacht) über begeistert und würdigte alle Beiträge mit reichlich Applaus.

    Letzten Endes war das Konzert ein voller Erfolg, den wir durch viele positive Rückmeldungen erfahren haben. Auch in finanzieller Hinsicht hat es sicherlich dazu beigetragen, dass der Abiball noch schöner werden kann! Vielen Dank dafür!

     

    Emma May (Q2)

     

     

    Q2 Konzert FutureHusbandt

     

    "Dear Future Husband" ( Tahira Schäfer, Oline Kuhlmann, Rebekka Dietzel (Gesang), Lennart Komp (Klavier), Leonard Senholdt (Schlagzeug), Maximilian Appel (Bass))

     

    Q2 Konzert Rap 

     

    Rap "Marseille" (geschrieben von "Stereotyp") (Linus Brohlburg, Vincent Legerlotz, Simon Klose(Klavier))

     

    Q2 Konzert Moderatoren 

     

    Die Moderatoren des Abends: Paula Kirsch, Christopher Bülte

     

    Q2 Konzert Schumann

     

    Schumannlieder (Nayeb Behbahani (Gesang), Lilly Schröder(Klavier))

     

    Q2 Konzert Breakdance

     

    Breakdance-Crew mit Niko Kontaxes und Freunden

     

     

    Q2 Konzert Streichquartett

     

    Streichquartett (Johanna Dupré, Almut Gruß, Joshua Gehlen, Emma May) 

     

     

    Q2 Konzert Dankeschoen

     

    Ein Dankeschön für die musikalische Unterstützung der Konzertantinnen und Konzertanten im Laufe der EMA-Zeit geht an: Annemie Lehmann, Anette Dupré, Andreas Herkenrath und Toni Schüller (3. - 6. von links).

     

    Q2 Konzert Stufenchor

     

    Stufenchor (Leitung: Toni Schüller) mit "Oh Happy Day"

     

     

    (Fotos: J. Bihler)

     

     

     

  • "Ihr sollt die Wahrheit erben" - Ergreifendes Zeitzeugin-Gespräch mit Anita Lasker-Wallfisch in der EMA-Aula am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

    Lasker Buchcover downsized„Ihr sollt die Wahrheit erben“ - so heißt die Biographie der mittlerweile über 90-jährigen Anita Lasker-Wallfisch, einer deutsch-britischen Cellistin jüdischer Herkunft und einer der letzten Überlebenden des Mädchenorchesters des Konzentrationslagers Auschwitz. Damit die Wahrheit über die Gräueltaten des NS-Regimes nicht in Vergessenheit gerät, besuchte Frau Lasker-Wallfisch auf Einladung der Fachschaft Sozialwissenschaften in Kooperation mit der Bonner Buchhandlung Böttger am 27.01.2016 das EMA. An diesem Tag, gleichzeitig auch Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus‘, erzählte sie den Schülern der Oberstufe von ihrer Lebensgeschichte und ihren Erlebnissen in der NS-Diktatur.

    Frau Lasker-Wallfisch berichtete von der Deportation ihrer Eltern 1942, als sie gerade einmal 16 Jahre alt war, von der Zeit, in der sie mit ihrer Schwester Renate in einer Papierfabrik arbeiten musste, von ihrer Inhaftierung nach einem Fluchtversuch mit gefälschten Dokumenten sowie ihrer anschließenden Deportation in das Konzentrationslager Auschwitz.

    Dass sie das NS-Regime überhaupt überlebte, verdankt Frau Lasker-Wallfisch der Tatsache, dass sie Cello spielen konnte. Bei ihrer Ankunft in Auschwitz erwähnte sie dies mehr oder weniger beiläufig, woraufhin die Lagerinsassin, die ihr den Kopf schor und ihr die Häftlingsnummer eintätowierte, voller Begeisterung sagte: „Das ist ja wundervoll! Du wirst gerettet werden!“ Fortan spielte sie Cello im Häftlingsorchester und genoss dadurch einige Privilegien. Auch ihrer Schwester Renate blieb so der Tod erspart.

    Im November 1944 wurden beide Schwestern nach Bergen-Belsen gebracht, wo die Zustände noch schlechter waren als in Auschwitz. Doch auch diese Zeit überlebten die Schwestern und wurden am 15. April 1945 durch britische Truppen befreit. Frau Lasker-Wallfisch wanderte nach England aus und wurde dort erfolgreiche Cellistin im English Chamber Orchestra, das sie mitbegründete.

    Eigentlich nahm sie sich vor, nie wieder einen Fuß auf deutschen Boden zu setzen, bis sie eines Tages erkannte, dass sie einen immensen Beitrag leisten könne, um solche Schrecken in der Zukunft zu verhindern. So traf sie die Entscheidung, Vortragsreisen zu unternehmen und Schulen zu besuchen, um über die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten und ihr Leben zu erzählen - aus meiner Sicht eine Entscheidung, die für alle Oberstufenschüler des EMA eine unglaubliche Chance war, mit einer Zeitzeugin zu sprechen und aus erster Hand über diesen Abschnitt der Geschichte zu lernen.

    Im zweiten Teil der Veranstaltung konnten Schüler der Zeitzeugin Fragen stellen. Neben weiteren Fragen zu ihrem Leben und der Art und Weise, wie sie mit dem Leid, das sie erfahren hat, umgegangen ist, wurde auch eine Brücke zur aktuellen politischen Lage geschlagen. „Niemand ist mit einem Etikett wie Übermensch oder Untermensch auf die Welt gekommen. Die Etiketten haben wir erfunden.“

    Während der gesamten Veranstaltung gelang es Frau Lasker-Wallfisch eine deutlich spürbare Spannung in der Aula zu erzeugen. Gebannt folgte das Publikum ihren Erzählungen. Abgesehen von der ruhigen, aber dennoch fesselnden Stimme der Zeitzeugin und einem gelegentlichen Husten war es in der Aula vollkommen still. Frau Lasker-Wallfisch beeindruckte nicht nur durch ihre Lebensgeschichte, sondern auch durch ihre starke Persönlichkeit, ihr Selbstbewusstsein und die Aura, die sie ausstrahlte.

    Wie relevant die Kenntnis des düsteren Teils der deutschen Geschichte auch für die Gegenwart ist, betonte Frau Lasker-Wallfisch öfters. Eine Botschaft lag ihr besonders am Herzen: Sie erklärte den Schülern, dass es eine Unmöglichkeit sei, sich das Leid der verfolgten und unterdrückten Menschen zu Zeiten der NS-Diktatur vorzustellen. „Es ist aber auch nicht wichtig. Wichtig ist das Heute. Sprecht erst miteinander, bevor ihr einander tötet.“

     

    Felina Lottner (Q2)

     

     

    Lasker EMA 2016 Begruessung

    Stellvertretender Schulleiter Ulrich Breuker begrüßt Anita Lasker-Wallfisch in der voll besetzten EMA-Aula. Neben der gesamten Oberstufe waren auch zahlreiche interessierte Eltern und ehemalige Kolleginnen und Kollegen des EMA erschienen.

     

    Lasker Kernchen Musik

     

    Musikalisch eingestimmt und begleitet wurde Frau Lasker-Wallfischs Lesung von unseren Schülern Johannes Zipfel (Cello) und  Jan Taro Löhken (Flügel), die Igor Stravinskys "Suite Italienne" darboten.

     

    Lasker Kernchen Signieren

     

     

     Lasker Kernchen Lasker Titel

     

    Anita Lasker-Wallfisch (* 1925) las aus zunächst aus ihrem Buch "Ihr sollt die Wahrheit erben. Die Cellistin von Auschwitz. Erinnerungen", bevor sie mit dem Publikum ins Gespräch kam. Die abschließende Möglichkeit zur Signierung ihres Buches durch die Autorin selbst nahmen zahlreiche Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung wahr.

     

    (Abbildung d. Buchcovers von "Ihr sollt die Wahrheit erben" mit freundlicher Genehmigung des Rohwolt-Verlags)

    (Erstes Foto: J. Stiewe, übrige Fotos: Reinhard Kernchen)

     

    Eine Kopie des Printartikels im Bonner Generalanzeiger, vom 28.01.2016 finden Sie hier. 

     

    Stellvertretend für die Fachschaft Sozialwissenschaften sei an dieser Stelle Timo Wilhelm für seine Organisation, sowie dem Verein der Freunde und Ehemaligen des Ernst-Moritz-Arndt Gymnasiums e.V.  für die freundliche Unterstützung dieser Veranstaltung herzlich gedankt!

     

     

     

  • Chemie LK der Q2 schnuppert Uni-Luft

    Chemie LK Uni2015

    Mit der Vorlesungsreihe „EinBlick in die Chemie“ gibt die Uni Bonn Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, einmal Uni-Luft zu schnuppern. Der Chemie LK der Q2 von Eva Vianden macht hiervon gern Gebrauch und besuchte eine Experimentalvorlesung zum Thema "Chemisches Gleichgewicht".

    Für einige bot die Veranstaltung Gelegenheit, der Frage ob das Fach Chemie ein Studienwunsch nach dem Abitur sein könnte, weiter nachzugehen. Für andere war die Vorlesung eine willkommene und unterhaltsame  Wiederholung im Hinblick das im Frühjahr anstehende Abitur. Thematisch eignete sie sich für beide Gruppen und war - zur freudigen Überraschung einiger Kursteilnehmer - problemlos verständlich.

     

    Eva Vianden

     

     

    Chemie LK Uni 2015 Titel

     

    Alles kapiert, Applaus, Applaus! - Der universitäre Einblick in die Chemie war offensichtlich erfolgreich, was bestätigt, dass die Arbeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Chemie LK bei Frau Vianden wohl das Prädikat "wissenschaftspropädeutisch" verdient.

    (J. Stiewe)

     

    (Fotos: E. Vianden)

  • "Hackedicht" am EMA

    Am 23. und 24.11.2015 gastierte die „Hackedicht-Schultour“ der Knappschaft und des Deutschen Kinderschutzbundes am EMA. Dabei handelt es sich um ein bundesweites, von der Bundesregierung gefördertes Präventionsprojekt für weiterführende Schulen mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche nachhaltig auf die Gefahren und Risiken von Alkoholmissbrauch und Drogenkonsum aufmerksam zu machen.

    Die Auftaktveranstaltung bildete das unterhaltsame Bühnenprogramm „Hackedicht oder was?“ mit dem bekannten Schauspieler und Comedian Eisi Gulp, an dem alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 bis Jahrgangsstufe Q2 und deren Fachlehrer teilnahmen. Weniger mit erhobenem Zeigefinger als mit hochgezogenen Mundwinkeln und tiefsinnigen kabarettistischen Einlagen regte Eisi Gulp dabei nicht nur zum Lachen, sondern auch zum kritischen Nachdenken und Diskutieren über das Thema Drogenmissbrauch bei Jugendlichen an.

    Um eine nachhaltigen Wirkung des Programms sicherzustellen, nahmen am Nachmittag zwanzig Lehrerinnen und Lehrer des EMA an einer Fortbildung über interaktive Methoden zur Suchtprävention in der Schule und zur gezielten Nacharbeit mit jungen Menschen zum Kabarettprogramm von Eisi Gulp teil. Diese Fortbildung wurde von einem geschulten pädagogischen Expertenteam des Suchthilfevereins Condrobs e.V. geleitet.

    Am Abend erhielten schließlich auch noch interessierte Eltern die Möglichkeit zur Diskussion mit den Veranstaltern über diesen innovativen suchtpräventiven Ansatz. Erfreulicherweise nahmen zahlreiche Eltern diese Einladung zum Erfahrungsaustausch wahr.

    Einen weiteren Höhepunkt der Hackedicht-Schultour bildeten sicherlich die lebendigen Workshops mit den achten Klassen am Folgetag und die angeregte Evaluationsrunde mit allen interessierten Beteiligten zum Abschluss des Projektes.

    Schon jetzt zeigen zahlreiche engagierte Rückmeldungen von Schülern, Lehrern und Eltern, wie stark das Hackedicht-Projekt die persönliche Auseinandersetzung mit/und den Austausch über Formen von Suchtmittelmissbrauch und Suchtprävention am EMA beflügelt hat.

    Sachliche Informationen über Suchtmittel sind sicherlich eine wichtiger Bestandteil von Prävention, wertvoller noch erscheint jedoch vielfach die Auseinandersetzung mit sich selbst, der eigenen Meinung, den eigenen Erfahrungen und dem eigenen Verhalten. Dazu hat die Hackedicht-Schultour am EMA mit Sicherheit einen wesentlichen Beitrag geleistet, auf dem wir in Zukunft mit weiteren suchtpräventiven Projekten aufbauen wollen, um unsere Jugendlichen nachhaltig zum kritischen Nachdenken über Suchtmittel anzuregen und um sie stark zu machen, zum Drogenmissbrauch „Nein“ zu sagen.  

     

    Birgit Besser-Scholz

    (Beauftragte für Suchtprävention am EMA & Dipl.Psych.)

     

     Hackedicht EisiGulp Hackedicht

     

     Der Münchner Schauspieler und Kabarettist Eisi Gulp gibt sich hackedicht. Mit einem zweistündigen, Programm mimt er die extremen Seiten des "Volks-" oder "szenigen" Drogenkonsums.

     

    Hackedicht Voll Toll

     

     Gulps Figuren waren mindestens verstörend. Aber wer hackedicht ist, verstört auch. Mindestens.

     Hackedicht Technik

     

    Für die Schüler der EMA-Technik AG war die Zusammenarbeit mit Gulp sicherlich eine Herausforderung. Sicher gemeistert haben sie sie auch.

     

    Hackedicht Orga

     

    Machten das das Schulrojekt "Hackedicht" am EMA möglich (von links): Jana Liebert (Deutscher Kinderschutzbund), Susanne Heinrich (Knappschaft), Eisi Gulp, Schulleiter Thomas Harth und Birgit Besser-Scholz (EMA-Beauftragte für Suchtprävention)

     

    Hackedicht Publikum

     

     "Hackedicht" richtete sich an alle Schülerinnen und Schüler der Stufen 8 bis Q2. Dementsprechend war die Aula voll.

     

    Hackedicht Undjetzalle Titelbild

     

    Neben den EMA-Tontechnikern halfen viele Schülerinnen und Schüler aus der SV und zwei Lerngruppen von Birgit Besser-Scholz bei der organisatorischen Umsetzung der Großveranstaltung in der Aula. 

     

    (Fotos: R. Hillert)

     

  • Termine für Nachprüfungen

    Termine für Abitur-Nachprüfungen: Übersicht der Termine (Stand: 13.06.13)

     

  • Information und Ausgabe über den Zwischenstand in der Abiturprüfung: Montag 10.6.2013, 9 Uhr, Aula

    Information und Ausgabe über den Zwischenstand in der Abiturprüfung:

    Montag 10.6.2013, 9 Uhr, Aula

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