Physik

  • NTW-Jugendworkshop im Juni 2017 am CERN /Genf

    CERN BesuchergruppeInnerhalb des Projektkurses Physik in der Q1 erhielten wir im letzten Schuljahr die Möglichkeit, uns für den 4-tägigen NTW-Jugendworkshop am CERN, dem größten Teilchenbeschleuniger der Welt, in Genf zu bewerben. Namu Kroupa und ich durften diese unglaubliche Gelegenheit wahrnehmen und reisten am Mittwoch, 07.06.2017 nach Genf. Wir waren Teil einer Gruppe von ca. 30 Jugendlichen aus ganz Deutschland, die auf unterschiedlichsten Wegen, per Flugzeug, mit dem Zug, usw... nach Genf kamen.

    Am ersten Tag machten wir einen Rundgang durch das große Gelände des Forschungszentrums. Am Abend wurde zum Kennenlernen der Gruppe „Physik-Tabu“ gespielt, wo man Worte aus dem Feld der Physik erklären musste, ohne bestimmte andere Worte zu benutzen.

    Am Donnerstag wurde das CERN Control Center, wo an großen Bildschirmen die Abläufe der Experimente überwacht werden, besichtigt. Außerdem schauten wir das Alpha Magnetic Spectrometer (NASA) an, ein Detektor für Strahlung auf der ISS (Internationale Raumstation). Danach erhielten wir einen spannenden Vortrag über Antimaterie. Der Vortrag handelte unter anderem von dem Film „Illuminati“ von Ron Howard, und man konnte sogar ein Originalfilmutensil betrachten. Anschließend besuchten wir das ISOLDE Experiment, dort werden Isotope von Elementen hergestellt und untersucht. Wir sahen uns dann noch den Antiproton Decelerator an, wo positive Antiteilchen verlangsamt werden um ihre Reaktionen zu untersuchen. Am Nachmittag hatten wir Zeit zur freien Verfügung, in der ich mir die zwei Museen auf dem CERN-Gelände, den Globe und das Microcosm, anschaute. Am Abend sahen wir alle gemeinsam den Film „Particle Fever“ an.

    Am Freitag hörten wir eine Vorlesung von einem Wissenschaftler über das Standardmodell der Teilchenphysik, die Supersymmetrie und die Lagrangedichte, bevor wir im S’Cool LAB Experimente mit Supraleitern, Röntgenstrahlung und Nebelkammern machen durften. Am Nachmittag konnte man an einer Schnitzeljagd durch Genf teilnehmen, und abends trafen wir uns alle zum gemeinsamen Käsefondue essen in der Innenstadt von Genf.

    Am Samstag, unserem letzten Tag, durften wir das Synchrocyclotron, einen ehemaligen Vorbeschleuniger, und die Magnettesthalle SM 18 besuchen. Bevor wir alle wieder nach Hause fuhren, konnten wir alle noch in der CERN-Mensa zu Mittagessen.

    Ich habe viele neue Freunde gefunden und interessante Leute kennengelernt. Insgesamt war es einfach eine beindruckende und tolle Erfahrung für mich.

     

    Madita Rauhut (Q2)

     

    CERN Besuchergruppe2

     

    CERN Madita und Namu Titelbild

     

    (Fotos: M. Rauhut)

  • Wasserraketenprojekt der MINT-Leistungsgruppe Klasse 7

    Wasserraketen DUE MINTLG7 2Auch in diesem Jahr eroberten wieder tolle Wasserraketen den Luftraum über der EMA.

    Diesmal konstruierte die MINT-Leistungsgruppe der Klasse 7 jede Menge tolle individuelle Meisterstücke der Ingenieurskunst. Die Schülerinnen und Schüler ließen sich dabei von anfänglichen Fehlstarts nicht demotivieren, sondern entwickelten Biss und wollten immer weiter und höher. Von Woche zu Woche verbesserten sich die Wasserraketen.

    Zunächst wurde der Druck über Fahrradventile, welche in Weinkorken eingebaut wurden, aufgebaut. Hiermit flogen die Wasserraketen schon ordentlich hoch. Doch wollte man noch höher, musste die Konstruktion mehr Druck aushalten. So kamen dann stabilere Gardena-Gartensystemlösungen, Autoventile, Epoxidharz und viele weitere Spezialteile zum Einsatz. Professionelle Startrampen mussten gebaut werden. Es wurde geschraubt, gebohrt und gehämmert. Eine erfindungsreiche Gruppe funktionierte hierzu einen kleinen Hocker um und ersparte sich so einiges an mühsamer Arbeit.

    Eine andere Gruppe beschäftigte sich mit dem mathematischen Prinzip der Höhenmessung mit Hilfe des Schultheodolits. Formeln, welche eigentlich zum Stoff der neunten Klasse gehören, wurden mit Leichtigkeit adaptiert und angewandt, so dass mit Hilfe von Winkel- und Streckenmessungen jeweils immer die Flughöhe der Raketen bestimmt werden konnte. Da die aufwändig erstellten Raketen nach ihrem Flug oft Schaden erlitten war bald klar, dass zuverlässige Fallschirmsysteme entwickelt werden mussten. Hier waren dem Erfindungsreichtum und der Kreativität der Schülerinnen und Schülern keine Grenzen gesetzt. Sie wuchsen regelrecht über sich hinaus und entwickelten tolle Ideen.

    Insgesamt hatten alle einen Mordsspaß, auch wenn es ab und zu eine nasse Angelegenheit war. Einige Schüler haben so Feuer gefangen, dass geplant wird in den Sommerferien weiter zu basteln – und zwar an mehrstufigen Raketen. Wir sind gespannt!

    Daniela Düßdorf

     

     

    Wasserraketen DUE MINTLG7

     

    Wasserraketen DUE MINTLG7 Titel

     

    (Fotos: D. Düßdorf)

     

     

  • Kettenreaktion – Ein Experiment-Projekt der Klassen 8a und 9a

    wie klaue ich meinem Bruder das SpielzeugWir waren sofort begeistert, als Frau Düßdorf uns gegen Ende des Schuljahres ein ungewöhnliches Projekt vorschlug: in kleinen Gruppen eine physikalische Kettenreaktion ausdenken und bauen. Auf einer Fläche von einem Quadratmeter sollten möglichst viele verschiedene Reaktionen aufeinander folgen. Ziel war es, eine Kettenreaktion zu entwerfen und zu bauen, die aus phantasievollen Kombinationen möglichst vieler sich nacheinander auslösender unterschiedlicher physikalischer Effekte besteht. Die gesamte Anordnung musste auf der Grundfläche von 1 m² untergebracht werden. Um eine möglichst lange und kreative Kettenreaktion zu konstruieren, galt es bei den verschiedensten Energieumwandlungen möglichst wenig Energie durch Reibung oder Wärme zu verlieren. Wir sammelten Ideen, Pappe, Holz, Murmeln, altes Spielzeug und was uns sonst noch in die Finger kam. In den folgenden Unterrichtsstunden hieß es dann Pläne entwickeln und verbessern, schneiden, kleben und ausprobieren. In meinem Team hatten wir am Ende eine Kettenreaktion in 18 Schritten, die wie folgt ablief:

    1. Ein Föhn wird von einer Schülerin eingeschaltet.
    2. Die herausströmende Luft, bringt eine Murmel ins Rollen.
    3. Die Murmel fällt durch eine Pappröhre auf eine Wippe.
    4. Die Wippe kippt. Am anderen Ende der Wippe wird ein brennendes Teelicht in die Luft gehoben.
    5. Die Flamme brennt eine Schnur durch, die eine Schlüsselanhänger-Figur zurückhält.
    6. Die Figur rutscht eine Seilbahn herunter.
    7. Sie stößt ein Spielzeugauto an, das von einer Anhöhe kippt.
    8. Das Auto fällt auf eine Schere, so dass diese sich schließt und einen Faden zerschneidet.
    9. Dieser Faden hatte ein zweites Auto mit Federantrieb zurück gehalten, das nun losfährt.
    10. Das Auto bringt eine Murmel ins Rollen.
    11. Die Murmel stößt einen Holzklotz an.
    12. Der Holzklotz wiederum löst eine Tippkick-Figur aus.
    13. Die Tippkick-Figur schießt eine Murmel in eine Röhre.
    14. Die Murmel fällt auf den Einschaltknopf einer elektrischen Eisenbahn.
    15. Die Bahn fährt ein Stück auf den Schienen und kippt dann einen Holzklotz um.
    16. Ein Gewicht das auf dem Holzklotz lag, wird frei und hebt über einen Flaschenzug das hintere Ende einer Flasche an.
    17. Die Flasche schenkt so von selbst ein Glas Wasser in einem Becher ein.
    18. Nebenbei zerplatzt eine Nadel, die am hinteren Ende der Flasche befestigt ist, einen mit Konfetti gefüllten Ballon.

    Auch wenn nicht jede Reaktion auf Anhieb geklappt hat, haben wir mehr zustande gebracht, als wir zunächst erwartet hatten. Ein gutes Projekt, um praktische Erfahrung mit mechanischen Vorgängen zu sammeln - aber auch um altes Spielzeug neu zu entdecken.

    Lena Lublinski 8a

     

    unterer Teil Klasse 9aIn den letzten Wochen vor den Sommerferien durften einige freiwillige Schülerinnen und Schüler der Klasse 9A im Physikunterricht ein Projekt zum Thema Kettenreaktionen durchführen.

    Dazu brachten wir alle Materialien mit, die uns verwendbar erschienen. Als Erstes mussten Ideen gesammelt werden, was denn überhaupt in unserer Kettenreaktion passieren könnte. Voraussetzung war, dass wir nur am Anfang eingreifen durften, um die Kettenreaktion in Gang zu setzen. Danach musste immer ein Ereignis das andere auslösen.

    Als die grobe Holzkonstruktion stand, entwickelten sich immer mehr Ideen und jeder wollte etwas mit einbringen. Nach einigen Überlegungen und immer neuen Vorschlägen, die aber auch wieder verworfen wurden, konnten wir anfangen zu bauen.

    Schließlich startete unser Projekt mit einem platzenden Luftballon, aus dem eine Murmel fiel und Alles in Gang setzte. Dominosteine fielen um, ein Magnet wurde ausgelöst und ein selbstgebauter Stromkreislauf betätigte einen Propeller, durch den ein Tischtennisball die Ebene wechseln konnte.

    Die Zeit wurde immer knapper und die Ideen mehr. Als schließlich unser Projekt der Klasse vorgestellt werden sollte, war es auch gleichzeitig der erste Probedurchlauf. Leider hat es nicht auf Anhieb geklappt und unsere Kettenreaktion lief nicht ab wie geplant. Die ganze Gruppe war nun aber ehrgeizig, wir alle wollten einen fehlerfreien Durchlauf sehen. Also trafen wir uns nochmal, bauten um und korrigierten kleinere Fehler.

    Einige Schüler kamen auf die Idee, dass man im Kampf gegen die Energieverluste durchaus dem System auch wieder Energie zufügen konnte, indem zum Beispiel ein Schalter betätigt wurde, der einen Stromkreis schloss, welcher dann durch Ventilatoren, Föhns oder kleine Motoren der ganzen Reaktion wieder Schwung verlieh.

    Wir gaben alles für den Erfolg unseres Projekts. Einer von uns nahm sogar tapfer Schnittwunden durch den Propeller in Kauf. Doch im Team zusammen und mit vielen helfenden Händen schafften wir es dann endlich. Als es dann zum zweiten Durchlauf kam, klappte fast alles. Einmal mussten wir nachhelfen, doch zufrieden waren wir trotzdem.

    Das Projekt hat uns allen sehr gut gefallen und die durchgearbeiteten Pausen und Nachmittage waren es wert!

    Leonie Kemmling 9a

     

    altes Spielzeug neu verwendet

     

    Beim Bau Klasse 8a

     

    geschäftiges Werken Klasse 8a

     

    Team Pappe Klasse 8a

     

    Team Energie Klasse 8a

     

    vom Groessenwahn gepackt Klasse 8a

     

    stolzes Team Klasse 9a Titel

     

    (Fotos: D. Düßdorf)

     

     

  • EMAner Physiker-Duo erreicht die Finalrunde im Bundeswettbewerb Physik

    Physikwettbewerbsfinalisten 2017Beim Bundeswettbewerb Physik haben Esther Juretzka und Samuel Chang aus der Jahrgangsstufe 8 auch die zweite Runde erfolgreich beendet und sich damit für die finale Bundesrunde in Freising qualifiziert, an der die 30 besten Schülerinnen und Schüler aus Deutschland teilnehmen.
    Esther und Samuel bearbeiteten die Aufgaben im Rahmen des Physik-Differenzierungskurses PMI unter Leitung von Herrn Olejniczak.
    Dabei ging es um zahlreiche spannende Phänomene des Alltags, z. B. die Physik des Bleigießens und die Konstruktion eines funktionsfähigen Beamers mithilfe eines Smartphones. Auch experimentell aufwändige Problemstellungen wie z. B. die Messung der konzentrationsabhängigen Brechung von Licht in einer Zuckerlösung mittels eines aus Haushaltsgegenständen selbst zu entwickelnden Refraktometers mussten gelöst werden.
    Die Bundesrunde findet vom 27. bis 31. Mai 2017 statt und besteht aus mehreren experimentellen und theoretische Aufgabenstellungen, die teils alleine, teils im Team bearbeitet werden müssen.

    Wir drücken Esther und Samuel ganz fest die Daumen für das Finale!

    Christian Olejniczak

     

    Mehr zum Bundeswettbewerb Physik erfahren? Dann bitte hierklicken.

     

     

  • Sicher gelandet - EMA meets DLR

    DLR DUE WER 2016 RaketeAm 06.und 12.09.16 besuchten die beiden EF-Physikkurse von Udo Wernick und Daniela Düßdorf das School Lab im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln.


    Luftfahrt, Raumfahrt, Verkehr, Energie und Sicherheit sind die Forschungsfelder, die im DLR Köln in neun Forschungseinrichtungen bearbeitet werden. Auf dem 55 Hektar großen Gelände ist neben den Forschungs- und Zentraleinrichtungen des DLR auch das Astronautenzentrum EAC der Europäischen Weltraumbehörde ESA angesiedelt.

    In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich der modernste Windkanal Europas, der Europäische Transschall Windkanal (ETW) sowie der Flughafen Köln/Bonn. Auf dem Gelände herrscht Sicherheitsstufe 1 und so darf man es nur unter Vorlage seines Personalausweises und mit ausgestelltem Besucherausweis betreten. Fotografieren ist auf dem gesamten Gelände strengstens verboten, schon allein weil man von dort aus einen Blick auf die Kanzlermaschine auf dem benachbarten Bundeswehrflugplatz werfen kann.


    Das School Lab bietet Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, die faszinierende Welt der Forschung selbst zu entdecken. Im Stationsrundgang konnten die Schüler in gut betreuten Kleingruppen spannende Experimente zu den Themen Gravitationsbiologie, Schwerelosigkeit, Lärmkontrolle, Infrarotstrahlung und Brennstoffzellen selbst durchführen und zum Beispiel lernen, dass man Lärm mit Gegenlärm bekämpfen kann, wie sich eine Kerzenflamme in der der Schwerelosigkeit verhält, was Astronauten essen und woher Einzeller wissen, wo oben und unten ist (um nur einige Erkenntnisse zu nennen).


    Zu den einzelnen Stationen:


    Fossile Energien:

    Wenn es darum geht, Wasserstoff in elektrische Energie umzuwandeln, leisten Brennstoffzellen saubere Arbeit. Das macht sie zu einer wertvollen Technologie mit Zukunft. Mit aufwendigen, beeindruckenden Aufbauten, medial hervorragend unterstützt konnte die Funktionsweise einer Brennstoffzelle nachvollzogen werden.

    Infrarot:

    Die Schüler hatten die Möglichkeit die Welt durch eine Wärmebildkamera zu entdecken und erstaunliches festzustellen: Infrarotstrahlung geht durch Aluminium durch, aber nicht durch Glas oder Wasser. Das heißt gut sichtbares in der Realität wird durch die Infrarotkamera unsichtbar und andersherum. Gesuchte Verbrecher sind also gut beraten abzutauchen, wenn eine Wärmebildkamera zum Einsatz kommt.


    Schwerelosigkeit:

    Die Nachwuchsforscher finden mit Minifallturm und Zeitlupentechnik heraus, wie 0,6 Sekunden Schwerelosigkeit die Welt auf den Kopf stellen können. Die Schwerkraft beeinflusst viele physikalische, chemische und biologische Objekte und Prozesse und oftmals führen erst Experimente in Schwerelosigkeit zu einem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn.

    Lärmkontrolle:

    Lärm mit Lärm bekämpfen? Schwer vorstellbar! Aber das Prinzip ist einfach: Überlagert man zwei Schallwellen mit gleicher Tonfrequenz und gleicher Lautstärke so, dass die "Wellenberge" der einen Welle immer genau auf die "Wellentäler" der anderen Welle treffen, löschen sich die Schallwellen gegenseitig aus. Es wurde trompetet und richtig Lärm gemacht um dann mit entsprechenden Gegentönen den Schall faszinierender Weise komplett auszulöschen. Ein Heidenspaß!


    Gravitationsbiologie:

    Warum bilden sich die Knochen der Astronauten schon nach kurzem Aufenthalt in der Schwerelosigkeit dramatisch zurück? Weil unsere Zellen auf die Schwerelosigkeit reagieren. Aber wie „spüren“ Einzeller ob Gravitation vorliegt oder nicht?
    Am Beispiel der Pantoffeltierchen stellten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Hypothesen auf und testen sie mit Versuchen zum Schwimmverhalten der Pantoffeltierchen. Wohin und wie schnell die Einzeller schwimmen, zeichnen wir mit einer Videokamera auf und benutzen ein Computerprogramm zur Auswertung.

     

    Daniela Düßdorf

     

     DLR DUE WER 2016 Labor

     

    an den verschiedenen Stationen des School Lab

     

    DLR DUE WER 2016 Geraet

     

    Kleines ganz groß - Mikroskopie der Pantoffeltierchen

     

    DLR DUE WER 2016 Licht geht auf

     

    Funktion einer Brennstoffzelle

     

    DLR DUE WER 2016 NochNInstrument

     

    Auch komplizierte Schaltungen wurden von uns gemeistert.

     

    DLR DUE WER 2016 Vuvuzela im All

     

    ordentlich ins Horn blasen, um Lärm mit Gegenlärm zu bekämpfen

     

     

    DLR DUE WER 2016 Staunen

     

    beim Einführungsvortrag

     

    DLR DUE WER 2016 Sicher gelandet

     

    sicher gelandet - EMA-Physik-Kurs vor der Original Sojus-Kapsel, in der Alexander Gerst von der ISS auf die Erde zurückgekehrt ist

     

    (Fotos: D. Düßdorf, U. Wernick)

  • Kaspar Linnenkamp berichtet vom Mint-EC Seminar „ENERGIE“ 2016 in Wiesbaden

    Das MINT-EC Seminar "Energie" 2016 fand vom 24. bis zum 27.02.2016 in Wiesbaden statt und bot vor allem Schwerpunkt-Workshops zur Freiwurf-Analyse im Basketball, Energiegewinnung aus Nahrungsmitteln, nachwachsenden Rohstoffen und Teilchenbeschleunigern an. Nach der individuellen Anreise zur Jugendherberge hatten wir dort unser erstes Plenum. Danach konnten wir nochmal kurz auf unsere Mehrbett-Zimmer und die Sachen holen, die wir für den anschließenden Besuch einer Kletterhalle benötigten. Für das Kennenlernen unter uns 22 Teilnehmern war das Klettern war eine gute Idee. Danach gingen wir zurück in die Jugendherberge, um dort zu Abend zu essen. Darauf folgte ein Abendplenum mit Gruppenspielen.

     

    Nach dem Frühstück am zweiten Tag ging es um um 8:20 auf einen 50-minütigen Fußmarsch zur Martin-Niemöller Schule, wo wir in die ersten beiden Workshops eingeteilt wurden, einen physikalischen Teil zur Analyse von Basketball-Freiwürfen und einen zur Inhaltsstoffanalyse in modernen Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmitteln. Ich hatte mich für den Basketball-Teil entschieden. Dieser Teil interessierte mich sehr, weil ich selbst Basketball-Spieler bin. Der Trainer Dirk Nowitzkis Holger Geschwindner machte sich als Physiker die Wissenschaft zunutze, um die Wurftechnik seines Schützlings zu perfektionieren. In dem physikalischen Teil ging es um die Analyse bzw. Visualisierung von Basketballfreiwürfen und anderen Ballflugkurven. Dazu haben wir die Würfe erst im 90° Grad Winkel aufgenommen und das Video dann zur Visualisierung in ein Programm eingefügt. Daraus konnten wir uns dann die wirkenden Kräfte erschließen. Mehr Infos zu diesem spannenden Thema gibt´s hier.

     

    Nach dem Mittagessen in der Schulkantine wurde in den Workshops weitergearbeitet. Die Physiker spielten dann um 15:30 Uhr noch Basketball, bevor es um 17:00 Uhr ein frühes Abendessen gab, dem eine Stunde später der Expertinnennvortrag von Frau Prof. Dresen vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Mainz über das Thema „Doping und Substanzkonsum zur Leistungssteigerung in verschiedenen Bereichen“ folgte, welcher den ersten Seminartag abschloss.

     

    Früh ging es dann am letzten Tag per Bus zur Universität Mainz, wo wir uns wieder in den eher biologischen und eher physikalischen Teil aufteilten. Die Physiker bauten unter Aufsicht von Studenten eine sogenannte Paulfalle, und die Biologen besuchten die Grüne Schule in Mainz zum Thema „Nachwachsende Rohstoffe-Chance oder Risiko?“. Für die Physiker gab es in der Campus Cafeteria um 11:30 Uhr dann ein frühes Mittagessen, und ab 12:15 Uhr wurde weitergearbeitet. Um 14:30 Uhr trafen sich die beiden Gruppen wieder und fuhren gemeinsam mit dem Bus zum Biomasseheizkraftwerk in Wiesbaden. In diesem Kraftwerk werden jährlich rd. 90.000 t Biomasse verbrannt und dabei wird regenerativer Strom und Fernwärme erzeugt. Die Leistung des Kraftwerks reicht aus, um ca. 12.000 Einfamilienhäuser für ein ganzes Jahr mit Energie zu versorgen. Im Kraftwerk werden vorwiegend Altholz der Klassen (A1-A3) und Siebreste aus der Kompostierung von Grün- und Bioabfällen verbrannt. Die Führung durch das Kraftwerk war sehr interessant und dauerte bis um 18:00 Uhr, danach fuhren wir zurück zur Jugendherberge und hatten den Abend frei.

     

    Am Samstag hielten wir im Prinzip nur noch unsere Präsentationen über ein Thema der Tage, mein Thema war die Paulfalle, eine vereinfachte Version ist im Bild unten zu sehen.

     

    Die Paul-Falle verdankt ihren Namen ihrem Entwickler Wolfgang Paul, der für seine Leistungen 1989 den Nobelpreis erhielt. Er lehrte in Bonn und war Direktor des Physikalischen Instituts. In diesem Jahr bekommen die Abiturienten des EMA ihre Zeugnisse in dem nach ihm benannten Hörsaal, dem Wolfgang-Paul-Hörsaal. (beim EMA um die Ecke)

    Unter einer Paul-Falle versteht man eine Art Käfig, in dem geladene Teilchen mit Hilfe eines elektrischen Wechselfelds in einem kleinen Raum über einen langen Zeitraum gespeichert werden können. Dadurch, dass man geladene Teilchen nun kontrolliert fixieren kann, wird eine Untersuchung dieser einzelnen kleinen Teilchen, zB. Ionen ermöglicht. Man gewinnt somit weitere Erkenntnisse über den Mikrokosmos. Das ist vor allem in der Atom-und Quantenphysik, aber auch in der Chemie von großem Interesse In der Atomphysik werden Paulfallen etwa zur hochpräzisen Spektroskopie von Ionen verwendet. Ein anderes Einsatzgebiet sind Atomuhren.

     

    Insgesamt war das MINT-Camp sehr interessant und lehrreich!

     

    Kaspar Linnenkamp (EF)

     

     

    MINT Wiesbaden Paulfalle

     

     Die "Paul-Falle"

     

    MINT Wiesbaden Freiwurfanalyse

     

    Videoaufnahmen zur Analyse des Basketball-Flugverhaltens beim Freiwurf

     

    MINT Wiesbaden HKWWiesbaden

     

    Teilnehmerinnen und Teilnehmer am MINT-Seminar "Energie 2016" vor dem Biomasse-Heizkraftwerk Wiesbaden (3. v. links: Autor Kaspar Linnenkamp)

     

    (Fotos: K. Linnekamp)

  • „MINT 4 KIDS – Versuch’s doch mal!“ - Naturwissenschaftliche Experimentiertage am EMA für Grundschulkinder

    Spaß am Experimentieren in den Fächern Physik und Informatik konnten interessierte Grundschulkinder am 23. und 30. 11. 2015 am EMA erleben. Unter dem Motto "MINT 4 Kids - Versuch´s doch mal!" experimentierten die insgesamt 80 Mädchen und Jungen in zwei Gruppen für jeweils 45 Minuten in je einem Physik- und einem Informatikmodul mit Strom und der Programmierung von Spielen am PC. Die individuelle Betreuung der Viertklässler übernahmen vor allem Schülerinnen und Schüler unserer aktuellen MINT-Leistungsgruppen der Jahrgangsstufe 7 unter der Leitung von Frau Düßdorf und Herrn Reichelt. Nach einer kurzen Abschlussbesprechung im Oberstufenraum endeten beide Veranstaltungen mit der Verteilung der Teilnehmerurkunden.

     Konzeptionell folgte die Veranstaltung in diesem Jahr dem Prinzip "Weniger ist mehr": Die Experimentiermodule wurden verlängert, der Fokus jedoch auf die beiden Fächer Physik und Informatik gelegt.

     Die MINT-Koordinatoren Dr. Vera Wethkamp und Nils van den Boom freuen sich schon auf die "MINT 4 Kids"-Tage 2016, die dann ganz im Zeichen der Fächer Biologie und Chemie stehen werden.

     

    Jochen Stiewe

     

      

     MINT 4 Kids 2015 2

     

    "MINT 4 Kids - Versuch´s doch mal!" - Zum Beispiel Spiele Programmieren am PC im Fach Informatik bei Benjamin Reichelt.

     

    MINT 4 Kids 2015 3

     

    ...oder Experimentieren mit elektrischem Strom im Fach Physik bei Daniela Düßdorf (vorn) und Vera Wethkamp (hinten).

     MINT 4 Kids 2015 Titel

     

    Die Betreuung der Viertklässler übernahmen Schülerinnen und Schüler der MINT-Leistungsgruppen der Stufe 7 (von D. Düßdorf und B. Reichelt).

     

    (Fotos: R. Hillert)

  • Dualismus des Lichts und regenerative Energien - EMAner experimentierten im zdi-Schülerlabor

    Muss man sich Licht eher als Teilchen oder als elektromagnetische Welle vorstellen? Diese Frage brachte am Freitag, 28. August 2015 den Q2-Leistungskurs Physik von Vera Wethkamp in die Physikwerkstatt Rheinland, wo drei Experimente zum Welle-Teilchen-Dualismus des Lichtes durchgeführt wurden, die in der Schule aus Kostengründen nicht realisierbar sind. Unterstützt und angeleitet wurden die Schülerinnen und Schüler dabei von einer Bachelorstudentin.

    Die drei Experimente heißen „Photonenklicker“, „Mach-Zehnder-Interferometer“ und „Doppelspaltexperiment mit einzelnen Photonen“.

    Beim „Photonenklicker“ werden einzelne Lichtimpulse per Lautsprecher hörbar gemacht und so der Teilchencharakter des Lichtes gezeigt. Diese einzelnen Teilchen werden dann aber in einem „Mach-Zehnder-Interferometer“ oder im „Doppelspaltexperiment mit einzelnen Photonen“ zur Interferenz (Überlagerung) gebracht. Es entsteht ein typisches Interferenzmuster, das auch bei Wellen vorhanden ist.

    Die erstaunliche Erkenntnis: Licht kann Teilchen- und Wellencharakter haben! Lichtteilchen sind Quantenobjekte, die in der heutigen Physik mit Hilfe der Quantenelektrodynamik richtig beschrieben werden.

    Durch die drei Experimente konnten die Schülerinnen und Schüler einen experimentellen Zugang zum doch eher theorielastigen Inhaltsfeld der Quantenphysik bekommen.

     

    Acht Schülerinnen und Schüler der Klasse 9B wurden in der Woche vom 31. August bis 4. September 2015 im zdi-Schülerlabor der Physikwerkstatt Rheinland zu Experten zum Thema "Windkraft, Brennstoffzelle und Solarzelle" ausgebildet. Von einem Bachelorstudenten betreut, standen ihnen dabei Modelle, Experimente, Literatur und Informationsfilme zur Verfügung.

    Damit auch der Rest der 9b von ihrem Wissen profitieren konnte, erstellten die Experten Poster und bereiteten Vorträge vor. Die Experimente und Modelle wurden am Montag, den 7. September, der ganzen Klasse im Physikunterricht präsentiert.

    Aufmerksam hörte die Klasse ihren Experten zu und bewunderte die inhaltlich und optisch sehr gelungenen Lernplakate. (s. Foto Windkraft von Johanna und Luisa, Foto Solarzelle von Nick, Andreas und Jakob P., Foto Brennstoffzelle von Simon und Niklas).

    Ein ganz herzlicher Dank geht an die Bachelorstudenten im zdi-Schülerlabor der Physikwerkstatt Rheinland für die Bereitstellung der Materialien und die nette Betreuung!

     

    Vera Wethkamp

     

     

    Windkraft von Johanna und Luisa downsized

    Lernplakat der "Windkraft"-Expertinnen, Johanna und Luisa (9b) in der Physikwerkstatt Bonn

     

    Brennstoffzelle von Simon und Niklas downsized

    Lernplakat der "Brennstoffzellen"-Experten, Simon und Niklas (9b)

     

    Solarzelle Plakat downsized

    Experimentierdokumentation der "Solarzellen"-Experten, Nick, Andreas und Jakob P. (9b)

     

    LK Ph Physikwerkstatt downsized

    Schüler des Q2-Physikleistungskurses grübeln in der Physikwerkstatt Bonn über Quantenobjekten

     

    (Fotos: V. Wethkamp)

  • Tragschrauber-Bau fürs Abi am EMA

    Seit dem 23.09.2011 bauen Schüler desErnst-Moritz-Arndt Gymnasiums Bonn zusammen mit der Flugschule RheinMain einen Tragschrauber!

    Dank der Unterstützung der Firma AutoGyro, der Flugschule RheinMain und dem Schultechnikum  wurde es möglich dieses Projekt zu realisieren!

    Zehn Schülerinnen und Schüler der Oberstufe bauen zusammen mit Technikern der Flugschule RheinMain über ca. 8 Wochen einen Tragschrauber des Typs MTOSport der Firma AutoGyro.

    Zweimal die Woche treffen sich die Schüler mit uns am Flugplatz Bonn Hangelar um an dem Projekt weiterzubauen. An diesen Tagen gibt es jeweils einen Mix aus Theorie und Praxis, wodurch auch viele Hintergründe vermittelt werden können. Unser Ziel ist es nicht nur einen Tragschrauber zu bauen, sondern auch zu vermitteln warum manche Dinge so wichtig sind und wie ein Tragschrauber und seine Einzelkomponenten funktionieren.

    Im Rahmen eines von Herrn Olejniczak betreuten Projektkurses, Facharbeiten und über besondere Lernleistungen wird das zeitlich sehr aufwändige Projekt auch in das Abitur eingebracht.

    Für genauere Informationen über den Baufortschritt besuchen sie einfach die Facebook-Seite der Flugschule auf www.facebook.de/FlugschuleRheinMain

    Am 12.10.2011 strahlten zwei Fernsehsender einen Bericht über das Tragschrauber-Schulprojekt aus.

    Die Lokalzeit des WDR brachte sowohl einen Bericht über den ersten Tag des Projekts, als auch ein Interview mit der einzigen Schülerin im Studio.

    Das Video lässt sich online in der WDRMediathek anschauen

    Einen weiteren Beitrag brachte das ARD Nachtmagazin am 12.10.2011 und im Mittagsmagazin am 13.10.2011

    Das Nachtmagazin konzentrierte sich eher auf die Bauphasen und den Ablauf des Projekts für die Schüler. Auch ARD stellt das Video in ihrer Mediathek (ca. ab 18. Minute der Sendung) zur Verfügung.

     

  • EMA erneut erfolgreich beim Bundeswettbewerb Physik

    EMA erneut erfolgreich beim Bundeswettbewerb Physik

    Auch in diesem Schuljahr waren Schülerinnen und Schüler unserer Schule wieder sehr erfolgreich beim Bundeswettbewerb Physik. Von elf Teilnehmerinnen und Teilnehmern erreichten neun die 2. Runde, von denen sieben daran teilnahmen.

    Preistraeger1Teilnehmer/innen der 2. Runde:
    Jana Zickler 8c,
    Johanna Rätz 8b,
    Judith Hasler 8c,
    Kianush Khalafi 7c,
    Paula Kirsch 7c,
    Antonia Sökefeld 7c,
    Julian Roth 8b









    Preistraeger2Von diesen Schülerinnen und Schülern erreichten drei die Bundesrunde des Physikwettbewerbes. Die Bundesrunde fand vom 28.Mai bis zum 2. Juni 2011 in Jena statt.  

    Kianush Khalafi aus der 7c erhielt dort einen 3. Preis!

    Teilnehmer der Bundesrunde in Jena: Judith Hasler 8c, Kianush Khalafi 7c und Julian Roth 8b

    Wir gratulieren allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlich!

  • Brennstoffzellenwettbewerb „Fuel Cell Box“

    EMA-Physik-AG erreicht mit einer hervorragenden Leistung die Finalrunde beim Brennstoffzellenwettbewerb „Fuel Cell Box“.

    In der Piazzetta des Historischen Rathauses zu Köln wurde am vergangenen Freitag, 24. 2. 2012, die Endphase für den 7. NRW-Schülerwettbewerb "Fuel Cell Box" 2012 eingeläutet. Der Wettbewerb wird von der EnergieAgentur.NRW und der h-tec GmbH veranstaltet und hat die Energiegewinnung aus Wasserstoff und Brennstoffzelle zum Thema. Schirmherr ist NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel.

Go to top