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Das zehnjährige Jubiläum des Schüleraustauschs zwischen dem EMA und dem Josef-Pilsudski-Lyzeum in Gdynia/Polen bot Anlass für rückblickende Bestandsaufnahme und herzliches Feiern.

Ansprache in Gdynia, September 2004

Mit (...) Skepsis, Zurückhaltung und Bedenken bei Kollegen, Mitschülern und deren Eltern wurde im Jahre 1993 am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium reagiert , als wir einen ersten Brief einer Schülerin des 9. Lyzeums aus Gdynia erhielten, in dem sie ihre ehemaligen Mitschüler aus der Klasse 9 einlud, sie an ihrer neuen Schule, wo sie schnell Freunde gefunden hatte, zu besuchen und ihre neue Heimat kennenzulernen .

Der Brief kam von Carolin Steinborn, einer damals 13-jährigen fröhlichen, intelligenten und kontaktfreudigen jungen Dame, die mit ihrer Familie zuvor etliche Jahre in Bonn gelebt und das EMA besucht hatte und bei allen Mitschülern und Lehrern in guter Erinnerung geblieben war. Es war zu der Zeit wohl niemandem möglich, in dieser „verrückten Idee" (wie sie selber schrieb) eine Initialzündung für eine segensreiche Begegnungstradition zu entdecken, auf die wir heute stolz zurückblicken.

Jene Einladung an meine damalige Englischklasse, den Klassenlehrer Michael Anding und mich war durch Pani Dorota und ihre Schülerin spontan geboren worden.

Wie wir alle im Laufe der Zeit erkannten, ist Spontaneität ein besonders wertvolles Markenzeichen meiner Freundin Dorota : Ich zitiere aus ihrem Brief, in dem sie mir von den ersten Gesprächen mit ihrer neuen Schülerin Carolin erzählte:" ... during a conversation I had a fine idea ...". Diese Idee wurde für uns zu einer einmaligen Chance, unsere gewohnte Weltsicht zu erweitern und - vielen Skeptikern zum Trotz – es möglich zu machen, dass unsere polnischen und deutschen Jugendlichen eine Brücke zwischen gestern und morgen bauen, als Menschen, die ihre persönliche Nähe und ihre lange verhinderte Nachbarschaftlichkeit neu entdecken dürfen.

„Das wird aber mit sehr viel Arbeit verbunden sein" warnte mich damals unser Schulleiter, als ich ihm die Idee vortrug und mein Interesse bekundete. Grundsätzlich sagte er aber jede Unterstützung zu.

Wie Recht er hatte - allerdings nur bezüglich der Quantität der mir selber auferlegten Arbeit! Denn – worüber ich mir heute absolut sicher bin – die Vorbereitung und Durchführung dieser Begegnungswochen ist zwar die aufwändigste, aber auch unbestritten befriedigendste und sicher die am meisten Früchte tragende pädagogische Arbeit, die ich für unsere Schule leisten darf.

Über 10 Jahre nun haben sich ca. 370 junge Menschen polnischer und deutscher Herkunft kennen und schätzen gelernt, in ihren jeweiligen Familien miteinander gelebt, gefeiert und gearbeitet, schöne und auch bedrückende Erlebnisse geteilt und sind um unbezahlbare, nachhaltige Erfahrungen reicher geworden.

In diesem Zeitraum waren und sind es also weit über 1000 Menschen: Schüler und ihre oft aktiv am Programm engagierten Familien, Lehrer des 9. Lyzeums und des Ernst-Moritz- Arndt-Gymnasiums, Gemeindemitglieder und Geistliche der hiesigen Kirche und viele andere , die von unseren gegenseitigen Besuchen profitiert haben. Alle konnten ins Gespräch kommen, überraschende Gemeinsamkeiten entdecken, Unterschiede tolerieren lernen und Bande verschiedenster Art knüpfen. Nicht selten wurden daraus echte Freundschaften mit bleibenden Kontakten und regelmäßigen Besuchen.

Seit zwei Jahren entwickelt sich nun noch eine weitere aufblühende Frucht dieser Begeisterungsfähigkeit meiner Freundin Dorota in Form einer musikalischen Zusammenarbeit zwischen dem Wachtberger Jugendorchester und Studenten der Musikschule Danzig. Dorota hatte den Wachtberger Orchesterleiter einmal in meinem Haus getroffen und bei einer Tasse Kaffee wurden spontan Pläne für eine mögliche musikalische Zusammenarbeit geschmiedet. Viele von Ihnen werden die erste Konzertreise im letzten Jahr noch in Erinnerung haben und werden sich im Oktober auf ein neuerliches gemeinsames Auftreten freuen dürfen.

Außerdem hören wir immer häufiger auch in unserem Kollegium von interessanten privaten Reisen und schönen Urlauben nach und in Polen.

Jedoch war alles, was wir in den letzten Jahren hier erleben durften und erfahren haben,

viel mehr, als dieses – schon statistisch ansehnliche - Ergebnis auf den ersten Blick vermuten läßt.

Dies bestätigen alle Lehrer und Schüler, die von unserer Seite den Austausch mitgestalten: das waren Michael Anding in den ersten Jahren, Jochen Stiewe, sein nun unverzichtbarer Nachfolger und unser Schulleiter Herr Heer, der zum ersten Mal anläßlich des 5. Jubiläums der Partnerschaft beider Schulen Gdynia besucht hat. Was wir hier genießen durften - so möchte ich hier ganz offen bekennen – gehört, was zwischenmenschliche Kontakte angeht, zu den wertvollsten Erfahrungen meines Lebens.

Natürlich wurden uns die landschaftlich schönsten Plätze dieser Region gezeigt, die Küsten mit ihren maritimen Reizen bewundert, eine Führung durch eine Werft als hier typische Arbeitswelt organisiert, die vielfältigen Freizeitangebote genutzt, interessante Museen besichtigt, wertvoll restaurierte Städte mit alten Kunstschätzen bewundert, die wunderbare Bernsteingewinnung und Verarbeitung kennengelernt, Theaterangebote genossen. Gemeinsam durchlebten wir belastende Vergangenheit und die jüngste Geschichte Polens ... und vieles mehr.

Jeder Reiseveranstalter könnte uns bereits darum beneiden.

Was jedoch unendlich wertvollere Spuren bei uns allen hinterlassen hat und jedem der deutschen Schüler und uns Begleitern nachhaltig im Gedächtnis und im Herzen lebendig bleibt, sind die persönlichen Begegnungen mit den vielen polnischen Jugendlichen, mit der Schulleitung, den Lehrern, den Gastfamilien und den vielen anderen, die zum Gelingen unserer Aufenthalte beigetragen haben.

Die dabei erfahrene Freundlichkeit, Wärme, Herzlichkeit, Offenheit, Großzügigkeit und Fröhlichkeit - unter häufig viel schwierigeren Lebensbedingungen - sind unvergesslich und weit mehr als wir bis dahin von der sprichwörtlichen ‚polnischen Gastfreundschaft' wussten. Dass es manchmal keine gemeinsame Sprache gab, spielte keine Rolle.

Gemeinschaftliche Verantwortung, absolutes Vertrauen und Verlässlichkeit bei jeder Absprache und dem Finden eines Lösungsweges mit verblüffendem Improvisationstalent bei den unterschiedlichsten Schwierigkeiten waren immer fester Bestandteil und Grundlage unseres herzlich-einvernehmlichen Umgangs.

Diese Erfahrungen des grenzüberschreitenden Miteinanders in Respekt und vorbehaltloser Freundschaft haben den Jugendaustausch längst zu viel mehr gemacht hat: nämlich zu jeweils einer Woche gemeinsamen Lebens und Arbeitens, die sehnsüchtig erwartet und mit ehrlichen Abschiedstränen beendet wird. Wir haben versucht, dies in unserem neuen Arbeitstitel ‚Begegnungswochen' deutlich zu machen.

Während ich diese Gedanken zu Papier brachte, fiel mein Blick immer wieder (..) auf ein Feld blühender Sonnenblumen an unserem Ortsrand. Und da wurde mir etwas klar:

Dass die Lieblingsblume meiner Freundin Dorota die Sonnenblume ist, hat ganz offensichtlich eine tiefere Bedeutung:

Sie ist ein wunderbares Symbol für das, was wir heute hier feiern dürfen. < zeigt eine Sonnenblume<

Gewachsen aus einem unscheinbaren Samen in Form einer spontanen, verrückten Idee, sind Jahr für Jahr weitere weithin sichtbare neue große Blüten voller begeisterter Teilnehmer gewachsen, die sich, gepflegt und gehegt von vielen Lehrern beider Schulen, prächtig entwickelt haben und mittlerweile zu einem ansehnlichen Strauß herrlicher, strahlend gelber Sonnenblumen geworden sind, der jedes Jahr weitere Interessenten überzeugt und begeistert. > die Schüler kommen mit den 10 beschrifteten Sonnenblumen nach vorn>

Eine weitere Sonnenblume blühte auf durch das Engagement all der liebenswerten Kollegen und Kolleginnen, die regelmäßig oder spontan zum Gelingen dieser freundschaftlichen Begegnungen beitragen. > weitere Sonnenblume mit den Lehrernamen kommt nach vorne>

Das alles geschieht unter der Aufsicht und Verantwortung der Schulleiterin Frau Alina Mroczkowska, die mit Weitblick und Optimismus an der weitreichenden Wirkung dieser Blumenpracht nie zweifelte, ihren enthusiastischen Mitarbeiterinnen ihre Unterstützung nie versagte und die oft auch mit uns um Verbesserung der Anbaubedingungen und Pflegetechniken gerungen und lebhaft diskutiert hat.

Der diesjährige phantastische Auftakt in der unvergesslichen Stadt Krakau war beispielsweise schon lange ihr ganz persönliches Anliegen.

Ich danke von ganzem Herzen Carolin Steinborn für ihre Pionierleistung und möchte ihr diese Schale mit weiteren Sonnenblumensamen anvertrauen als immerwährende Erinnerung und in der Gewissheit, daß sie in Ihrem Leben weitere Gärten zum Blühen bringen wird.

Mein ganz besonderer Dank gilt Dorota Twarowska für ihre Freundschaft und ihre nie ermüdende Bereitschaft auch scheinbar unmögliche Wege mit uns zu gehen und ihrem Talent, immer neue Initiativen und Projekte ins Leben zu rufen und damit – um im Bild zu bleiben - immer weitere Blumenbeete zu bereiten.

Und zum Schluss möchte ich Ihnen, liebe Pani Alina, meinen tief empfundenen Respekt und meine herzliche Dankbarkeit für diese wunderbaren Jahre der vertrauensvollen Zusammenarbeit sagen. Danke für Ihre Unterstützung bei der Bereitung des Bodens für eine Zukunft, in der unsere polnischen und deutschen Jugendlichen - wie sie hier und hoffentlich auch bei uns erleben durften - vorurteilsfrei und in gegenseitigem Vertrauen in ein gemeinsames Europa gehen können.

Regina Zotz

Ansprechparterin für Fragen zum Polenaustausch ist Frau Altmann

Polenaustausch mit Gdynia
Das zehnjährige Jubiläum des Schüleraustauschs zwischen dem EMA und dem Josef-Pilsudski-Lyzeum in Gdynia/Polen bot Anlass für rückblickende Bestandsaufnahme und herzliches Feiern.

Ansprache in Gdynia, September 2004

Mit (...) Skepsis, Zurückhaltung und Bedenken bei Kollegen, Mitschülern und deren Eltern wurde im Jahre 1993 am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium reagiert , als wir einen ersten Brief einer Schülerin des 9. Lyzeums aus Gdynia erhielten, in dem sie ihre ehemaligen Mitschüler aus der Klasse 9 einlud, sie an ihrer neuen Schule, wo sie schnell Freunde gefunden hatte, zu besuchen und ihre neue Heimat kennenzulernen .

Der Brief kam von Carolin Steinborn, einer damals 13-jährigen fröhlichen, intelligenten und kontaktfreudigen jungen Dame, die mit ihrer Familie zuvor etliche Jahre in Bonn gelebt und das EMA besucht hatte und bei allen Mitschülern und Lehrern in guter Erinnerung geblieben war. Es war zu der Zeit wohl niemandem möglich, in dieser „verrückten Idee“ (wie sie selber schrieb) eine Initialzündung für eine segensreiche Begegnungstradition zu entdecken, auf die wir heute stolz zurückblicken.

Jene Einladung an meine damalige Englischklasse, den Klassenlehrer Michael Anding und mich war durch Pani Dorota und ihre Schülerin spontan geboren worden.

Wie wir alle im Laufe der Zeit erkannten, ist Spontaneität ein besonders wertvolles Markenzeichen meiner Freundin Dorota : Ich zitiere aus ihrem Brief, in dem sie mir von den ersten Gesprächen mit ihrer neuen Schülerin Carolin erzählte:“ ... during a conversation I had a fine idea ...“. Diese Idee wurde für uns zu einer einmaligen Chance, unsere gewohnte Weltsicht zu erweitern und - vielen Skeptikern zum Trotz – es möglich zu machen, dass unsere polnischen und deutschen Jugendlichen eine Brücke zwischen gestern und morgen bauen, als Menschen, die ihre persönliche Nähe und ihre lange verhinderte Nachbarschaftlichkeit neu entdecken dürfen.

„Das wird aber mit sehr viel Arbeit verbunden sein“ warnte mich damals unser Schulleiter, als ich ihm die Idee vortrug und mein Interesse bekundete. Grundsätzlich sagte er aber jede Unterstützung zu.

Wie Recht er hatte - allerdings nur bezüglich der Quantität der mir selber auferlegten Arbeit! Denn – worüber ich mir heute absolut sicher bin – die Vorbereitung und Durchführung dieser Begegnungswochen ist zwar die aufwändigste, aber auch unbestritten befriedigendste und sicher die am meisten Früchte tragende pädagogische Arbeit, die ich für unsere Schule leisten darf.

Über 10 Jahre nun haben sich ca. 370 junge Menschen polnischer und deutscher Herkunft kennen und schätzen gelernt, in ihren jeweiligen Familien miteinander gelebt, gefeiert und gearbeitet, schöne und auch bedrückende Erlebnisse geteilt und sind um unbezahlbare, nachhaltige Erfahrungen reicher geworden.

In diesem Zeitraum waren und sind es also weit über 1000 Menschen: Schüler und ihre oft aktiv am Programm engagierten Familien, Lehrer des 9. Lyzeums und des Ernst-Moritz- Arndt-Gymnasiums, Gemeindemitglieder und Geistliche der hiesigen Kirche und viele andere , die von unseren gegenseitigen Besuchen profitiert haben. Alle konnten ins Gespräch kommen, überraschende Gemeinsamkeiten entdecken, Unterschiede tolerieren lernen und Bande verschiedenster Art knüpfen. Nicht selten wurden daraus echte Freundschaften mit bleibenden Kontakten und regelmäßigen Besuchen.

Seit zwei Jahren entwickelt sich nun noch eine weitere aufblühende Frucht dieser Begeisterungsfähigkeit meiner Freundin Dorota in Form einer musikalischen Zusammenarbeit zwischen dem Wachtberger Jugendorchester und Studenten der Musikschule Danzig. Dorota hatte den Wachtberger Orchesterleiter einmal in meinem Haus getroffen und bei einer Tasse Kaffee wurden spontan Pläne für eine mögliche musikalische Zusammenarbeit geschmiedet. Viele von Ihnen werden die erste Konzertreise im letzten Jahr noch in Erinnerung haben und werden sich im Oktober auf ein neuerliches gemeinsames Auftreten freuen dürfen.

Außerdem hören wir immer häufiger auch in unserem Kollegium von interessanten privaten Reisen und schönen Urlauben nach und in Polen.

Jedoch war alles, was wir in den letzten Jahren hier erleben durften und erfahren haben,

viel mehr, als dieses – schon statistisch ansehnliche - Ergebnis auf den ersten Blick vermuten läßt.

Dies bestätigen alle Lehrer und Schüler, die von unserer Seite den Austausch mitgestalten: das waren Michael Anding in den ersten Jahren, Jochen Stiewe, sein nun unverzichtbarer Nachfolger und unser Schulleiter Herr Heer, der zum ersten Mal anläßlich des 5. Jubiläums der Partnerschaft beider Schulen Gdynia besucht hat. Was wir hier genießen durften - so möchte ich hier ganz offen bekennen – gehört, was zwischenmenschliche Kontakte angeht, zu den wertvollsten Erfahrungen meines Lebens.

Natürlich wurden uns die landschaftlich schönsten Plätze dieser Region gezeigt, die Küsten mit ihren maritimen Reizen bewundert, eine Führung durch eine Werft als hier typische Arbeitswelt organisiert, die vielfältigen Freizeitangebote genutzt, interessante Museen besichtigt, wertvoll restaurierte Städte mit alten Kunstschätzen bewundert, die wunderbare Bernsteingewinnung und Verarbeitung kennengelernt, Theaterangebote genossen. Gemeinsam durchlebten wir belastende Vergangenheit und die jüngste Geschichte Polens ... und vieles mehr.

Jeder Reiseveranstalter könnte uns bereits darum beneiden.

Was jedoch unendlich wertvollere Spuren bei uns allen hinterlassen hat und jedem der deutschen Schüler und uns Begleitern nachhaltig im Gedächtnis und im Herzen lebendig bleibt, sind die persönlichen Begegnungen mit den vielen polnischen Jugendlichen, mit der Schulleitung, den Lehrern, den Gastfamilien und den vielen anderen, die zum Gelingen unserer Aufenthalte beigetragen haben.

Die dabei erfahrene Freundlichkeit, Wärme, Herzlichkeit, Offenheit, Großzügigkeit und Fröhlichkeit - unter häufig viel schwierigeren Lebensbedingungen - sind unvergesslich und weit mehr als wir bis dahin von der sprichwörtlichen ‚polnischen Gastfreundschaft‘ wussten. Dass es manchmal keine gemeinsame Sprache gab, spielte keine Rolle.

Gemeinschaftliche Verantwortung, absolutes Vertrauen und Verlässlichkeit bei jeder Absprache und dem Finden eines Lösungsweges mit verblüffendem Improvisationstalent bei den unterschiedlichsten Schwierigkeiten waren immer fester Bestandteil und Grundlage unseres herzlich-einvernehmlichen Umgangs.

Diese Erfahrungen des grenzüberschreitenden Miteinanders in Respekt und vorbehaltloser Freundschaft haben den Jugendaustausch längst zu viel mehr gemacht hat: nämlich zu jeweils einer Woche gemeinsamen Lebens und Arbeitens, die sehnsüchtig erwartet und mit ehrlichen Abschiedstränen beendet wird. Wir haben versucht, dies in unserem neuen Arbeitstitel ‚Begegnungswochen‘ deutlich zu machen.

Während ich diese Gedanken zu Papier brachte, fiel mein Blick immer wieder (..) auf ein Feld blühender Sonnenblumen an unserem Ortsrand. Und da wurde mir etwas klar:

Dass die Lieblingsblume meiner Freundin Dorota die Sonnenblume ist, hat ganz offensichtlich eine tiefere Bedeutung:

Sie ist ein wunderbares Symbol für das, was wir heute hier feiern dürfen. < zeigt eine Sonnenblume<

Gewachsen aus einem unscheinbaren Samen in Form einer spontanen, verrückten Idee, sind Jahr für Jahr weitere weithin sichtbare neue große Blüten voller begeisterter Teilnehmer gewachsen, die sich, gepflegt und gehegt von vielen Lehrern beider Schulen, prächtig entwickelt haben und mittlerweile zu einem ansehnlichen Strauß herrlicher, strahlend gelber Sonnenblumen geworden sind, der jedes Jahr weitere Interessenten überzeugt und begeistert. > die Schüler kommen mit den 10 beschrifteten Sonnenblumen nach vorn>

Eine weitere Sonnenblume blühte auf durch das Engagement all der liebenswerten Kollegen und Kolleginnen, die regelmäßig oder spontan zum Gelingen dieser freundschaftlichen Begegnungen beitragen. > weitere Sonnenblume mit den Lehrernamen kommt nach vorne>

Das alles geschieht unter der Aufsicht und Verantwortung der Schulleiterin Frau Alina Mroczkowska, die mit Weitblick und Optimismus an der weitreichenden Wirkung dieser Blumenpracht nie zweifelte, ihren enthusiastischen Mitarbeiterinnen ihre Unterstützung nie versagte und die oft auch mit uns um Verbesserung der Anbaubedingungen und Pflegetechniken gerungen und lebhaft diskutiert hat.

Der diesjährige phantastische Auftakt in der unvergesslichen Stadt Krakau war beispielsweise schon lange ihr ganz persönliches Anliegen.

Ich danke von ganzem Herzen Carolin Steinborn für ihre Pionierleistung und möchte ihr diese Schale mit weiteren Sonnenblumensamen anvertrauen als immerwährende Erinnerung und in der Gewissheit, daß sie in Ihrem Leben weitere Gärten zum Blühen bringen wird.

Mein ganz besonderer Dank gilt Dorota Twarowska für ihre Freundschaft und ihre nie ermüdende Bereitschaft auch scheinbar unmögliche Wege mit uns zu gehen und ihrem Talent, immer neue Initiativen und Projekte ins Leben zu rufen und damit – um im Bild zu bleiben - immer weitere Blumenbeete zu bereiten.

Und zum Schluss möchte ich Ihnen, liebe Pani Alina, meinen tief empfundenen Respekt und meine herzliche Dankbarkeit für diese wunderbaren Jahre der vertrauensvollen Zusammenarbeit sagen. Danke für Ihre Unterstützung bei der Bereitung des Bodens für eine Zukunft, in der unsere polnischen und deutschen Jugendlichen - wie sie hier und hoffentlich auch bei uns erleben durften - vorurteilsfrei und in gegenseitigem Vertrauen in ein gemeinsames Europa gehen können.

Regina Zotz

  
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